FHH Schiffsfonds: Drei Fonds melden innerhalb weniger Wochen Insolvenz an

/ 24.05.2017 / / 122

Die Krise der Schifffahrt verschont auch die FFH Schiffsfonds nicht. Das Fondhaus Hamburg meldete in den vergangenen Wochen gleich drei Insolvenzen an. Betroffen sind die Schiffsfonds FHH Fonds Nr. 27 MS Silver Bay MS Sunset BayFHH Fonds Nr. 15 MT Oceania und FHH Fonds Nr. 29 MS Tampa Bay MS Turtle Bay. Doch nicht nur Schiffs- und Fondsinsolvenzen machen den Anlegern der FHH Schiffsfonds zu schaffen. Bei dem FHH Fonds Nr. 17 MS Aquitania wurden die Anleger zur Kasse geben, da auch dieser Fonds ansonsten bald zahlungsunfähig sein könnte.

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Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, welche Optionen Anlegern der FHH Schiffsfonds offen stehen. Beispielsweise kann geklärt werden, ob sie Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds als sichere Kapitalanlagen angepriesen. Anlegern wurde nicht selten weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie bereits vielfach auch bei FHH Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann.

Ein stets brisantes Thema sind auch verschwiegene Provisionen, über die Vermittler hätten aufklären müssen. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Bankberater die Anleger auf Provisionen hinweisen, wenn die Gesamtsumme über 15 % liegt. Gerade bei Schiffsfonds beliefen sich die Provisionen oft auf erhebliche Beträge, die diese Grenze teilweise auch deutlich überstiegen. Dies kann aber einen Interessenkonflikt hervorrufen zwischen dem Verdienstinteresse des Bankberaters und den Interessen des Bankkunden, der eine an seinen Bedürfnissen und Wünschen orientierte Beratung wünscht.

Anleger der FHH Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten FHH Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten FHH Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Anleger: Infoseite Rechtsansprüche der Anleger von Schiffsfonds

Autor: Dr. Ralf Stoll, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

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