Corona Homeoffice – ein fast rechtsfreier Raum

/ 05.07.2020 / / 20

Arbeitnehmer haben noch kein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice. Das Bundesarbeitsministers plant zwar an entsprechenden Lösungen – bis dahin bleiben viele Notwendigkeiten allerdings eher unkonkret.

Eva Birkmann

Jetzt Kontakt zu Eva Birkmann aufnehmen

Eva Birkmann ist Anwältin bei Brüllmann Rechtsanwälte in Stuttgart und hier deutschlandweit engagiert in Fragen des Rechts rund um die Corona-Krise. Sie ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht.


Brüllmann Rechtsanwälte und Corona
e.birkmann@bruellmann.de
0711 / 520 888 - 28

Im Homeoffice verbergen sich datenschutzrechtliche Risiken, weil je mehr Arbeitnehmer von zuhause aus arbeiten, desto leichter können sich Hacker Zugang zu Daten, insbesondere Personen- und Unternehmensdaten (Industriespionage), verschaffen. Wohl die wenigsten  Homeoffice-Lösungen werden einer ausreichenden Informationssicherheit geerecht. Hacker finden Schwachstellen in den Homeoffice-Zugängen und haben leichtes Spiel, um weitere relevante Daten auszuspionieren oder Geheimnisverrat zu fördern.

Unsichere Passwörter und veraltete Software erleichtern rechtswidrige Zugriffe auf den Computer des Arbeitnehmers. Dasselbe gilt, wenn sensible Unternehmens- und Kommunikationsdaten in unsicheren Clouds gespeichert werden.

Arbeitnehmer sollten daher nur mit den Geräten, die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, von zu Hause aus arbeiten. Dieser muss natürlich dafür sorgen, dass die entsprechenden Geräte dem Stand der Technik und des Datenschutzes entsprechen.

Arbeitgeber sind angehalten, dringend Vorkehrungen treffen und Anleitungen zu liefern, damit die Mitarbeiter selbst eigenverantwortlich mit den neuen Möglichkeiten umgehen können.

Vertragliche Vereinbarungen werden notwendig, die die Mitarbeiter verpflichten, sämtliche ihnen überlassenen Arbeitsmittel ausschließlich zu dienstlichen Zwecken zu benutzen. Dazu müssen sie sicherstellen, dass Dritte keinen Zugriff auf die vom Unternehmen überlassenen Arbeitsmittel und Dokumente erhalten. Es muss z.B. verhindert werden, dass schützenswerte Daten überhaupt ausgedruckt oder an fremden Speicherplätzen abgespeichert werden können.

Auch Arbeitsschutz im Homeoffice ist ein wichtiges Thema, das der Arbeitgeber  niicht einfach auf den Besitzer oder Mieter eines Home-Office-Standortes abwälzen kann. Wenn ein Arbeitnehmer sich zuhause während der Arbeit verletzt oder erkrankt, sollte geklärt werden, ob im Einzelfall ein Arbeitsunfall vorliegt. Damit es nicht zu Regressforderungen durch den Unfallversicherer kommt, muss der gesamte Unfallhergang zeitnah und in gebotener ausführlichkeit dokumentiert werden.

Rechtsanwältin Eva Birkmann vom Portal www.corona-rechtlich.de steht für weitere arbeits- und datenschutzrechtliche Themen rund um Corona und Homeoffice als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Corona Schlagwörter: /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Udo Schmallenberg: Brieffreundschaften mit AUDI funmktionieren leider nicht. Da nutzen nur Klagen...
  • Michael: Moin Bernd Q7 aus 04-2017 . Mein Anwalt tut sich momentan schwer . Seine Meinung ist,...
  • Lissi: Habe bei Google einfach besagte Nummer eingegeben (35314369001) und siehe da … Wenn...
  • Birgitt: Also auch mir ist es nun passiert. Ich habe für drei Jahre diesen unkündbaren Vertrag...
  • Udo Schmallenberg: Klagen auf Unterlassung, strafbewehrt mit 100.000 Euro – wenn...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961