Schadensersatz Jameda Bewertung

Schadensersatz Jameda Bewertung

/ 02.07.2017 / / 140

Thema Schadensersatz Jameda Bewertung: Viele Ärzte, aber auch Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen sehen sich durch Einträge im Bewertungsportal Jameda in höchst gefährlicher Weise in ihrem guten Ruf geschädigt. Insbesondere dann, wenn kleine Praxiseinheiten außerhalb der großen urbanen Zentren selbst kein eigenes Marketing betreiben, in der Übersichtlichkeit der Region schnell identifiziert werden können und solchen Angriffen auf den Ruf hilflos ausgeliefert sind. Eine einzige schlechte Bewertung sorgt nämlich dafür, dass bei der Googlesuche nach „Psychotherapeut+Ortsname“ sofort der Jameda-Eintrag an erster Stelle im Suchergebnis angezeigt wird. Dadurch entsteht ein großer und unüberschaubarer Imageschaden. Betroffene leiden unter vielfach ungerechtfertigten Vorwürfen. In besonderen Fällen führt die Rufschädigung sogar zur Praxisaufgabe, da insbesondere die betroffenen kleinen Einheiten mit der Massivität der Bewertungsfolgen nicht umgehen können und an körperliche und ökonomische Grenzen stoßen.

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Wie bereits eingangs erwähnt leiden Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen besonders unter solchen bewusst herbeigeführten Angriffen unzufriedener Patienten. Allerdings ist deren Unzufriedenheit oft auch selbst wiederum krankheitsbedingt. Wenn Krankheitseinsichten fehlen oder Krankheiten auf therapeutischem Weg nicht zu heilen sind, dann bricht sich Unzufriedenheit Bahn in einer Form, die Ventile braucht. Ein solches Ventil ist in modernen Zeiten das Absetzen einer schlechten Bewertung.

Jameda selbst fehlt das Knowhow und auch das System, solche krankheitsindizierten Rachebewertungen zu erkennen und deren Veröffentlichung auszuschließen. Was Jameda aber sehr wohl kann, ist die Folgen einer solchen Bewertung abzuschätzen und in solchen Verdachtsfällen ganz besonders sorgfältig mit Bewertungen und den Reaktionen darauf umzugehen.

Das geschieht aber nicht und betroffene Psychotherapeuten und Psychoterapeutinnen müssen einen regelrechten Kampf ausführen, um die Löschung eines Beitrages zu erreichen. Wer glaubt, dass gleichzeitig die Löschung eines Suchmaschinenergebnisses vorgenommen wird, der Überschätzt den Sorgsamkeitsanspruch von Jameda und dessen achtsamen Umgang mit berechtigten Löschungsanträgen. Oft ist das Suchergebnis noch Monate nach Löschung des Eintrags sichtbar und führt Suchergebnislisten an prominenter Stelle an.

Schadensersatz Jameda Bewertung einklagen

Betroffene Psychotherapeutinnen ud Psychotherapeuten sollten ihre Jameda Bewertung löschen lassen, und zwar von Experten, die sich sowohl auf juristischer, als auch technischer Ebene damit auskennen, denn die Verfolgung und Wahrung von Persönlichkeitsrechten muss gut dokumentiert sein, wenn man auch die wirtschaftlichen Folgen einer schlechten Bewertung z.B. durch Schadensersatz abfedern will. Experten raten, es nach einer erfolgreichen Löschung nicht bei der Dankbarkeit über eine selbstverständliche Reaktion zu belassen, sondern den Schuldigen für die Ruf- und Geschäftsschädigung ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen. Im Fall von Rachebewertungen psychisch kranker Menschen gerät Jemeda sehr schnell in die Störerhaftung und muss entstandene Schäden ausgleichen sowie Unterlassung garantieren. Natürlich bleiben auch nach dem außergerichtlichen Streitschlichtung die Kosten einer Klage auf Jameda hängen, wenn gute Rechtsanwälte angemessenen Schadensersatz einklagen oder angemessene Vergleiche aushandeln können.

