Mercedes Abgasskandal

Mercedes Abgasskandal – Razzia an Daimler-Standorten

/ 24.05.2017 / / 244

Der Mercedes Abgasskandal ist auf dem Weg mit allem was dazu gehört: hunderte von Ermittlern, rasende Schlagzeilen und rapide sinkende Aktienkurse. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart durchsuchte am 23. Mai 2017 mehrere Standorte von Daimler. Der Stuttgarter Autobauer teilte am Dienstag mit, dass mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren keine weiteren Details veröffentlicht würden, nur: „Das Unternehmen kooperiert vollumfänglich mit der Behörde!“

Bereits seit März laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler vermuten offensichtlich, das „bekannte und unbekannte“ Mitarbeiter der Daimler AG an möglicherweise illegalen Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Diesel Pkw beteiligt gewesen sein könnten.

23 Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Stuttgart und insgesamt 230 Einsatzkräfte der unterschiedlichsten Polizeibehörden nahmen an der Untersuchung Baden-Württemberg und anderen Bundesländern teil und sicherten Datenträger und diverse Unterlagen in insgesamt elf Objekten. Gefahndet wurde außer an Daimler-Standorten in BW auch in Berlin, Niedersachen und Sachsen.

Offensichtlich geht es um höhere Stickoxid-Werte, die schon vor Monaten Anlass für Verkehrsminister Dobrindt waren, deutsche Autohersteller zur Ehrlichkeit zu ermahnen und freiwillige Rückrufaktionen einzuleiten.

Technik-Experten werfen Herstellern wie Daimler schon lange vor, dass die Abgassoftware je nach Außentemperatur unterschiedlich arbeitet. Das ist zwar grundsätzlich in Ordnung, diese Thermofenster bieten aber viel Spielraum für Manipulationen.

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Sollten sich die Verdachtsmomente zu Mercedes Abgasskandal erhärten, dann stehen der Daimler AG schwere Zeiten bevor. Vor allem, wenn die Manipuationen in solchen Umfängen nachgewiesen werden können wie bei VW. Erschwerend käme bei Daimler jetzt noch hinzu, dass die Manipipulation der Abgassoftware auch führenden Mitarbeitern bekannt gewesen sein sollte und sich die Frage stellt, warum man nicht selbst an die Öffentlichkeit getreten ist, statt es zu solch einer Razzia kommen zu lassen. Der Imageschaden ist so verheerend.

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