Guter Rat von Verbraucherschutz bis Abgasskandal

OLG Celle zum Widerrufsjoker

/ 24.05.2017 / / 771

Mit Hinweisbeschluss vom 18.01.2016 weist das OLG Celle die Kreissparkasse Verden auf die Fehlerhaftigkeit des Widerrufsbelehrungsmusters des Sparkassenverlages (Fassung Juli 2008) hin.
Bundesweit haben Sparkassen über einen längeren Zeitraum dieses Belehrungsmuster vom Deutschen Sparkassenverlag übernommen. Die strengen Deutlichkeitsanforderungen des BGH berücksichtigte der Sparkassenverlag jedoch nicht und versah den vom Gesetzgeber vorgegeben Musterwiderrufstext zum einen mit eigenen Fußnotenzusätzen und zum anderen mit verwirrenden Leerstellen (also Textauslassungen).

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Baxter Sachwert GmbH & Co. KG – Noch große Pläne vor der Insolvenz

/ 28.01.2016 / / 521

Die Baxter Sachwert GmbH & Co. KG ist insolvent – keine große Geschichte und für Unbetroffene mit knapp 10 Millionen Euro Schaden auch kaum von Bedeutung. Aber was es interessant macht. Seitens der Gesellschaft war für 2016 das Einwerben weiteren Anlegerkapitals geplant. Gemeinsam mit einem 200-köpfigen Vertriebsteam sollten 70 Millionen Anleger-Euros eingesammelt werden, um damit wiederm Kredite für Immobilienprojekte zu vergeben (Quelle: www.rechtsanwaltskanzlei-pforr.de). weiterlesen

Seriöse Wege zum Kredit ohne Schufa

/ 28.01.2016 / / 707

Es geht schneller als man denkt: Ein Autounfall sorgt für hohe Reparaturrechnungen, der Stromanbieter verlangt exorbitant hohe Nachzahlungen oder eine Kündigung sorgt für einen länger anhaltenden finanziellen Engpass. Die Folge ist, dass das Geld knapp wird. Verbraucher reagieren dann manchmal unüberlegt und bedienen zum Beispiel ihre Kredite nicht mehr, stellen die Ratenzahlungen für die neu gekaufte Küche ein oder geraten anderweitig in Zahlungsverzug. Ein solches Verhalten führt zu Einträgen in der Schufa. weiterlesen

Der Widerrufsjoker ist tot – Widerrufe von Immobiliendarlehen nur noch bis 21. Juni 2016 möglich

/ 28.01.2016 / / 254

Nun ist es perfekt: Der Widerrufsjoker wird am 21. Juni 2016 zu Grabe getragen, Wir zitieren die Pressmitteilung vom 27. Januar 2016:

“Das Bundeskabinett hat heute eine Regelung zur Beendigung des sogenannten „ewigen Widerrufsrechts“ von zwischen 2002 und 2010 abgeschlossenen Immobilienkrediten beschlossen. Die Bundesregierung reagiert damit darauf, dass das Entstehen unbefristeter „ewiger“ Widerrufsrechte gerade bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen zu erheblicher Rechtsunsicherheit führt. Es ist eine wichtige politische Herausforderung, diese Rechtsunsicherheiten zu beseitigen.” weiterlesen

Geplante Obsoleszenz – was ist dran am Mythos?

/ 28.01.2016 / / 2.376

Vor allem Elektro- und Elektronikherstellern wird immer wieder geplante Obsoleszenz nachgesagt. Diese kann allerdings auch dadurch erzielt werden, dass sich Geräte schlichtweg nicht reparieren lassen. Sei es durch die Bauweise oder Mangel an Ersatzteilen.

Geplante Obsoleszenz bezeichnet ein Phänomen, bei dem Herstellern nachgesagt wird, ihre Produkte absichtlich so zu konstruieren, dass sie nach Ablauf einer Frist kaputt gehen oder sich kaum reparieren lassen. Doch was davon ist Mythos und was Wahrheit?

Fast jeder hat es bereits selbst oder zumindest im Bekanntenkreis erlebt: Ein Fernseher gibt den Geist auf, nur wenige Tage, nachdem er dank seines Alters aus der Garantiephase des Herstellers heraus war. Staubsauger werden zum Fall für den Elektroschrott, weil ein kleines Bauteil der Steuerplatine versagte und sich kein Ersatz finden lässt. Geplante Obsoleszenz kursiert seit langer Zeit in Verbraucherschutzkreisen. Hersteller sollen demnach gezielt Schwachstellen in ihre Produkte einbauen. Das Ziel: Die Lebensdauer verkürzen, Reparaturen erschweren und somit für einen steten Strom an Bedarf für neue Produkte sorgen. Realität sagen die einen, Unsinn die anderen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.
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