Dr. Maximilian Krah

Krah (AfD): “Man kann nie tiefer fallen als in Gottes Hand” – Ein Zitat vom Polit-Alien “Schampus-Maxe”

/ 26.05.2024 / / 54

“Man kann nie tiefer fallen als in Gottes Hand” – Keine Ahnung, was Dr. Maximilian Krah am 22. Mai 2024 mit dieser Eröffnung seines Rücktrittsposts auf “X” ausdrücken wollte. Interessant ist lediglich, wo er dieses Zitat gefunden haben könnte. Inspiriert wurde er offenbar von Arno Pötzsch, einem deutschen Geistlichen, der als Wehrmachtspfarrer 1941 in Holland viele zum Tode verurteilte Menschen mit frommen Worten in den Tod begleitet hat und dessen schöpferisches Wirken der verbrämenden Veredelung des soldatischen Leids galt bei kompletter Ausblendung der Unsinnigkeit des 2. Weltkrieges und der Schuld der Nationalsozialisten.

Was die Todesangst dieser Menschen mit dem aktuellen X-Status von Maximilian Krah zu tun hat, entschließt sich etwas meines Verständnisses. Wenn er grad fällt, dann sicher nicht in den Tod und auch ganz bestimmt nicht in Gottes Hand.

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Verse für den Opfermythos

So heißt das im Original:

Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt

Pötzsch, dessen Lieder noch heute in evangelischen Kirchen gesungen werden, gilt als Verfechter eines Opfermythos, der das millionenfache Sterben im 2. Weltkrieg mit wortgewaltiger Prosa begleitete, ohne dabei die Schuldigen in die moralische Verantwortung zu ziehen. Seine Vers-Sammlung “Die Madonna von Stalingrad” aus ’43 veröffentlichte er in einer Zeit, als es nichts Gutes mehr aus dem Kessel zu berichten gab, weil es den Kessel nicht mehr gab. Seine Verklärung des Soldatischen kommt ohne jede Kritik an Wehrmacht und Führung aus.

Bewusstes Spiel mit der Reaktion

Pötzsch war wohl kein Nazi, sondern eher ein mitfühlender Geistlicher als Kind seiner Zeit. Ihn im aktuellen Kontext zu zitieren, verkennt aber die Umstände, unter denen dieses Lied geschrieben wurde. Die Art und Weise, wie Krah mit Zitaten arbeitet, ist sicherlich nicht zufällig, sondern ganz bewusst gewählt mit dem Ziel – Unbegreifliches greifbar zu machen, bzw. unaussprechliches auszusprechen zu machen. Und das macht er richtig gut.

Seine Feststellung, dass nicht jeder SS-Mann ein Verbrecher gewesen sei, mag man gern diskutieren, angesichts der Tatsache, dass in späten Kriegsjahren sogar 16-Jährige ins SS-Kriegsgemetzel geschickt wurden – mehr Opfer als Verbrecher. Aber diese Kinder hat er sicher nicht gemeint. Oder doch? Man weiß es nicht…

Der liebe Max aus Sachsen

Frage ist doch: Warum nimmt Schampus-Maxe so heiße Kartoffeln als Politiker überhaupt in den Mund – und vor allem: Sieht er sich überhaupt als Politiker oder eher als Instanz? Entweder er hat Kauwerkzeuge aus Krupp-Stahl oder er macht das absichtlich und die Schmerzen in Kauf nehmend. Meine feste Überzeugung: Sein Schreiapparat produziert ganz bewusst dummes Zeug, weil er sich die Antworten auf kluge Fragen dazu schon zurechtgelegt hat. Das muss man können und das kann auch schiefgehen, z.B. weil Marie Le Pen so sauer ist, dass sie gar nicht mehr wissen will, warum er das so gesagt hat, und dass er nicht “der liebe Max” aus Sachsen ist, wie sich einst Sissis wilder Vater aus einem anderen deutschen Freistaat vom Kaiser grüßen ließ.