Betroffene Praxis-Verantwortliche sollten aber auch nicht vergessen, sich bereits im Vorfeld immer zu erwartender Rachebewertungen darauf vorzubereiten und z.B. durch ein permanentes Screening des Netzes Rufschädigungen schnell zu erkennen. Dazu, so Udo Schmallenberg von verbraucherschutz.tv, ist es wichtig, durch eine eigene Homepage die Chance zu nutzen, sich als guter und verlässlicher Dienstleister zu präsentieren.

Bitte erzählen Sie uns Ihre Geschichte zum Thema Jameda und nutzen Sie dafür unsere Kommentarfunktion.

So erreichen Rechtsanwälte die Löschung einer Jameda-Bewertung

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8 Kommentare zu “Schadensersatz Jameda Bewertung”

  1. Pauli sagt:

    Und jetzt muss ich leider noch einen draufsetzen – hat mit Jameda nichts zu tun.
    Seit 7 Jahren empfange ich die angeforderten Patientenquittungen.
    Die gesetzliche Möglichkeit, nach der erfolgten Untersuchung und vor Verlassen der Praxis könne ich eine Patientenquittung mitnehmen: das ist nicht praktikabel.
    Ich will wissen, wo meine Beiträge landen, was abgerechnet wird.
    Da schreibt der eine zu wenig auf! Er macht mehr als er berechnet.
    Ein anderer notiert Dinge, die er gar nicht geleistet hat.
    Da gibt er mir eine Schmerzspritze, die ich nie bekommen habe, phantasiert irgendwas (General-Untersuchung, hingegen sagt er zu mir: Sie haben nichts, Sie sehen völlig gesund aus!!)

    Das schreib ich nicht bei Jameda rein, aber ist das in Ordnung?
    Einen hab ich daraufhin angesprochen und zur Antwort erhalten: ein bisschen muss man halt dazuschreiben, sonst verdient man zu wenig.
    Wie bei der Autoreparatur. Muttern nachgezogen (Rechnungsbetrag) und wenig später verlier ich das Rad.

    Ja, deswegen Vertrauen.

    Doch auch seltsam ist, dass die Kasse nicht mal weiß, bei welchem Zahnarzt ich war; die Abrechnung wird ihr anonymisiert gemeldet. Das kann erst ich als Versicherter zuordnen.

    Also, ist das System in Ordnung oder nicht?
    Kann ich wiederum verstehen, dass ein zart-besaiteter Arzt dann ausrastet, wenns um Budget geht und er zusehen muss, wie Kollegen das Geld scheffeln.

    Wie gesagt, meine Negativ-Feststellungen liegen eine Weile zurück und ich lass mich behandeln von denen, die ich herausgefunden habe und denen ich vertraue.

    Es ist halt wie überall bei den Menschen – nur, ich will auf meinen Gesundheitszustand achten.

    Herzlicher Gruß, Herr Dr. Gorenflos

  2. Pauli sagt:

    Ich ergänze das mit dem Zahnarzt.

    Er hatte dagegen geschrieben – objektiv und neutral, nicht böse, keine Vorwürfe.
    z.B. (aus der Erinnerung) Man möge verstehen, dass am Freitag Nachmittag, da noch etliche Patienten kommen, um ein unbeschwertes Wochenende zu haben, trotz des Notfalls eine halbe Stunde Wartezeit angemessen sei. Im übrigen haben das Praxis-Team und weitere Patienten versucht, das Kind und die Mutter zu beruhigen.

    Und darauf frage ich Sie:
    Was ist hier negativ und wer erkennt hier nicht den Verursacher?
    Gleichwohl ist eine schlechte Benotung ein Eye-Catcher, doch wenn ich sowas lese, weiß ich, was los ist.

    Waren Sie schon mal beim Metzger und haben gehört: Zu dem kannst nicht gehen, der tut so weh, 2 Wochen hab ich den Mund nicht aufmachen können – und die andern:
    Na, da geh ich dann nicht hin.

    So, und wieder grüße ich Sie höflich.

