Abwrackprämie für Diesel

Abwrackprämie für Diesel

/ 19.10.2018 / / 114

Das ist schon der Kracher: VW bietet eine Abwrackprämie für Diesel an. Kunden, die einen Neu-, Jahres oder Gebrauchtwagen der Schadstoffklasse 6 kaufen und im Gegenzug ihren alten “Stinker” verschrotten lassen, können erheblich profitieren. Je nach Differenzwert soll es für Käufer teurer Modelle einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro geben. Aber: Wie immer hat die Medaille zwei Seiten, denn so ganz uneigennützig und nur dem Umweltschutz und der Kundenzufriedenheit verpflichtend sind die aktuellen Abwrackprämien für Diesel nicht.

Hilfe im Abgasskandal

Jetzt Kontakt zur IG Dieselskandal aufnehmen

Die IG Dieselskandal recherchiert im Abgasskandal und trägt die Erfahrungen von über 2000 Mitgliedern zusammen.

info@ig-dieselskandal.de
0800 000 1961

Bemerkenswert dabei: Das Angebot gilt “in der Fläche” – also deutschlandweit. Bislang war von Umtauschprämien nur in den 14 am schlimmsten von Abgasbelastungen betroffenen Städten die Rede gewesen. Das neue Angebot gilt für jeden, der sich für den Kauf eines Wagens interessiert. Einzige Voraussetzung: Das Geschäft muss von einem VW-Händler vermittelt werden, der Wagen muss nachweislich verschrottet werden und es trifft nur Diesel bis zur Schadstoffklasse 4 – also letzten Endes Autos, die bei VW vor 2008 gebaut wurden.

Das VW-Angebot ist für die betroffenen Opfer des Dieselskandaks eine gute Möglichkeit, Schaden ersetzt zu bekommen, wenn aufgrund des Fahrzeugalters ansonsten aller Möglichkeiten zur juristischen Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen ausfallen. Neben VW wollen auch Skoda, Seat und vor allem AUDI sich an der Aktion beteiligen.

PKW der Schadstoffklasse 4 können nicht per gewonnener Klage den Weg zurück zum Hersteller nehmen und die Verschrottungsprämie dürfte den Werverlust auf jeden Fall aufheben.

Insbesondere von Seiten des Umweltschutzes war der nachvollziehbare Einwand gekommen, dass Wechselprämien oder Umtauschprämien allein das Problem nicht lösen werden, denn die Autos bleiben ja nach dem Tausch gegen ein höherwertiges Modell auf dem Markt und sorgen irgendwo anders für dicke Luft. Mit einer Abwrackprämie ist nun aber sichergestellt, dass alte Diesel auch wirklich ausrangiert werden.

Abwrackprämien für Diesel lohnen sich hauptsächlich für VW selbst

Neu ist das Thema allerdings nicht, schon zum Ende des vergangenen Jahres gab es bei VW Abrwackprämien. Das komplette Modell “Abwrackprämien für Diesel” will Volkswagen in den kommenden Tagen vorstellen. Schon jetzt ist klar, dass es noch weitere Paket-Varianten gibt, die auch Modelle der Schadstoffklasse 5 treffen sollen. Die Logik dahinter ist klar: Wer seinen EA189-Motor jetzt abgibt erspart VW eine teure Klage.

Die Anwälte der IG Dieselskandal empfehlen daher Besitzern von Euro-5-Dieseln auf jeden Fall die Machbarkeit einer Fahrzeugrücknahme gegen Erstattung des Kaufpreises anwaltlich prüfen zu lassen. Auf diesem Wege ist deutlich viel mehr drin als durch die Inanspruchnahme von Prämien.

Natürlich schließt eine Inanspruchnahme von Prämien und der Tausch von EA189-Dieseln auch die Teilnahme an der Sammelklage aus. Unter’m Strich macht VW dadurch ein sehr gutes Geschäft, denn eine verlorene Klage dürfte deutlichst teurer ausfallen als die Paar Euro Prämie.

Share on FacebookShare on Google+
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

2 Kommentare zu “Abwrackprämie für Diesel”

  1. Jonas sagt:

    Hallo

    Wir haben im April 2018 einen Neuwagen bestellt. Auslieferung ist für November geplant.
    Ist die Inanspruchnahme der Abwrackprämie für unseren Golf Euro 4 damit hinfällig oder noch einforderbar?

    Danke

    1. Redaktion sagt:

      Die Regeln stehen noch nicht fest aber ich denke, dass das nicht rückwirkend geht.

      Lg usch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Markus: Wichtig ist doch, dass wieder einmal etwas verboten wurde. Und die Müllverbrenner...
  • Manfred: Da fällt lite nur der Lungenfacharzt Prof. Dr. Dieter Köhler ein, seine Ansicht zum...
  • Christoph: Dass es im “DSGVO-Wahn” schon so weit kommt, Namen an den Haustüren zu...
  • Laura Heimisch: Sie haben Recht, ein sehr gutes sprachliches Niveau ist in Italien nötig, wenn...
  • Hengge: Ja jetzt unterstütz das kba mittlerweile schon die fahrzeughersteller die uns alle über...