Mercedes Abgasskandal Das Treffen im Verkehrsministerium stand für Daimler nicht unter einem guten Stern - Der Mercedes Abgasskandal ist offiziell eröffnet.

Mercedes Abgasskandal – Daimler muss 238.000 Autos zurückrufen – Vito, GLC 220d und C220d

/ 15.06.2018 / / 1.138

Mercedes Abgasskandal: Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) hat jetzt eine scharfe Kante gezogen: Daimler muss allein in Deutschland 238.000 Autos der Schadstoffklasse 6 zurückrufen. Die Stellungnahme des Ministeriums: “Der Bund wird für deutschlandweit 238.000 Daimler-Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen unverzüglich einen amtlichen Rückruf anordnen. Insgesamt sind in Europa 774.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei handelt es sich neben dem Vito insbesondere um die Volumen-Modelle GLC 220d und C 220d. Daimler erklärt darüber hinaus, dass mit maximalem Abarbeitungstempo und in kooperativer Transparenz mit den Behörden die vom Bund beanstandeten Applikationen in der Motorsteuerung beseitigt werden.”

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Daimler-Chef Zetsche war am 11. Juni 2018 ins Verkehrsministerium einbestellt worden, um dem Minister Bericht zu erstatten und Angebote zu machen, die die Problematik “Dieselskandal” für Mercedes praktisch gelöst werden kann. Schon vorher war klar: Für den 1,6 Liter Vito wird es einen Zwangsrückruf geben und für die ebenfalls betroffene C-Klasse und weitere Modelle erwartete Scheuer offenbar konkrete Ansagen. Ergebnis der gestrigen Verhandlungen: Neben dem 1,6 Liter Vito werden auch alle GLC 220d und die C-Klasse 220d in die Werkstatt zurückgerufen. Es geht dabei um Autos, die seit 2015 gebaut wurden. Ermittler des Kraftfahrbundesamtes hatten beim Vito und bei der C-Klasse illegale Abschaltvorrichtungen entdeckt. Bei den GLC-Modell handelt es sich wohl um eine Selbstanzeige Daimlers, um guten Willen zu bezeugen. Udo Schmallenberg von verbraucherschutz.tv: “Warum jetzt ausgerechnet der GLC herausgepickt wurde hat sicher keinen konkreten Grund!”

Daimler meldet als erste Reaktionen auf die Zwangsrückrufe: “Die Funktionen sind Teil eines komplexen Abgasreinigungssystems, das eine robuste Abgasreinigung bei unterschiedlichen Fahrbedingungen und über die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs sicherstellen soll” – Mercedes hatte sich erst kämpferisch gezeigt und angekündigt, sich sogar vor Gericht gegen die Rückrufe zur Wehr setzen zu wollen.

Davon ist derzeit nicht mehr die Rede: Der Autobauer hat erklärt, den angekündigten Rückruf umzusetzen. Ein Widerspruch soll aber eingelegt werden, damit offene Rechtsfragen noch im Widerspruchsverfahren geklärt werden können. Bis dahin steht der Vorwurf erst einmal im Raum: Daimler hat in den genannten Fahrzeugen von Mercedes-Benz unzulässige Abschalteinrichtungen für die Abgasreinigung verwendet. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, da parallel auch die Staatsanwaltschaft gegen Mercedes ermittelt.

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