BaFin-Verbot trifft Co.Net Verbrauchergenossenschaft

/ 20.01.2020 / / 1.116

Die Anordnung der Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin dürfte die Mitglieder der Co.Net Verbrauchergenossenschaft eG beunruhigen. Die BaFin hat es der Co.Net Verbrauchergenossenschaft mit Bescheid vom 27. Dezember 2019 verboten, Anteile, die eine Beteiligung am Ergebnis der Genossenschaft gewähren, öffentlich zum Erwerb anzubieten.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Das Verbot erfolgte nach Angaben der BaFin, weil die Co.Net Verbrauchergenossenschaft eG keinen von der Finanzdienstleistungsaufsicht gebilligten Verkaufsprospekt vorgelegt hat, der die nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) erforderlichen Angaben enthält. Folge ist, dass das Unternehmen die Genossenschaftsanteile wegen Verstoßes gegen das VermAnlG nicht mehr öffentlich anbieten darf. Die Maßnahme der BaFin ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

Die Co.Net Verbrauchergenossenschaft ist schon vor einigen Jahren in den Fokus von Verbraucherschützern geraten. Finanztest hatte die Anleger schon 2015 gewarnt. Grund war, dass Co.Net auf der Internetseite mit außergewöhnlicher Sicherheit für das Geld der Anleger warb. Das gesamte Kapital sei gegen einen Totalausfall abgesichert. Hört sich gut an, allerdings trafen diese Aussagen aus Sicht von Finanztest nicht zu. So habe die Genossenschaft auf Nachfrage keine Versicherungen genannt, die für den Schaden aufkommen, wenn das Geschäftsmodell fehlschlägt. Zudem habe Co.Net eingeräumt, dass Pfandkreditverträge, die ein Standbein der Genossenschaft sein sollten, rückabgewickelt wurden.

Die Warnung ist schon einige Jahre her, doch nun sorgt das Verbot der BaFin für neue Aufregung. „Es stellt sich die Frage, warum die Co.Net keinen gültigen Verkaufsprospekt für die Kapitalanlagen vorgelegt hat. Das schafft kein Vertrauen“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte in Stuttgart.

Welche Folgen die BaFin-Anordnung auf den Bestand der Genossenschaft und damit auch für die investierten Genossen hat, lässt sich noch nicht sagen. Sollten jedoch finanzielle Unregelmäßigkeiten auftreten, sollten die Genossen umgehend reagieren, um ihr Kapital zu schützen. Rechtsanwältin Birkmann: „Es können Schadensersatzansprüche geprüft werden. Die Forderungen können sich auch gegen die Berater richten, die die Genossenschaftsanteile vermittelt haben. Sie hätten die Plausibilität des Geschäftsmodells prüfen und auch auf bestehende Risiken hinweisen müssen.“

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

2 Kommentare zu “BaFin-Verbot trifft Co.Net Verbrauchergenossenschaft”

  1. Hallo ,
    ich habe im Februar 2018 bei Co.Net einen Betrag über 8000 Euro investiert.
    Nachher bemerkte ich einen seltsamen Umgang mit mir als Kunde.
    Sehr unfreundliche Mitarbeiter ,meine E-Mails wurden nicht alle beachtet und nur selten beantwortet !
    Im Internet sieht man fast nur negative Beurteilungen über Co.Net !!
    Muss ich Angst um mein Geld haben ?

    1. Bitte Mail an e.birkmann@bruellmann.de schicken wegen einer kostenlosen Erstberatung – Das ist die Autorin des Artikels.
      LG Usch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wir würden uns über Ihr Like sehr freuen!

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Sven Dummann: die WVB Centuria bedient sich unredlicher Mittel zur Erschleichung von...
  • Mario Schwarz: Mir war fremd, dass sich der Neupreis für den Wagen auf mehr als 50.000 Euro...
  • Franz Fischer: Hallo, ich hatte Ende 2018 etwa 200 € auf meinem Konto bei xmarkets und einen...
  • Marco Werner: Ich hab vorhin einen Riss in der Windschutzscheibe entdeckt. Ich habe aber, vor...
  • Nikolaus Meier: Ich bin auf einen Betrüger reingefallen, Die Firma P.L. aus Frankreich. Ich...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961