  3. Pauli sagt:

    Klar erkenne ich das Problem.
    Wie ich leider feststellen muss, sind Sie nicht in der Lage, zu lesen und kontextual zu folgern.
    Wo habe ich Jameda als gelungenes Bewertungssystem benannt?
    Lesen Sei mal deutlich.
    Und nun nenne ich Ihnen ein weiteres Bewertungsportal, von dem der Arzt gar nix mitbekommt:
    Mundpropaganda. ‚Zu dem kann man nicht gehen …‘
    Was machen Sie da?
    Sind Sie froh, dass es etwas gibt, worauf man erwidern kann.
    Jeder normale Mensch sieht sich, wenn er sucht, die Beurteilungen an und nicht nur die Benotung. Und da kann der Arzt sehr wohl was dagegen schreiben. Und das kann man lesen.
    Weiteres Beispiel.

    Ich suchte einen guten Handchirurgen.
    Ich war in einer anderen Stadt, 130 km von zu Hause, lese Handchirurgie.
    Zu Hause gehe zu Jameda.
    1,0 1,0 1,3, 1,1, 4,2, 1,1, 1,0 usw.
    Ich schreibe den Patienten an und bekomme Antwort – er beharrte.
    Ich schreibe den Arzt an und bekomme eine Antwort:
    Ja, da hat er sich verschätzt; er wollte das wieder gut machen, doch der Patient kam nicht wieder.
    Und ich: Termin, hingefahren, 20 Minuten Aufklärung, intensives Gespräch mit Abwägung der Risiken und Möglichkeiten.
    OP-Termin – sowas hab ich noch nicht erlebt. 2 Minuten Desinfektion der OP-Stelle, sofort rüber zur Radiologie, weil meine Röntgenbilder unvollständig waren – ja was will ich mehr?
    Ohne Jameda-Recherche hätte ich dieses Ergebnis nicht gehabt. Ein ortsansässiger wollte meinen Finger versteifen, ein anderer amputieren; geht’s noch?

    Aber lobe ich deswegen Jameda? Es ist ein Informations-Werkzeug.

    Sie sind Arzt. Wo, welchen Fachbereich? Vielleicht kann ich auch Sie als künftigen Facharzt gewinnen.

    Ich grüße Sie, denn ich habe Umgangsformen.

