TWB Prevent Hagen – Rund 300 Mitarbeitern droht die Kündigung

/ 01.02.2019 / / 194

Knapp 300 Mitarbeiter des Automobilzulieferers TWB-Prevent in Hagen bangen um ihren Job. Einige haben schon ihre Kündigung erhalten. Hintergrund ist ein Streit des Prevent-Konzerns mit VW, der letztlich damit endet, dass die Vertragsbeziehungen mit dem Autobauer Ende März auslaufen. Das könnte knapp 300 TWB-Mitarbeitern den Job kosten.

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Ralf Buerger ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Verkehrsrecht

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Versuche, die Zusammenarbeit zwischen VW und TWB doch noch weiterzuführen, sind gescheitert. Obwohl es einen interessierten Käufer geben soll, wurden offenbar noch keine entsprechenden Verkaufsgespräche geführt. Leidtragende sind die Arbeitnehmer. Für sie soll es lediglich eine Transfergesellschaft geben und auch die nur für zehn Monate. Abfindungen für die Mitarbeiter sind nicht geplant. Kritik der Belegschaft entlud sich jetzt auch daran, dass der Sozialplan nicht korrekt umgesetzt werde.

„Die TWB-Mitarbeiter stehen vor einer äußerst ungewissen Zukunft. Keine Abfindungen, kein Angebot für Ersatzarbeitsplätze. Eine Transfergesellschaft für einige Monate ist da nur ein schwacher Trost. Die Arbeitnehmer werden hier zum Opfer eines Streits zwischen dem Mutterkonzern Prevent und Volkswagen“, sagt Rechtsanwalt Ralf Buerger, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Hagen.

Für die Mitarbeiter, die ihre Kündigung erhalten haben, geht es nun zunächst darum zu prüfen, ob die Kündigung rechtmäßig erfolgt ist und ob es Sinn macht, Kündigungsschutzklage zu erheben. Zudem sollten auch alle möglichen Angebote des Arbeitgebers kritisch unter die Lupe genommen werden. Sollten doch noch Abfindungen oder Aufhebungsverträge angeboten werden, müssen die Arbeitnehmer aufpassen, dass sie ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld dadurch nicht gefährden. „Wirkt ein Arbeitnehmer an seiner Kündigung mit, kann die Agentur für Arbeit das Arbeitslosengeld vorübergehend sperren“, erklärt Rechtsanwalt Buerger.

Für die betroffenen TWB-Mitarbeiter geht es nun darum, ihre rechtlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

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