P&R Container – Anleger können Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden

/ 25.07.2018 / / 183

Das Amtsgericht München hat die Insolvenzverfahren über die deutschen P&R-Gesellschaften am 24. Juli 2018 eröffnet. Die rund 54.000 Anleger der P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, der P&R Transport-Container GmbH und der P&R Container Leasing GmbH können ihre Forderungen zur Insolvenztabelle nun bis zum 14. September 2018 anmelden. Die ersten Gläubigerversammlungen finden am 17. und 18. Oktober statt.Kontakt zu Franz Braun

Franz Braun

Jetzt Kontakt zu Franz Braun aufnehmen

Rechtsanwalt Franz Braun ist Partner bei CLLB in München und spezialisiert auf juristische Themen rund um Kapitalanlagen.

braun@cllb.de
089 / 552 999 50

„Die Anmeldung der Forderungen ist ein wichtiger erster Schritt für die Anleger, um zumindest einen Teil ihres investierten Geldes zu retten“, sagt Rechtsanwalt Franz Braun, CLLB Rechtsanwälte. Allerdings haben die Anleger insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro in P&R-Container investiert. Die Insolvenzmasse wird kaum ausreichen, um die milliardenschweren Forderungen auch nur im Ansatz zu befriedigen.

Zumal die Insolvenzverwalter schlechte Nachrichten im Gepäck hatten. So wurden tatsächlich rund 1,6 Millionen Container an die Anleger verkauft, tatsächlich befinden sich in der Containerflotte nur ca. 618.000 Container. Es fehlen also rund eine Million Container. Die sind nicht irgendwo über Bord gegangen, sondern haben vermutlich nie existiert. Schon seit 2007 habe sich der Fehlbestand kontinuierlich aufgebaut und die neu eingeworbenen Anlegergelder wurden nur dazu genutzt, um laufende Verbindlichkeiten, z.B. für die Mietzahlungen, zu begleichen.

Auch wenn weiterhin Einnahmen aus der Vermietung der Container generiert und Haftungsansprüche gegen Unternehmensverantwortliche verfolgt werden, wird die Insolvenzmasse nicht annähernd ausreichen, um die Forderungen der Gläubiger bedienen zu können. Rechtsanwalt Braun: „Trotzdem sollten die Forderungen unbedingt beim Insolvenzverwalter angemeldet werden, da sie sonst im Insolvenzverfahren nicht berücksichtigt werden können. Unabhängig vom Insolvenzverfahren können aber auch Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler geltend gemacht werden, wenn diese die Anleger nicht über die bestehenden Risiken aufgeklärt haben.“

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Bewertungen, Durchschnitt: 3,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Hans Bader: Ich erhielt vom KBA folgende Antwort auf meine Anfrage: Ich beziehe mich auf Ihre...
  • Riautschnig: Der ADAC hat die Rechtsprechungsübersicht zur Abgasthematik aus dem Netz genommen,...
  • Aileen Marcinkowski: Aktuell im Saarland! Wir sind viele betroffene!! Wie ist es euch ergangen...
  • Laur Schehl: Leider bin ich auf die Masche vom Herrn Jäger auch reingefallen! Wir müssen uns alle...
  • Thomas Scigala: Einigkeit und RECHT und Freiheit. Wenn das Recht nur noch auf dem Papier steht...