  4. Peter Gorenflos sagt:

    Leserbrief zum Beitrag „Die Bewertungen bei jameda sind echt“, zm 18/2017, S. 30

    „Die Zerstörung der Fairness und des Kollegialitätsprinzips“, zm Nr. 20

    Das spezifische Problem einer kombinierten Werbe- und Bewertungsplattform wie jameda ist nicht die üble Nachrede, die wegen der Anonymität zu einem Problem werden kann, denn das gilt für alle einfachen Bewertungsportale, sondern der unlautere Wettbewerb.
    Aus diesem Grund geht die Presse- und Marketing-Managerin, Kathrin Kirchler, mit keinem Wort auf einen von mir geschilderten Sachverhalt ein. Bei Nicht-Kunden von jameda, die sich dem Portal nicht entziehen dürfen, werden Vergleichspraxen in der Regel gleicher Fachrichtung aufgeführt, inklusive Kilometerabstand, die alle von zahlenden jameda-Kunden betrieben werden. Bei diesen wird eine solche Vergleichsliste nicht aufgeführt. Überzeugen Sie sich davon anhand Ihres eigenen jameda-Profils. Selbst wenn die Bewertungen nicht manipuliert würden, wäre allein das ein Fall unlauteren Wettbewerbs und sollte von unseren Kammern juristisch auf das entsprechende Gesetz hin (UWG) überprüft werden.
    jameda ist offensichtlich in erster Linie kein Bewertungsportal, sondern ein Portal, das Patienten von Nichtkunden für jameda-Kunden abwirbt. Natürlich verkauft man keine günstigen Bewertungen. Die Manipulation ist viel subtiler. Die Kriterien zur Veröffentlichung schlechter Bewertungen sind schwammig, denn Begriffe wie „Beleidigung“ oder „Schmähung“ sind interpretierbar, dehnbar. Bei Kunden legt man offensichtlich strengere Kriterien zur Publikation schlechter Bewertungen an, so dass diese gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen oder zum Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen werden. Nur so lässt es sich erklären, weshalb es fast keinen jameda-Kunden mit schlechten Bewertungsdurchschnitten gibt, aber viele Nicht-Kunden.
    Das lässt sich einfach überprüfen. Man gebe bei Google eine beliebige Stadt und den Begriff „jameda“ ein. Die dort aufgelisteten Ärzte und Zahnärzte kann man nach Noten sortieren. Am Ende dieser Liste findet man die Kollegen mit schlechten Bewertungsdurchschnitten. Suchen Sie bei diesen bitte nach jameda-Kunden. Mir ist das nicht gelungen, vielleicht gibt es Ausnahmen, Alibis. Der Rest ist ein rein statistisches Phänomen zu Gunsten jamedas. Je nach öffentlicher Kritik, zieht man die Daumenschrauben fester an oder lässt sie lockerer. Mit Begriffen wie „Datamining“, „Algorithmen“, „Qualitätsprüfung“ lenkt jameda nur von seinem Geschäftsmodell unlauteren Wettbewerbs ab – im Sinne angeblicher Fortschrittlichkeit und Modernität.
    Wer eine unzutreffende Bewertung in seinem Profil kommentieren möchte, den zwingt jameda zur Registrierung. Derjenige, der sich auf diese Weise angemeldet hat, den reklamiert jameda automatisch als registrierten Kunden, und erweckt damit den falschen Eindruck einer umfassenden Akzeptanz des Portals mit 275.000 Ärzten/Zahnärzten. Frau Kirchlers Behauptung, die Bewertungen seien echt, lässt sich schnell widerlegen. Geben Sie einem beliebigen Arzt, den Sie nicht kennen, eine gute jameda-Bewertung und Sie werden vom Gegenteil überzeugt.
    Sicher werden die meisten Ärzte und Zahnärzte nicht Kunde bei dieser Firma, um ihre Kollegen zu übervorteilen, sondern in vielen Fällen vermutlich eher aus Verzweiflung, weil sie andernfalls mit schlechten Bewertungs-Durchschnitten und einer Rufschädigung nicht fertig werden. Bedauerlicherweise läuft diese individuelle, einfache Lösung, durch „Schutzgeld-Zahlungen“ von schlechten Bewertungsdurchschnitten verschont zu werden, auf eine zunehmende Korrumpierung der Ärzte-/Zahnärzteschaft hinaus und ist meines Erachtens standeswidrig.
    Besser wäre ein juristisches Vorgehen gegen jameda zusammen mit Ärzte- und Zahnärztekammern, um versteckten, unlauteren Wettbewerb zu verhindern. Auch das Antikorruptionsgesetz sollte entsprechend ergänzt werden. Bewertungsportale sind gut, Kritik ist gut, führen zu Sensibilisierung und Verbesserung der Praxisqualität, solange die Spielregeln für alle gleich sind. Ein kombiniertes Werbe- und Bewertungs-Portal, ein Zweiklassen-Portal mit zahlender Kundschaft und nicht zahlenden Zwangsteilnehmern wie jameda, zerstört dieses Konzept und verdreht es in sein Gegenteil, zerstört Fairness und Kollegialitätsprinzip.
    Wollen wir das wirklich tolerieren?

