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jungwillalt.com – Wirklich?

/ 18.05.2022 / / 22
jungwillalt.com ist ein Datingportal der Paidwings AG (Schweiz). Rechtsanwälte vermuten, dass sich dahinter eine ABo-Falle verbirgt. Nach einem ungekündigten Probe-Abo werden 90 Euro/Monat vom Konto des Opfers abgebucht.

Das angebliche Dating-Portal “jungwillalt.com” hat sich eine ganz besondere Zielgruppe ausgesucht: Männer, die wirklich glauben, dass junge Mädchen alte Kerle lieben. OK, es gibt so Fälle, erinnern wir uns an Jopi Heesters – Jung liebt alt – aber grundsätzlich: “Nein, eher nicht!” Das Portal “jungwillalt.com” stellt das aber ganz anders dar und reiht die Fotos blutjunger Beauties wie an Perlenketten aneinander: “Alle handverlesen”, so der Qualitätsanspruch des Anbieters Paidwings AG.

Dr. Christian Hoffmann

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Dr. Christian Hoffmann ist Verbraucheranwalt mit eigener Kanzlei in Kiel. Sein Fokus liegt auf der Abwehr von Forderungen aus Abo-Fallen - hier insbesondere Rechnungen und Mahnungen von Dating- und Flirtportalen wie z.B. SexyDate, C-Date oder VerboteneFrauen.


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Hört man sich im Internet etwas um wird schnell klar, dass nichts ist, was nicht sein darf. Offensichtlich geht es bei jungwillalt.com lediglich darum, ein paar einsame oder notgeile Senioren zum Vertragsschluss zu überreden. Viele schon etwas langsamer schlagende Herzen geben irgendwann mal in den Verhandlungen rund um den Eintritt ihre Kontonummer an und die Anwälte der Paidwings AG sorgen dann dafür, dass aus all dem angeblich akzeptierten Kleingedruckten sowas wie eine Premium-Mitgliedschaft zusammengeschustert wird. Danach wird abgebucht, was das Zeug hält. Viele wehren sich, vielen ist es aber auch peinlich, sich als Lustgreis zu outen, der zudem noch abgezockt wurde…

Wir lesen in den einschlägigen Test-Portalen: “Die Paidwings AG betreibt mehrere Hunderte Seiten und lockt regemäßig zahlreiche Kunden in eine Abo-Falle. Die Premium-Mitgliedschaft ist teuer und lohnt sich in keinem Fall, da die Profile auf den Seiten laut Erfahrungsberichten im Netz allesamt ein Fake sind. Die Fake Profile werden von Moderatoren betrieben, eine echte Person soll es auf den Abzocke Seiten allgemein nicht geben.

So sieht das aus! Wir haben mit Rechtsanwalt Dr. Christian Hoffmann aus Kiel über das Thema jungwillalt.com geredet, und der ist nach hunderten von Gesprächen mit betoffenen Opfern sicher: “Hier geht es nur ums Geld, es gibt hier keine jungen Mädchen, die auf Seitensprünge mit alten Männern aus sind!”

Fazit: jungwillalt.com lockt mit falschen Angeboten und produziert die Chat-Verläufe wahrscheinlich selbst. Allein die Bewertungen in der Google-Suche sind niederschmetternd.

Warum ist jungwillalt.com eine Abofalle?

Ganz einfach, weil der Einstieg auf der Startseite ganz deutlich kostenlos ist und sich im Laufe der mehrstufigen Formulare und sonstiger Kommunikation durch geschickt klein Gedrucktes die Schlinge immer mehr zuzieht, bis ein halbwegs stimmiger Vertragsschuß steht. Das Opfer bekommt davon aber nichts mit und geht immer noch davon aus, dass man kostenlos im Flirtparadies jungwillalt.com unterwegs ist. Dabei hängt man schon lange im Netz der Paidwings AG und deren Anwälten Auer Witte Thiel. Man sieht: Der sexuelle Jungbrunnen ist bestens organisiert!

Was kann die Basismitgliedschaft bei jungwillalt.com?

Nach der Anmeldung wird die Basis-Mitgliedschaft bestätigt. Mehr passiert erstmal nicht. Nach und nach bekommt das neue Mitglied Nachrichten, die von den heißen Erfolgen einer Premium-Mitgliedschaft schwärmen. Hier handelt es sich wohl um moderierte Chats, die das Vorhandensein von echten Profilen vorgaukeln.

Einmal “heiß” gemacht, weiss sich der liebestrunkene Rentner nicht anders zu helfen, als erstmal ein Probeabo für einen Euro zu buchen – so kommt das Portal an die Bankdaten. Verpassen die sicher noch immer unbefriedigten Senioren vor lauter Aufregung und/oder Senilität diese Frist, wandelt sich das Probe-Abo automatisch in ein Premium-Abo und man sitzt – ohne Aussicht auf Lust und Laster – in einer teuren Abofalle. Aus ist’s mit der Phantasie vom Sugar-Daddy – stattdessen gibt’s innige Brieffreundschaften mit den Anwälten von Auer Witte Thiel.

Und was kosten jungwillalt.com?

Mit 90 Euro Monatsgebühr liegt das Portal selbst für Abzockerverhältnisse im oberen Preissegment: 1080 Euro im Jahr. Wer nach einem Jahr zu kündigen vergisst, zahlt die gleiche Summe nochmals.

… und wie kann man sich wehren?

Rechtsanwalt Dr. Hoffmann steht als erfahrener Partner zur Problembewältigung zur Verfügung. Er bietet neben einem Musterbrief/Kündigungsschreiben auch eine Antwort auf ein Inkassoschreiben sowie eine persönliche Lösung Ihres Paidwings-Profils zum Festpreis an.
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Sex im Alter

Sexualität im Alter- Ein wirklich interessantes Thema, vor allem, wenn man die Klick- und Surf-Gewohnheiten von älteren Menschen im Internet analysiert. Grundsätzlich ist diese Altersgruppe zwar vorsichtiger im Netz unterwegs als “Junge Wilde” – allerdings fehlt oft ein Knowhow für Problemlösungen und ein angeborenes Gefühl für Gefahren. Daher sind Senioren im Internet doppelt gefährdert. Daher hatten wir es besonders verwerflich, wenn Abofallen wie die Angebote der Paidwings AG gerade auf diese Defizite abzielen und hier in einer Zielgruppe fischen, der der Scham oft über den Geiz geht. Willsagen: Damit das niemand herausbekommt, wird gezahlt – das ist das eigentliche Hauptargument für die Funktionalität von Abofallen-Techniken. Wie Sex im Alter wirklich geht, versprechen seriösere Informationsquellen

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