Razzia bei BMW

Autokartell – EU macht Druck – Razzia bei BMW

/ 21.10.2017 / / 93

Mit einem Überraschungsbesuch in der Münchner Konzernzentrale hat die untersuchende EU-Kommission den Druck auf die Beteiligten des Autokonzerns massiv erhöht und eindrucksvoll bewiesen, dass die kartellrechtlichen Vorwürfe gegen Mercedes, BMW und Volkswagen mit den Töchtern AUDI und Porsche noch nicht zu den Akten gelegt wurden. Laut Bundeskartellamt handelt es sich bei der durchgeführten Nachprüfung um eine unangekündigte Untersuchung. Die Razzia bei BMW war im Rahmen der Aufarbeitung der kartellrechtlichen Vorwürfe gegen BMW und weitere deutsche Autobauer nach langer Zeit ein erstes Lebenszeichen der Ermittler.

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Schon vor Monaten waren weitere Untersuchungen angekündigt worden. Die Daimler AG beschloss daraufhin, sich als Kronzeuge zur Verfügung zu stellen, ein Angebot, das kurz vor der Razzia bei BMW noch einmal unterstrichen und neu formuliert wurde. Während BMW bis heute jede Beteiligung an kartellrechtlichen Absprachen abstreitet, bekommen sich die VW-Töchter darüber mitunter auch schon mal öffentlich in die die Haare. So wurde jetzt bekannt, dass Porsche der Konzernschwester AUDI 200 Millionen Euro in Rechnung stellt für die Lieferung von Motoren für Cayenne und Macan, die angeblich ohne Wissen des Bestellers mit einer Software ausgerüstet worden waren, die auf dem Prüfstand Grenzwertunterschreitungen vorgaukeln sollte.

Sie erreichen 24/7 einen Ansprechpartner zum Thema „Abgasskandal“ unter 0171 53 55 710

  • Bislang gibt es noch keine offizielle Verfahrenseröffnung durch die EU
  • Betroffen von Voruntersuchungen sind Mercedes, BWM, VW, Porsche und Audi
  • Es drohen Bußgelder im 3-stelligen Millionenbereich
  • Kronzeugen gehen straffrei aus

Die aktuellen kartellrechtlichen Untersuchungen beziehen sich auf Absprachen der „Big Five“ im Dieselskandal, aber auch bezüglich der Bauteile und der Entwicklungen im Benziner-Bereich.
Mit der angestrebten Kronzeugenregelung könnte DAIMLER einem zu erwartenden 3-stelligen Millionenbußgeld entgehen, der „Strafe durch den Verbraucher“ aber nicht. Rechtsanwalt Dr. Gerrit Hartung, der bereits zahlreiche Opfer im Abgasskandal vertritt: „Wenn diese Absprachen nachgewiesen werden, dann haben natürlich auch Besitzer von Mercedes-Dieseln Anspruch auf Ersatz des merkantilen Schadens, der durch den gemeinsam zu verantwortenden Dieselskandal entstanden ist. Bei neueren Modellen steigt auch die Chance, einen Rückgabeanspruch gegenüber dem Händler durchzusetzen.“

Aus der BMW-Konzernzentrale ist zu erfahren, dass es keinerlei Untersuchungen in Bezug auf Abgasmanipulationen gäbe und dass sich die kartellrechtlichen Ermittlungen im Untersuchungsstatus befänden. Ermittlungen würden nicht automatisch bedeuten, dass das Unternehmen für irgendetwas zur Verantwortung gezogen würde.

  • Die Gebrauchtwagenpreise für Diesel sinken weiter
  • BMW gerät zunehmend in den Strudel des Abgasskandals

  • Auto jünger als 2 Jahre? Geben Sie Ihren Diesel beim Händler zurück
  • Auto älter als 2 Jahre? Machen Sie gegenüber dem Hersteller den Ihnen entstandenen Schaden geltend
  • Bei der Autobank finanziert? Prüfen Sie die Widerrufsbelehrungen und treten Sie vom Vertrag zurück

Dr. Hartung – Fachanwalt für Strafrecht aus Mönchengladbach – führt ein Info-Portal zur Betreuung und Information von Opfern des Dieselskandals und bietet hier eine kostenlose Ersteinschätzung inkl. Abfrage bei der Rechtsschutzversicherung an.

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 7 Kommentare
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7 Kommentare zu “Autokartell – EU macht Druck – Razzia bei BMW”

  1. 2015er Riesling sagt:

    Genau wie bei mir, Hinke mit einem 5 Jahre alten Auto seit einem knappen halben Jahr mit 5000 Euro hinter der Finanzierung hinterher. Mir ist das wurst weil ich viel fahre und sich das Modell Diesel bei mir noch lohnt. ABER: An einen Neuwagenkauf ist nicht zu denken und wenn die Mühle „fertig“ ist werde ich immer noch an der Finanzierung zu knabbern haben.

  2. ICH AUCH sagt:

    Hallo 3er, da geht’s mir genauso. Auch das Entgegenkommen bei absoluten Sahnestücken hält sich in Grenzen – das ärgert mich als Stammkunde seit ’84 schon extrem. Ich hab mal durchgerechnet und Preis verglichen und komme auf einen Schaden von etwa 6000 Euro durch den Dieselskandal. Ein Kumpel bekommt für seinen 2013er 320d grad mal 11.000 Euro bei 80.000 km auf der Uhr.

    Grüße an die BMW-Gemeinde

    1. Wie denn sagt:

      Hallo Ich auch,

      wie hast du das denn berechnet? Würde mich mal interessieren. So ein unbestimmtes Gefühl hab ich ja auch, aber ausrechnen???

      1. Ich auch sagt:

        Rechnen ist übertrieben. Ich hab mein Auto so finanziert, dass ich im Verkaufsfall immer die Finanzierung zu 100 % bedienen kann. Bis zum Dieselskandal hat das geklappt. Jetzt zahle ich drauf. ich habe dann mal die wertverluste vergleichbarer Benziner bei mobile.de hergenommen und mit anderen Autos meiner Wert-Klasse verglichen und dann herausbekommen, dass die Benziner nicht diesen wertverlust hatten

  3. 3-er sagt:

    Geh mit der Info mal zum BMW-Händler…Die tun, als wäre gar nix, machen dir aber ein absolut indiskutables Angebot für deinen 320 d, weil die den ganzen Hof davon vollstehen haben. Der preis für BMW-Gebrauchtdiesel ist im freien Fall…

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