    Dr. Peter Gorenflos,


    1. Pauli sagt:

      Ich ‚komme von der anderen Seite‘, bin Arzt-Nutzer.
      Das Problem liegt nicht nur an der Verbreitung und deren Geschwindigkeit, sondern auch an der weitgehenden Unfähigkeit der Gesellschaft, ordentlich mit Kritik umzugehen.
      Ursprünglich bedeutet der griechische Begriff, dass Kritik neutral sei, also eine Stellungnahme.
      Und eben da können manche (oder etliche) nicht ordentlich umgehen.
      Wut, Rache, auch Euphorie sind keine guten Anlässe bei einer Beurteilung (eines Menschen); insoweit stimme ich Ihren Bedenken zu.
      Doch sehe ich auch als Statistiker eine andere Gefahr.
      Ich habe zwei Ärzte ‚abonniert‘, welche mich äußerst schlecht und inkompetent therapiert haben (die nachfolgend behandelnden Ärzte haben das hingekriegt und auf die Fehldiagnosen hingewiesen).
      Da erfährt man durch Anschreiben bei plötzlich kettenartig auftretenden ‚Sehr Gut-Bewertungen‘, dass entweder der Arzt auffordert: Wenn Sie mit mir zufrieden waren, beurteilen Sie mich.
      Nichts dagegen zu sagen. Aber wenn dann Ärzte ihr Praxisteam beauftragen unter verschiedenen Accounts wohlwollende oder absolut überspitzt gute Bewertungen abzugeben, dann fängt das an, kriminell zu werden.
      Das kommt dann heraus, weil wieder ein Ausreißer dabei ist, der 4, 5, 6 vergibt und man diesen befragt.
      Jameda weiß das und tut auch viel dagegen.
      Ich möchte keinesfalls die Plattform missen. Meine Kasse hat auch eine Plattform, doch die wurde früher erst bei 10, jetzt 5 Beurteilungen freigeschaltet – und da ich weder in Berlin, Hamburg, München wohne habe ich keine Chance die Beurteilung eines ortsnahen Arztes … zu finden.
      Also Jameda – und zwischen den Zeilen lesen.
      Beim vorigen Beispiel fragte ich nach, was eine CD-Besprechung sei – und plötzlich kamen Fachbegriffe, die ein orthographisch ungebildete gar nicht wiedergeben kann.
      Oder: Ich habe Arthrose und die Akupunktur hat mir geholfen. (Ich habe auch Arthrose, doch ich fragte, ob der Beurteiler nicht etwa Arthritis meint ….).
      Auf der schwierigen Suche nach einem guten Zahnarzt, stieß ich bei lauter Einsen auf eine 6. Da jeder mal einen schlechten Tag haben kann, schaute ich mir die Beurteilung genauer an.
      Die junge Mutter kommt Freitag nachmittags mit einem schreienden Kind in die Praxis und wird nach 30 Minuten dran genommen. Inzwischen zerwühlt das Kind die Einrichtung, die Mutter geht zum Rauchen raus und beschwert sich, dass sie das Kind auf dem Untersuchungsstuhl etwas beruhigen soll. Alles 6. Arzt, Praxis usw.
      Ich hab die Frau befragt, ob sie vielleicht das Problem sei – und sie schreibt mir, heute sehe sie das anders und sie löscht ihre Beurteilung.
      Der Zahnarzt ist heute mein Zahnarzt, weil er gut ist.
      Na, geht doch!

      Nun denn – hacken wir nicht auf Jameda herum, es gibt noch weitere Foren und da hat ein ‚Beklagter‘ nicht die Möglichkeit, eine Gegendarstellung zu fordern.

      1. Arzt sagt:

        Hallo,

        Die Mutter aus Ihrem Beispiel hat demnach unbegründet eine 6 vergeben und dem zu Unrecht schlecht gemachten ZA sicherlich ein paar Kunden gekostet. DAS nehmen Sie als Beispiel für gelungenes Bewertungssystem? Am besten der Arzt bedankt sich noch bei ihr für’s effektive und gelungene Patientenverscheuchen.

        Mein lieber Pauli, Sie erkennen doch das Problem, oder?

    2. Pauli sagt:

      Herr Dr. Gorenflos,
      ich habe Ihren Start-Beitrag nun auch durchgelesen.

      Nur auf eines will ich hinweisen:
      Selbstverständlich sind nicht alle Bewertungen echt.
      Das habe ich auch Jameda geschrieben. Die Antwort: Sie könne dagegen nichts machen, weil sie nicht die Accounts recherchieren, noch die Bewertungen zensieren – sie geben diese weiter, wenn nicht gravierende Beschuldigungen / Unflätigkeiten enthalten sind.
      Und warum habe ich geschrieben und worauf wurde geantwortet?
      1,0, 1,0, Spitze, einmalig, der beste Arzt,den es je gab, ein Wunderheiler ….