Die hochintelligente Seite der Partei

Das Rezitieren des Liedtextes kann auf der einen Seite tiefe Religiosität (1), überbordende Verletztheit (2), Verzweiflung (3) und gemeinstes “Missverstanden worden” sein (4) dokumentieren, es kann aber auch nur den einen Zweck verfolgen: Zu provozieren und auf die Person zu fokussieren. Und das macht er gut, vielleicht sogar beängstigend clever. Hätte die AfD mehr solchen Kalibers wäre mir nicht wohl. Ich habe keine Angst vor ein paar Millionen auf der Straße, sondern vielmehr vor der Handvoll, die die Strippen ziehen.

Spitzenkandidat auf einem anderen Stern?

1,2,4 oder 4 kommen für den hochintelligenten Wortmetz Krah nicht in Frage, das weiß ein jeder, der z.B. das Interview mit “Jung & naiv” gehört hat. Hier präsentiert er sich höchst clever und als wahrer Meister seiner Worte, sogar als jemand, der zumindest vermuten lassen könnte, dass die AfD nicht nur das Ende, sondern vielleicht auch ein Anfang sein könnte – da fischt er im tiefen Pool intellektueller Experimentierfreudigkeit am rechten Rand.  Das AfD-Mitglied auf der Straße wird mit diesen Spitzfindigkeiten nichts anfangen können, Krah beweist damit aber, dass sich Intelligenz und AfD nicht ausschließen.

Gut, er ist nun gefeuert und er räumt sich grad spitzzüngig die Opferrolle frei  – man mag daraus schließen, was man mag und mag er fallen wie er will. Ich bin sicher: Er fällt geplant. Die einzigen die nicht beteiligt sind, gehören zum AfD-Vorstand. Die stehen und staunen…

Krah in der AfD – in Wahrheit ein Politik-Alien auf einem falschen Stern? Möglich wär’s, aber irgendwo haben Stern und Alien ja auch gut zusammengepasst, anders lässt sich nicht erklären, wie Krah Spitzenkandidat werden konnte. Ex-Co-Chef Meuthen hat’s auch erkannt:

Maximilian Krah, das ist keine One-Man-Freakshow (Zitat aus dem Spiegel, Mithin Teil der Lügenpresse)

Stolpern über den eigenen Verstand

Will heißen: Da waren auch andere beteiligt und ein Freak ist Dr. Maximilian Krah nun mal bestimmt nicht, höchstens jemand, der über seinen eigenen Verstand gestolpert ist. Aber ist er das wirklich? Vielleicht hat er das alles so geplant – zuzutrauen wäre es ihm. Übrigens: seinen X-Post haben gar mal etwas mehr als 1000 Leute aufgerufen, das ist in heutiger Zeit so gut wie nichts und vielleicht das, was er verdient – Obwohl er sich über das Thema “Verdienst” als Mitglied des Europaparlaments keinen Kopf machen muss. Kann man ihm Dummheit oder Einfalt vorwerfen? Der Mann ist vielleicht völkisch verblendet und rechts verbrämt, aber einfältig ist er sicher nicht. Also ist der Fall wohl kalkuliert.

Da sind wir uns dann mal einig…

Sollen wir’s ihm verzeihen, dem bunten Hund? Ich denke nicht, denn wahre Einfältigkeit muss man sich erst einmal verdienen. Zumindest eint er uns! Marie Le Pen, Alice Weidel, ich und Herr Orban – einmal alle mal der gleichen Meinung: “Max, raus aus dem Sandkasten, geh woanders spielen!” Wer hätte es gedacht?

Schlussendlich ist und bleibt Maximilian Krah ein Mann der Zitate, wobei es ihn auch etwas sympathisch macht, dass er vieles nur so sagt, weil er bestimmte Effekte erzielen will.

Meine Lieblings Krahs:

  • “Echte Männer sind rechts“
  • „Schau keine Pornos. Wähl nicht die Grünen.“
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    Ich persönlich denke, dass er einen echten Mann zu schätzen weiß, egal in welcher Ecke er steht, dass er liebend gerne Pornos anschaut und sich eher in Annalena Baerbock verkucken würde, als in die strammrechte Herzogin von Oldenburg

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    Kategorien: Verbraucherschutz

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