T6 Öltod

Auch dem VW-Bulli T6 (CXEB) droht der Öltod – Motorschäden ab 70.000 km möglich

/ 20.05.2024 / / 15.029

Inhaltsangabe

  • Betroffene Motor-Kennbuchstaben
  • Grundsätzliche Motorprobleme
  • Öltod auch beim T6
  • Die Schuldfrage
  • Tipps zum besten Vorgehen
  • Juristische Einschätzung
  • Mögliche Risiken
  • T6 Updates
  • Mehr zu kapitalen Motorschäden
  • Der T6 ist das aktuelle Transporter- und Multivan-Modell von Volkswagen und damit in 6. Generation der Nachfolger des legendären VW-Bullis. An dessen schon geradezu sprichwörtlichen Zuverlässigkeit und Robustheit kann der moderne Bulli leider nicht mehr anknüpfen. Zwar stellt der T6 in seinen Varianten nicht einen solchen Totalausfall wie der T5 2.0 BiTurbo dar, es häufen sich aber doch Motorschäden, die grundsätzlich Erklärungen in der Grundthematik Dieselskandal suchen und finden sind. Viele T6 fallen schon mit niedrigen Laufleistungen mit Motorschäden auf der Autobahn aus, oder zeigen im Normalbetrieb sich langsam in der Intensität steigende Symptome wie Kühlwasser- oder Ölverlust.

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    Frederick Gisevius ist Rechtsanwalt und deutschlandweit engagiert für Schadenersatzforderungen nach Motorschäden.


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    Zigtausende VW-Bullis der T5 Reihe haben den Öltod schon erlitten. Der Fall steht dank eines Gutachtens kurz vor einem inhaltlichen Abschluss, auch wenn sich VW noch immer wehrt, die Verantwortlichkeit für die konstruktionsbedingten Motorschäden zu übernehmen und die T5-Besitzer angemessen zu entschädigen. Wer gegen Volkswagen in außergerichtlichen Verfahren oder auch per Klage vorgeht, hat aber in aller Regel gute Chance 80 % der Kosten für die aufwendige Reparatur (Austauschmotor + AGR-Kühler + Turbo) im Rahmen eines Vergleichs ersetzt zu bekommen.

    Aktuell: Der BGH hat in einem Verfahren zum Dieselskandal festgestellt, dass T6 Besitzern die Erstattung des sogenannten Differenzschadens zusteht. Warum das für T6-Besitzer interessant ist, erfahren Sie hier: “BGH zum Differenzschaden beim T6”.

    Nun kommt der T5 in die Jahre – viele überzeugte Bulli-Fans sind mittlerweile auf den Nachfolger T6 umgestiegen, doch auch hier droht Ungemach. Die im Rahmen der Aufarbeitung des Dieselskandals vorgenommenen Updates scheinen das AGR-Ventil zu überfordern. Beschädigte AGR-Ventile sind immer öfter Ursache für kapitale Motorschäden, die vornehmlich die 204-PS-Variante des T6 treffen und in der Symptomatik dem T5-Öltod gleichen.

    Das grundsätzliche Motor-Problem beim T6

    Die Motoranordnung und die Verteilung der für die Abgasregelung verantwortlichen Bauteile ist thermisch nicht gut gelöst und provoziert hohe Temperaturen, insbesondere unter Last oder im Stadtverkehr. Durch die Updates bekommen die Elemente der Abgasreinigung aber noch mehr zu tun. Einen Puffer gibt es nicht. Der Motor läuft permanent zu heiß, das wirkt sich auf die Lebenserwartung aller Bauteile aus. Die Minimallaufleistung von 250.000 Euro wird ohne größere Reparaturen selten erreicht. VW ist sich dabei aber keinerlei Schuld bewusst, wobei zumindest die Updates, die den Motoren nicht guttun, vermeidbar gewesen wären, wenn man den T6 von Anfang an optimal auf die Anforderungen der Schadstoffklasse 6 angepasst hätte.

    Woran erkennt man den Öltod beim T6?