      Alles bei einem Arzt, der mich falsch behandelte, Oma-Rezepte weitergab, Apparatemedizin in seiner Praxis wie am Fließband abwickelt, man stundenlang wartet – ein Mensch, der völlig überfordert ist und das an seinen Patienten und dem Team auslässt.
      Einen halben Tag warten! In der Praxis. Früh Morgens Termin und Mittag noch warten. Gleich. Jetzt gleich. Noch ein bisschen. Jetzt aber. 60 Patienten im Wartezimmer, Arzt rast im 2 Minuten Takt herum, gibt Anweisungen, die teilweise völlig falsch sind (Allergie – Spritze wird aufgezogen – ach ja, sie haben ja… Aber das bemerkt nicht er, sondern das muss ich ihm sagen. Lesen Sie mal das mit Highlighter Markierte auf dem Patientenblatt.)
      Und dann folgende Kommentare, die ich anfangs erwähnt habe.
      Klar, ein Arzt ist Arbeitgeber, Unternehmer, aber für mich ist er primär Mediziner.
      Ich geh auch nicht zum Schlosser, wenn ich tapezieren will.

      Zum Glück habe ich – mit weitgehender Zuhilfenahme von Jameda – jetzt einen Stamm von Haus- und Fachärzten, die mit mir ein Team sind. Und das als gesetzlich Versicherter.
      Klar, wenn was Größeres anliegt, komme ich am Quartalsanfang – Sie wissen was ich meine.
      Aber ich wiederhole meinen Einwand, das Beispiel des Portals meiner Kasse: Hier finde ich gar nix, denn da wird – erst jetzt – nach der 5ten Beurteilung der Arzt zum Lesen freigegeben. Ohne Text – das ist vielleicht ein Knackpunkt, darüber kann man lange diskutieren. Aber was interessiert mich, wie viele Zeitschriften aufliegen, in die schon Hunderte vor mir reingehustet haben. (Ich nehm mir ein Rätselheft mit …).
      Oder wenn einer nicht versteht, was Barrierefreiheit ist. Oder wenn einem der Parkplatz weggeschnappt wird und er deshalb eine 6 vergibt.
      Oder ein Autofahrer, der nicht sieht, dass die Praxis an einer Straßenbahnhaltestelle liegt.
      Das alles sind Nebensachen, die ich erfragen kann. Telefonische Erreichbarkeit – na, ich rufe an – dann merk ich gleich, wie das Team tickt.
      Ich brauch Vertrauen, Fachkenntnis, Behandlungserfolg.
      Und hier kann man kaum Flunkern. Lieber ne 2 als ne 1.
      Und die Kassenärztlichen Vereinigungen – da sag ich lieber nix, denn selbst manche Ärzte sehen das als Zwangsverwaltung.

      Die Patienten bleiben nicht scharenweise weg, wenn da was negatives drin steht in Jameda.
      Und schon gar kein Existenzrisiko deswegen.
      Dann erzählen Sie die Wahrheit über das Gesundheitssystem, wer die Gelder einzieht, verteilt, zuordnet. Oder sind Sie zum Schweigen verpflichtet?
      Warum müssen sich manche Ärzte quartalsweise rechtfertigen, wenn ihr Budget über dem Durchschnitt liegt?
      Das macht einige Ärzte ‚fertig‘, obwohl sie Mediziner sein und helfen wollen.

      Ein Beispiel aus meiner Reihe:
      Ich ging mit meiner Frau zum Arzt, weil sie nicht so gut die deutsche Sprache beherrscht. In 2 Minuten hat er, nach Darstellung und Untersuchung, treffsicher diagnostiziert, zur OP überwiesen. Alles gut heute.
      Also ging ich alleine hin nach Arztwechsel. Arzt ist ja gut. Da bat ich um Ergotherapie. Nein, brüllt er. Krankengymnastik. Sein Budget ist überzogen, das muss er dann selbst bezahlen.
      4 Minuten Anamnese, Diagnose, Diskussion – 7 Minuten Wutausbruch, dass er am Rande der Existenz lebe und dass der Gesundheitsminister abgesetzt gehört …
      Die Damen außen starrten auf die Tastatur, sagten kleinlaut Ade.
      Ja – was macht man da? Am besten gar nicht beurteilen ….
      Oder? Machen Sie Vorschlag.
      Aber nicht mit Gericht kommen.
      Gesunder Menschenverstand (common sense) – das brauchen wir in unserer Gesellschaft.

      Ich grüße Sie herzlich.

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