Cross Currency Swap der DZ Bank: Schlappe vor dem OLG

/ 24.05.2017 / / 80

Am 17. Dezember 2014 stand eine Klage gegen die DZ Bank wegen Fehlberatung gegen die DZ Bank zur Verhandlung vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart. Die DZ Bank als zentrales Kreditinstitut der genossenschaftlichen Bankengruppe hatte im Jahr 2009 einen Cross Currency Swap (CCS) EUR / CHF an einen Kunden einer Volksbank vertrieben. Bereits im Mai diesen Jahres hatte das Landgericht Ellwangen die DZ Bank deswegen zum Schadensersatz verurteilt. Die DZ Bank habe ihre Beratungspflichten dadurch verletzt, dass sie den anfänglichen negativen Marktwert des Swaps nicht beziffert habe.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Hiergegen hatte die DZ Bank Berufung eingelegt. Die DZ Bank argumentierte, der CCS EUR / CHF habe in Kombination mit einen Darlehen im Wesentliche einem Schweizer-Franken-Kredit entsprochen. Das OLG Stuttgart fand in der mündlichen Verhandlung deutliche Worte. Bezweckt gewesen sei eine frei sondertilgbare Kreditaufnahme. Alleine dafür sei ein Cross Currency Swap das unpassende Produkt gewesen, weil der Swap im Falle einer Tilgung des Darlehens als isoliertes Spekulationsgeschäft fortbestanden hätte oder eben gegen einen Auflösungspreis hätte abgelöst werden müssen. Das sei mit dem Ziel einer freien Sondertilgung gerade unvereinbar gewesen.

Die DZ Bank nahm zur Vermeidung eines Urteils des OLG Stuttgart die Berufung noch in der mündlichen Verhandlung zurück. Sie zahlt nun Schadenersatz an den Kunden.

Hintergrund: Häufig versuchen Banken geschädigte Kunden, die eine Klage gegen die Bank betreiben, zu verunsichern, indem – auch in aussichtslosen Fällen – Berufung eingelegt wird. Die Rücknahme der Berufung dann erfolgt, weil die Bank die reputationsschädigende Wirkung eines OLG-Urteils vermeiden möchte. Dieses Vorgehen ist Teil der Banken-Strategie.

Mehr Informationen: http://www.roessner.de/cross-currency-swap

 

Autor:

Georg Jäger, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: jaeger@roessner.de
Rössner Rechtsanwälte
Redwitzstr. 4, 81925 München
Tel.: (089) 99 89 22-0, Fax (089) 99 89 22-33

Können wir Ihnen helfen?

Hier ein Ticket eröffnen. Durch die Eröffnung eines Tickets entstehen Ihnen keinerlei Kosten

 

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz Schlagwörter: / /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Sie wollen einen Backlink posten? Gerne mache ich Ihnen ein Angebot dazu (info@verbraucherschutz.tv).

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Angst? - hier klicken oder Hier 1. Hilfe anfordern.

Jetzt Beschwerdebrief aufsetzen!

Wir unterstützen Sie in Ihrem Anliegen mit der Formulierung eines Beschwerdebriefes.

Hier mehr erfahren

Tickets für schnelle Hilfe

Jetzt mit unserem Ticketsystem Kontakt aufnehmen. Wir informieren Sie darüber, was in Ihrem Fall zu tun ist. Wir geben keinen Rechtsrat, sondern helfen Ihnen, die Krisensituation richtig einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten.


Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961