    Durch die Updates in ihren Grundeinstellungen veränderte T6 verlangen der Abgasrückführung mehr zu, als sie konstruktionsbedingt aushalten können. Daher kommt es regelmäßig bei Kilometerlaufleistungen zwischen 70.000 und 120.000 zu kapitalen Motorschäden, die durch eine Motorsanierung nicht zu beheben sind. Genau wie beim T5 kündigt steigender Ölverbrauch den Öltod an und wie beim T5 ist ab dem Auftauchen von Symptomen nichts mehr zu retten. Je nach Notwendigkeit müssen alle Motorbestandteile ausgetauscht werden – das kann beim T6 bis zu 20.000 Euro kosten.

    Bin ich selber schuld?

    VW verweigert die Kostenübernahme wegen unterschiedlichster Gründe. Allerdings dürften zu erwartende Gutachten auch dem T6-Öltod Methode bescheinigen und einen Konstruktionsfehler als Schadensursache ausmachen – unabhängig davon, wie der T6 benutzt wurde und in welcher Werkstatt er gewartet wurde.

    Wie ist das beste Vorgehen?

    Reparaturen oder Austauschmaßnahmen sollte genauestens dokumentiert und defekte Teile eingelagert werden, falls VW die übliche Kostenbeteiligung in Höhe von 80 % des Gesamtschadens verweigert. Das Auto von einem Fachbetrieb wieder herstellen zu lassen, ist für das Verfahren nicht schädlich. Es können allerdings nur dokumentierte Schäden mit vorliegender Rechnung in ein Verfahren um Kostenübernahme eingebracht werden. Sollte Volkswagen die Reparatur in einer VW-Werkstatt verweigern und sich auch weigern, die Kosten der freien Fachwerkstatt zu übernehmen, sollte schnellstmöglich ein Anwalt eingeschaltet werden.

    Der erste Schritt zur Schadensbegrenzung

    Eine Empfehlung für Ihren speziellen Fall können Sie per Mail an info@ig-dieselskandal.de> erhalten.

    Welchem T6 droht der Öltod?

    Konkret geht es um VW T6-Bullis mit den Kennbuchstaben CXEB. Bei diesen gibt es auffällig oft Probleme durch Überhitzung und mit dem AGR-Ventil. Nahezu alle Bullis waren im Winter 2017 von einem Auslieferungsstopp betroffen. Diesen hatte das KBA angeordnet, da die Autos ohne Updates wohl zu viel NoX ausscheiden. Die Kooperationsanwälte der IG Dieselskandal sehen in den Updates eine große Verantwortung für das aktuelle Dilemma. Unten im Text mehr dazu.

    Rechtsanwalt Gisevius

    Der T6 hat eher ein Abgasskandal-Thema, als ein grundsätzliches Konstruktions- oder Qualitätsthema. Die Updates, die teils noch vor Auslieferung heiß gestrickt aufgespielt wurden, könnten Auslöser für das Auftauchen der aktuellen Schadensbilder sein! Der juristische Streit kann also in mehrere Richtungen geführt werden, jenachdem, was im Einzelfall erfolgversprechender und wirtschaftlicher erscheint!

    Ist der T6 Motor anfällig?

    Der EA288 ist keine Neuentwicklung und entspricht im Grundsatz dem Vorgängertyp EA189, der die”Mutter des Abgasskandals” darstellt. Insbesondere die starken Versionen sind nach Meinung vieler Experten nicht in der Lage, die gewünschte Kraft in der Performance mit der geforderten Langlebigkeit übereinzubringen. Grund dafür ist in erster Linie die Tatsache, dass kein T6 heute mit dem Setting der Entwicklungsgeneration laufen darf. Vom Kraftfahrtbundesamt geforderte Updates haben z.B. die Taktung des AGR-Ventils deutlich erhöht, ebenso wie die Durchschnittstemperatur. Kraftstoffeinspritzung und das komplette Motormanagement bis hin zum Schaltverhalten der Automatikgetriebe wurden verändert. Eigentlich dürfte ein Auto, das für diese Einstellungen nicht gemacht ist, nicht verkauft werden.

    Welche Symptome weisen auf einen Motorschaden beim T6 hin?

    Zwischen kompletter Arbeitsverweigerung, dem Aufleuchten einer Kontrolllampe und einem unguten Gefühl beim Motorstart gibt es viele Hinweise auf einen drohenden Motorschaden.

