Wann lohnt sich ein Steuerberater?

/ 15.03.2021 / / 10

Die alljährliche Steuererklärung bedeutet immer einen mehr oder weniger großen Aufwand. Wird sie jedoch gewissenhaft und vollständig gemacht, dann kann das Ergebnis eine beträchtliche Steuerrückzahlung sein. Der Steuerberater ist hierfür jedoch nicht die einzige Anlaufstelle. Vereine und diverse Softwarepakete, mittlerweile sogar vom Finanzamt selbst zur Verfügung gestellt, erlauben es die Steuererklärung in Eigenregie zu erstellen. Somit bleibt die Frage: Lohnt sich z.B. die professionelle Steuerberatung im Emsland überhaupt und wenn ja, in welchen Fällen?

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Es gibt keine klare Antwort

Die Tatsache, dass jeder Steuerpflichtige und jede Steuererklärung einzigartig sind, zeigen, dass es bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit von einem Steuerberater keine eindeutige Antwort geben kann. Die Auswahl an Alternativen macht die Entscheidung ebenfalls nicht einfacher, da jede Alternative zum persönlichen Steuerberater unter jeweils anderen Voraussetzungen eine Option ist.

Es gibt jedoch eine grobe Faustregel, die bei der Entscheidung für oder gegen einen Steuerberater hilft. Je umfangreicher und komplexer die Steuererklärung ist und je weniger Ahnung man von der Materie hat, desto empfehlenswerter ist der Gang zum Profi.

Steuererklärung mit geeigneter Software

Die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit zur Erstellung der Steuererklärung ist die Nutzung des ELSTER-Formulars, welches das Finanzamt auf der eigenen Webseite zur Verfügung stellt. Wer kein Einkommen aus vielfältigen Quellen hat, bei dem sich keine wichtigen Eckdaten verändert haben und es auch sonst nichts gibt, dass einer komplexen Erklärung sowie einem umfangreichen Verständnis von der Materie bedarf, der kann diese Option durchaus nutzen. Dies kostet zwar etwas Zeit, jedoch kein Geld. Der Nachteil ist hier, dass man selbst vollkommen verantwortlich für die gemachten Angaben ist – auch für übersehene und unterschlagene, vorteilige als auch nachteilige Angaben.

Eine andere Variante ist eine externe Steuer-Software. Solche Softwares kostet einmalig oder mit Glück auch gar nichts und ermöglicht es, die Steuererklärung praktisch vollständig in Eigenregie zu erstellen. Da hier jedoch erstmal jegliche Hilfe von außen fehlt, lohnt sich selbst der Versuch nur dann, wenn ein gewisses Grundverständnis von Steuern vorhanden ist und auch hier sollte der Inhalt der Steuererklärung so simpel wie nur irgend möglich sein. Es gibt jedoch einen grundlegenden Unterschied zum ELSTER-Formular. Während bei diesem die Daten auf direktem Weg ans Finanzamt gehen, so bietet externe Software die Möglichkeit, die Daten – selbst nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch unter Vorbehalt von Fehlern und Unvollständigkeit – an einen Steuerberater zu übermitteln. Da dieser Arbeit spart und mit Glück nur die Angaben verifizieren muss, spart dies eventuell einen Teil der Kosten. Darüber hinaus gilt selbstverständlich die verlängerte Frist für Steuerberater.

Ähnliche Vor- und Nachteile bietet eine Buchhaltungssoftware für Unternehmen. Hier ist der Funktionsumfang jedoch entsprechend den Bedürfnissen eines Unternehmens erweitert. Eine Einnahmenüberschussrechnung oder eine Bilanzberechnung mit Gewinnen und Verlusten für die Jahresabschlussrechnung gehört demnach dazu.

Lohnsteuerhilfeverein für Angestellte

Hier bekommt man Hilfe, jedoch nicht vom Profi. Man muss in einem Lohnsteuerhilfeverein Mitglied sein und Beiträge zahlen. Dort gibt es Hilfe bei der Steuererklärung, der Prüfung und Einspruch gegen den Steuerbescheid, jedoch nicht das komplette Fachwissen eines Steuerberaters. Bei selbständigen Einkünften ist diese Option jedoch automatisch ausgeschlossen.

Der professionelle Steuerberater

Hier bekommt man das gesamte Fachwissen und die vollständige Erledigung der Aufgabe aus einer Hand. Je komplexer und umfangreicher die Steuererklärung wird, desto mehr Dinge, inklusive steuerrechtlicher Vor- und Nachteile verstecken sich in dem Papierkram – für Laien praktisch nicht zu bewältigen. Der Steuerberater gibt an dieser Stelle Sicherheit und übernimmt die gesamte Kommunikation mit dem Finanzamt – inklusive der Verhandlungen über Fristverlängerungen. Steuerberater übernehmen auch die gesamte Buchhaltung für Unternehmen. Letztlich lohnen sich die höheren Kosten oft auch deshalb, weil die Steuerrückzahlung noch deutlich höher ausfällt.

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Kategorien: Verbraucherschutz

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