Interessant für web.de-Nutzer: 1&1 Mail & Media GmbH nimmt Klage beim AG Stuttgart zurück

/ 04.12.2015 / / 1.902

Seit Jahren werden Nutzer des web.de-freemailers mit Rechnungen bedacht, weil sie sich angeblich für ein kostenpflichtiges Update entschieden haben. Erfahrungen von hunderten von Betroffenen aus dem verbraucherschutz.tv-Forum stellen die Situation etwas anders dar: Kaum jemand ist diesen Vertrag wissentlich eingegangen – die meisten sind über angebliche Geburtsgeschenke in die Kostenfalle getappt und wissen sich jetzt kaum zu helfen, da web.de, gmx.de, die 1und1 Mail & Media GmbH  sowie das Inkassointernehmen BFS Risk & Collection GmbH und die Rechtsanwälte Hörnlein & Feyler mit unnachahmlicher Hartnäckigkeit auf der Forderung bestehen, keinerlei “Ausreden” oder rechtlich sauber formulierte Widerrufe zulassen und penetrant eine Zahlungsaufforderung nach der anderen versenden.

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Experten wie der Bonner Rechtsanwalt Thomas  Rader erinnern an das Problem der geringen Streitwerte:  Bei Forderungen in Höhe von teilweise weit unter 50,- € ist es schwierig, den Mandanten zu erklären, dass das Gebührenaufkommen für die vorgerichtliche Vertretung bei wenigstens 83,54 € liegt. Was wirklich etwas bringen würde, wären Mandanten, die bereit sind, eine Klage zu erheben.

verbraucherschutz.tv ist sicher: “Ein oder zwei Urteile dürften ausreichen, um das Unternehmen diesbezüglich in seine Grenzen zu verweisen!” Derzeit vertritt Rechtsanwalt Rader (www.ra-rader.de) eine Mandantin, die einen Mahnbescheid von der 1&1 Mail & Media GmbH erhalten hat. Gegen den Vollstreckungsbescheid wurde  Einspruch eingelegt und das Verfahren war beim AG Stuttgart rechtshängig. Die Gegenseite hat im gerichtlichen Verfahren versucht, eine Einigung zu erzielen. Zunächst sollte ein geringer Vergleichsbetrag gezahlt werden, was abgelehnt wurde. Das nächste Vergleichsangebot beinhaltete die Rücknahme der Klage, wobei jede Partei ihre eigenen Kosten tragen sollte, was Rader und Mandantin ebenfalls abgelehnten. Die Gegenseite wurde vom Gericht aufgefordert, ihren Anspruch zu begründen und es wurde ein Verhandlungstermin im Juni bestimmt.

Gute Nachricht dann: Mit Schreiben des Gerichts vom 29.04.2015 – Eingang bei Ra Rader am 07.05.2015 – teilt das Gericht die Aufhebung des Termins am 18.06.2015 mit. Die Rechtsanwälte Hörnlein & Feyler haben die Klage mit Schriftsatz vom 22.04.2015 zurückgenommen. Solche Erfolge sollten weitere Betroffene motivieren, aktiv gegen die 1und1 Mail & Media GmbH  vorzugehen: Wenn sich nur weitere Betroffene finden würden und man ein paar Präzedenzfälle schaffen könnte, wäre diese ärgerliche Mahnerei sicherlich schnell beendet. Das Prozesskostenrisiko für eine negative Feststellungsklage ist  mit 420,36 € übrigens überschaubar.

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4 Kommentare zu “Interessant für web.de-Nutzer: 1&1 Mail & Media GmbH nimmt Klage beim AG Stuttgart zurück”

  1. Frau Kröger sagt:

    PS: die Rechnung sollte vom 20. 04. 2015 gewesen sein. Heute ist der 06.06.2015. Diese Betrüger rechnen damit, dass man sich nicht mehr erinnern kann, ob man vielleicht doch irgendwo drauf geklickt hat. Das ist sehr schlau und extrem psychopathisch manipulativ! Psychopathen sind oft selbst bewandert in Sachen Rechtsanwaltsgeschichten. Es würde mich nicht wundern, wenn es sich um einen (oder mehrere) Psychopathen handelt, der sich eins ins Fäustchen lacht, dass er die Menschen so kontrollieren und veräppeln kann. In jedem Fall kostet es den Bürger Zeit, Nerven und Kraft. Somit treibt er sein sadistisches Spielchen und hat in jedem Fall einen Gewinn. Ich hoffe, solche Leute kriegen ihr Fett weg!

  2. Frau Kröger sagt:

    Hallo,
    ich habe heute erstmalig einen Brief von Web.de erhalten, und zwar gleich eine “Letzte Mahnung” mit Inhalt, ich hätte eine Vertragsgebühr zu zahlen von 15 Euro plus 2x Mahngebühr plus 2,50 Euro Mahnversandkosten, also 27,50 Euro.

    Für was ich das zahlen sollte (7 Tage Zeit, ehe Inkasso eingeschaltet wird), steht nicht dort.
    Ich habe nie einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen. Aber ich weiß, dass web.de eine ganze Zeit lang permanent aufdringliche Button hatte, die dort angebracht waren, wo man sich sonst einloggt – sehr schlau! Viele klicken wohl automatisch auf den Button, da sie sich vorher dort immer eingeloggt hatten. Dann gab es diese penetranten Aufforderungen das Postfach zu erweitern. Ich konnte teils keine Mails mehr schicken, sah es aber auch nicht ein “upzugraden”.

    Heute ist Samstag Abend. Ich rief meinen Partner an, und er riet mir mich im Internet zu erkundigen. Er selbst hätte auch kürzlich eine Mahnung erhalten, die er bezahlt hatte. Aber er glaubte, es könne eine Betrugsfirma sein. Und was ich jetzt hier lese, bestätigt meinen Glauben. Interessanter Weise fangen Menschen schnell an, an sich zu zweifeln, ob sie nicht doch versehentlich irgendwo drauf geklickt hätten. Sie zahlen dann lieber, weil sie Angst bekommen und sich keinen Anwalt leisten wollen oder können (inkl. Stress). Verständlich!

    Es ist ärgerlich, aber es hilft nichts. Man muss etwas dagegen tun. Ich werde widerrufen und zusehen, so günstig wie möglich einen Anwalt o. ä. einzuschalten. Viele denken sich: die Kosten sind geringer als Anwaltskosten, also lieber zahlen. Ich sehe es so: wer mich abzocken will und genau diese Masche bei mir abziehen will, da er weiß, wie er Menschen stressen manipulieren kann, dem darf man das nicht durchgehen lassen! Es wird mich etwas kosten, aber wer einem Täter (die Betrügerfirma) auf den Leim geht, der hat eine Lektion, durch die er irgendetwas lernen kann.

    Drücken ist nicht. Daher werde ich die Sache so schnell wie möglich bereinigen, notfalls nach einem Widerruf mit Einschreiben und einem Vorgespräch bei der ÖRA z. B. (Öffentliche Rechtsauskunft, ist relativ günstig) nicht mehr reagieren. Shit happens. Machen wir aus ner Zitrone eine Zitronenlimo!

    1. Kunde sagt:

      Hallo Frau Frau Krögersagt,

      wie ist es bei Ihnen weitergegeangen?
      Nach 4 Schreiben mit web.de , kam jetzt ein Schreiben vom Inkasso Unternehmen bei mir an.
      Ich bin es langsam leid weitere Briefe zu schreiben.
      Wie soll ich vorgehen?

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