    Ansteigender Ölverbrauch

    Entgegen vieler Werkstattmeinungen ist ein Ölverbrauch von einem Liter auf 1000 Kilometer für moderne Motoren nicht normal und nicht akzeptabel. Normalerweise benötigt ein T6 zwischen den Inspektionen überhaupt kein Öl. Aber Vorsicht: Benötigt ein älterer T6 überhaupt kein Öl, dann ist das auch kein gutes Zeichen. Im Zweifelsfall sollte ab und an das Öl in der Werkstatt untersucht werden, damit Beimischungen von Kraftstoff und Kühlmittel ausgeschlossen werden können. Beides deutet auf alternative Probleme hin, z.B. Undichtigkeiten im System, insbesondere im Bereich der Zylinderkopfdichtungen.

    Steigende Verbräuche

    Unabhängig, ob beim Diesel, Kühlmittel oder Ad-Blue. Variable Verbräuche sind immer ein Warnsignal.

    Schaltverhalten, Gasannahme und Kaltstartphase

    Viele T6-Besitzer klagen nach den Updates über Probleme mit der Gasannahme insbesondere im kalten Zustand. Solche Dinge weisen auf ein nicht optimales Setting in der Motorabstimmung hin. Automatikgetriebe schalten nach den Updates deutlich früher. Bei niedrigen Drehzahlen und hohen Temperaturen droht die Gefahr der Versottung besonders am AGR-Ventil.

    Zischende Motorgeräusche

    Risse im AGR-Kühler oder in der Zuführung (Saugrohr) machen sich durch zischende Geräusche bei laufendem Motor bemerkbar. Bei falschem Druck im Saugrohr leuchtet auch die entsprechende Motorkontrolleuchte auf.  Die Reparatur erfordert keinen Motortausch, ist aber trotzdem kostspielig.

     

    Informationen zu T6 Updates im Abgasskandal

    Das Update 37L8, KBA Referenznummer 008215

    Das Update 37L8 betrifft eine Korrektur der Abgasrückführung. Betroffen sind alle T5 und ältere T6 mit EA189 Motoren, bzw SCR-Katalysatortechnik (kein AdBlue). Das Update ist verpflichtend für über 10.000 Fahrzeuge.


    Das Update 23Z7, KBA-Referenz-Nummer 007710

    Das Update 23Z7 betrifft T6 mit EA288 Motor bis 2017 und soll sogenannte Konformitätsabweichungen abstellen. Gemeint sind damit Software-Veränderungen in der Abgasrückführung und beim AdBlue-Zusatz. Das Update soll den NoX-Ausstoß normgemäß regulieren. Fahrzeuge wurden zurückgerufen.


     

    Mögliche Risiken und Folgen:
    Durch die Neuprogrammierung der Steuerungseinheiten für Motor und Getriebe ergeben sich folgende Nachteile:

    • erhöhter Verschleiß,Verringerung der Lebensdauer
    • spürbarer Leistungs- und Drehmomentverlust
    • Mehrverbrauch, beim EA288 auch mehr Adblue
    • Schlechtere Performance, z.B. Gasannahme-Verhalten
    • gesteigertes Pannenrisiko
    • extremer Wertverlust bei vorliegenden Symptomen

    Juristische Einschätzung

    Geht man von einem bauartbedingten Mangel aus, dann muss das Bauteil ersetzt und der Schaden behoben werden. In der Rechtsprechung hat sich durchgesetzt, dass der verantwortliche Hersteller 100 % der entsprechenden Rechnungssumme bezahlt, allerdings muss sich der geschädigte Verbraucher einen Abzug für die bereits mit dem alten Motor gefahrenen Kilometer anrechnen lassen,bzw. er muss einen Teil tragen, weil er ja einen komplett neuen bzw. überarbeiteten Motor bekommt.

    Sogenannte Kulanzanträge werden von Volkswagen regelmäßig abgelehnt. Im außergerichtlichen Verfahren war es das dann meist. In einem anwaltlichen Schreiben werden Fristen gesetzt und die juristische Ausgangslage klar dargelegt. In einer überwiegenden Vielzahl der Fälle übernimmt Volkswagen “seinen” Anteil an den Kosten auch ohne aufwändiges Klageverfahren. Kommt es zu einer Klage, dann stehen die Chancen für eine Kostenbeteiligung nicht schlecht.

    Innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Kauf ist der Händler im Rahmen der Gewährleistungspflicht für den Schadensausgleich verantwortlich, anschließend der Hersteller selbst.

    Wir empfehlen für die juristische Auseinandersetzung Rechtsanwalt Gisevius von www.bruellmann.de aus Stuttgart, der uns zum Thema “Bulli” seit 2016 als engagierter und vor allem erfolgreicher Streiter zur Seite steht,

    Etwas Geschichte…

    Ende 2017 gab es einen Auslieferungsstopp für alle T6, darunter auch Autos, die schon beim Händler auf die Abholung warteten. Damit begann die Misere. In einen ausführlichen Artikel haben wir HIER darüber berichtet.

    Sonstige Rückrufe

    Es gibt weitere Rückrufe, die kein gutes Licht auf die Produktionsqualitäten des T6 werfen. Nachfolgende Rückrufe sind verpflichtend und stehen unter Kontrolle des KBA

    • In Deutschland wurden 2021 knapp 70.000 der Baujahre 2017 bis 2019 zurückgerufen, um die Gefahr von sich während der Fahrt öffnenden Türen abzustellen.
    • Rückruf 48R4 betrifft Probleme an der Servolenkung von Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 13. Juli bis 3. November 2020
    • Zwischen der 40. Kalenderwoche 2015 und der 2. Kalenderwoche 2021 produzierte Continental-Reifen müssen ausgetauscht werden. Der interne Code ist  44R9

    Welche T6-Modelle sind betroffen

    Die Bezeichnung T6 bezieht sich auf die sechste Generation des Volkswagen Transporters. Der VW T6 ist ein beliebtes Nutzfahrzeug und wird in verschiedenen Varianten und Ausstattungsstufen angeboten. Hier sind einige der Modelle und Varianten des VW T6:

    • VW Transporter T6.1: Dies ist die überarbeitete Version des T6 und wird manchmal als T6.1 bezeichnet. Es gibt verschiedene Karosserievarianten, darunter Kastenwagen, Kombi, Multivan und California.
    • VW Caravelle T6: Die Caravelle ist eine luxuriösere Version des T6, die oft als Business-Fahrzeug oder für den Familiengebrauch genutzt wird. Sie bietet zusätzliche Komfort- und Ausstattungsmerkmale.
    • VW Multivan T6: Der Multivan ist eine Variante des T6, die für den Personentransport ausgelegt ist. Er bietet mehr Sitzplätze und eine flexible Innenraumgestaltung.
    • VW California T6: Der California ist ein Wohnmobil, das auf dem T6 basiert. Er verfügt über eine integrierte Küche, Schlafmöglichkeiten und andere Annehmlichkeiten für Camping.
    • VW Shuttle T6: Der Shuttle ist eine Version des T6, die darauf ausgerichtet ist, eine größere Anzahl von Passagieren zu transportieren. Er wird häufig als Shuttle-Fahrzeug für Flughäfen oder Hotels eingesetzt.

    T6 Motorvarianten

    2.0 TDI (Dieselmotor): Der 2.0-Liter-TDI-Dieselmotor ist eine gängige Option für den T6. Er bietet eine gute Kraftstoffeffizienz und Drehmomentleistung.
    4MOTION-Allradantrieb: Einige Modelle des T6 können auch mit dem 4MOTION-Allradantrieb ausgestattet werden, was eine verbesserte Traktion und Fahrleistung auf verschiedenen Straßenbedingungen ermöglicht.

    BiTurbo-Modelle: In einigen Konfigurationen könnte es auch BiTurbo-Modelle geben, die zwei Turbolader für eine optimierte Leistung und Effizienz verwenden.

    T6 Motorkennbuchstaben

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    Von Motorschäden sind BiTurbo-Modelle deutlich stärker bedroht, als Motorvarianten mit weniger als 180 PS.

    • CXGB = 62 KW / 84 PS
    • CXHB = 75 KW / 102 PS
    • CXHA = 84 KW / 114 PS
    • CXEC = 110 KW / 150 PS
    • CXEB = 150 KW / 179 PS (Biturbo)
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