Prorendita-Fonds: Commerzbank muss Schadensersatz leisten

/ 24.05.2017 / / 82

Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (HRP) hat ein anlegerfreundliches Urteil vor dem Frankfurter Landgericht erstritten: „Das Landgericht Frankfurt am Main hat die Commerzbank AG bei einem weiteren Prorendita-Fonds zu Schadensersatz in Höhe von 29.607,80 Euro zuzüglich Verzugszinsen verurteilt. Die Bank hatte einem Ehepaar 2007 empfohlen, jeweils eine Beteiligung über 15.000 Euro plus fünf Prozent Agio an dem Lebensversicherungsfonds Prorendita Vier GmbH & Co. KG abzuschließen. Die Anleger, die von Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft (hrp) vertreten wurden, machten Schadensersatzansprüche gegenüber der Commerzbank AG geltend, da der Verlust eines Großteils ihrer Kapitalanlagen droht. Das Gericht hat in seinem Urteil vom 21. März 2014 festgestellt, dass die Beratung fehlerhaft war, da die Beteiligungen für sicherheitsorientierte Anleger zu Altersvorsorgezwecken empfohlen worden sind. Die Risiken seien in unzulässiger Weise verharmlost worden, da die Fondsanlage im Extremfall ein Totalverlustrisiko aufweise. Die Commerzbank AG hätte daher vom Erwerb abraten müssen.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

„Maßgeblich für die Verurteilung der Commerzbank AG war die Aussage des damaligen Anlageberaters, der vom Gericht als Zeuge vernommen worden ist“, erläutert Rechtsanwalt Theo Wiewel von hrp. „Auch wenn Anleger für den Inhalt des Beratungsgesprächs keinen externen Zeugen benennen können, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Falschberatung vor Gericht zu beweisen, indem der Anlageberater als Zeuge benannt wird“, erklärt der Bremer Anwalt weiter.

Die Ideenkapital Financial Engineering AG hat insgesamt sechs Prorendita-Fonds konzipiert, denen das gleiche Konzept zugrunde liegt. Dabei handelt es sich um geschlossene Fonds, die in britische Kapitallebensversicherungen investieren. Das Fondskonzept sieht vor, dass die Policen wieder veräußert werden, um durch den Verkaufserlös eine Rendite zu erwirtschaften. Nach Auffassung von hrp sind die Angaben in den jeweiligen Verkaufsprospekten fehlerhaft. Aus diesem Grund können sämtliche Anleger unabhängig von der individuellen Beratungssituation Schadensersatz verlangen.

Mehr Themen auf www.hahn-rechtsanwaelte.de

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz Schlagwörter: / /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wir würden uns über Ihr Like sehr freuen!

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Marcel: Uns hat es nach 5 Jahren PayPal-Nutzung getroffen. Am 3. März hat uns PayPal geschrieben:...
  • Rolf Zuppinger: Hallo ist mir auch so passiert, nur habe ich bezahlt in der Hoffnung meine...
  • Armin: Wir haben noch einiges an Schrott Zuhause im Garten herumliegen und wollten diesen...
  • Udo Schmallenberg: Das verjährt leider Ende des Monats. Ist beim 3er ohnehin nicht so einfach. LG...
  • Erika Petersen: Guten Abend, könnten Sie mir sagen, ob es Sinn macht für meinen BMW, 3er Cabrio,...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961