Corona Strafzettel Strafmandat Widerspruch

/ 30.04.2020 / / 398

Wie lege ich einen Widerspruch gegen einen Strafzettel oder ein Strafmandat (Bußgeld) ein, den ich wegen angeblicher Missachtung von Corona-Auflagen erhalten habe?

Eva Birkmann

Jetzt Kontakt zu Eva Birkmann aufnehmen

Eva Birkmann ist Anwältin bei Brüllmann Rechtsanwälte in Stuttgart und hier deutschlandweit engagiert in Fragen des Rechts rund um die Corona-Krise. Sie ist Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht.


Brüllmann Rechtsanwälte und Corona
e.birkmann@bruellmann.de
0711 / 520 888 - 28

Bußgelder und Strafen drohen bei Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung der einzelnen Bundesländer oder das Infektionsschutzgesetz. Nach den derzeit intensiven Kontrollen durch Polizei und die Ordnungsämter kommt es zu zahlreichen Bußgeldern, gegen die man sich mit einem Einspruch zur Wehr setzen kann. Am Ende wird entweder auf die Forderung verzichtet, oder es wird ein Strafverfahren eingleitet, wenn sich Behörde und Bestrafter nicht einigen können.

Derzeit werden Betreiber von Kneipen oder Freizeiteinrichtungen, die sich nicht an die Auflagen handeln, mit Bußgeldern zwischen 1000 und 5000 Euro belegt. Im Wiederholungsfall werden bis zu 25.000 Euro fällig. Untersagt sind Zusammenkünfte jeglicher Art – selbst Vereinssitzungen, Kindergeburtstage oder Walking-Gruppen sind nicht erlaubt.

Rechtsanwältin Eva Birkmann betreut bei bruellmann.de das Thema Corona und Recht. Im Portal www.corona-rechtlich.de empfiehlt sie Einspruch gegen Bußgeldbescheide einzulegen, die nicht eindeutig sind: “Gerade beim Bewegen im öffentlichen Raum und bei der Bestrafung von Verstößen gegen Kontaktverbote sind die Regeln dermaßen uneinheitlich, oft schwierig nachvollziehbar und schlecht erklärt, dass ein großer Teil der Strafmandate ins Leere laufen dürfte, sobald Widersprüche eingelegt werden.

Übrigens: Auch einfachste Verstöße gegen das Kontaktverbot können durchaus schmerzhafte Folgen haben: 200 € bis 250 € pro Person droht bei Erstverstößen, wenn z.B. das Abstandsgebot nicht eingehalten wird, in der U-Bahn keine Maske getragen wird oder sich Gruppen von mehr als 2 Personen bilden.

Wer offensichtlich absichtlich und auch mehrfach gegen Auflagen verstösst muss auch damit rechnen, dass sein Verhalten als Straftat bewertet und strafrechtlich verfolgt wird. Und dann kann es wirklich unangenehm werden: Eine Straftat nach dem Infektionsschutzgesetz kann sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer hohen Geldstrafe geahndet werden. Kommt es durch den Verstoß gar zu zu einer Ausbreitung von COVID-19, drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Corona Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Udo Schmallenberg: Brieffreundschaften mit AUDI funmktionieren leider nicht. Da nutzen nur Klagen...
  • Michael: Moin Bernd Q7 aus 04-2017 . Mein Anwalt tut sich momentan schwer . Seine Meinung ist,...
  • Lissi: Habe bei Google einfach besagte Nummer eingegeben (35314369001) und siehe da … Wenn...
  • Birgitt: Also auch mir ist es nun passiert. Ich habe für drei Jahre diesen unkündbaren Vertrag...
  • Udo Schmallenberg: Klagen auf Unterlassung, strafbewehrt mit 100.000 Euro – wenn...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961