Valsartan – erneuter Rückruf wegen Verunreinigung in Blutdrucksenkern

/ 16.08.2018 / / 195

Valsartan bleibt in den Schlagzeilen. Sehr zum Leidwesen von Blutdruckpatienten. Nach Medienberichten wurde erneut eine Charge des Blutdrucksenkers wegen möglicher Verunreinigung mit krebserregenden Stoffen zurückgerufen. Nach Angabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) handelt es sich um die Charge VZM18001-23B des Blutdrucksenkers Valsartan HCT Aurobindo 320/25 mg.

RA Lambrecht

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Rechtsanwalt Lambrecht ist Herausgeber des Portals www.falschbehandelt.de und als Leiter der Berliner Kanzlei Lambrecht Rechtsanwälte fokussiert auf das Medizinrecht, positioniert auf der Seite der Opfer von Ärztefehlern und fehlerhaften Produkten.

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Hintergrund für den Rückruf ist, dass im Valsartan des chinesischen Herstellers Zhejiang Tianyu ein leicht erhöhter NDMA-Wert gemessen wurde. Diese Mengen lagen allerdings deutlich unter dem Wert des Herstellers Zhejiang Huahai. Hier hatte es bereits Anfang Juli einen Rückruf für Arzneimittel mit diesem Wirkstoff aufgrund einer Verunreinigung gegeben. NDMA gilt als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen.

„Innerhalb von wenigen Wochen wurden nun zum zweiten Mal Blutdrucksenker zurückgerufen. Auch wenn diesmal eine deutlich geringere Menge NDMA gefunden wurde, ist das für Blutdruck-Patienten, die die Medikamente einnehmen, äußerst beunruhigend“, sagt Rechtsanwalt Andreas Lambrecht aus Berlin. Das BfArM empfiehlt auch in diesem Fall auf ein anderes Arzneimittel zu wechseln, das keine NDMA-Verunreinigung aufweist. Das sollte natürlich nur in Absprache mit dem Arzt oder Apotheker geschehen. Eigenmächtig sollte das Medikament keinesfalls abgesetzt werden. Ein akutes Patientenrisiko bestehe nicht, so das Institut.

Durch solche Rückrufe sinkt das Vertrauen der Patienten in das Gesundheitswesen und in ihre medizinische Versorgung. „In der Herstellung von Arzneimitteln darf es nicht aus Kostendruck oder anderen Gründen zu Verunreinigungen kommen, die dann auch noch zu ernsthaften Nebenwirkungen führen können. Patienten sind bei derartigen Qualitätsmängeln aber auch nicht schutzlos gestellt, so dass Ansprüche auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld geprüft werden können“, so Rechtsanwalt Lambrecht.

Mehr Informationen: http://rechtinberlin.de/taetigkeitsfelder/medizinrecht.html

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