SiteLock von Strato – Eine grundsätzliche Bewertung

/ 31.03.2016 / / 598

Ein Besucher von verbraucherschutz.tv fragt, was ich vom neuen Sicherheits-Angebot „SiteLock“ des Massenhosters Strato halte. Hier gibt es ab 99 Cent pro Monat angeblich Sicherheit vor Hackerangriffen. Um das bewerten zu können muss man die Bedeutung des Wörtchens Sicherheit mal definieren, anschließend fragen, wem diese Sicherheit überhaupt dient und dann überlegen, warum man für etwas zahlen sollte, was grundsätzlich hohe Ehrenpflicht eines guten Providers ist: Nämlich den Datenspace virenfrei und hackersicher zu halten.

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Ein Hoster, der das nicht anbieten kann, sollte am Markt nicht präsent sein dürfen. Jemand, der das für 99 Cent machen will muss sich die Frage gefallen lassen, wie er diejenigen behandelt, die auf das neue Angebot micht eingehen und wie man überhaupot für 99 Cent irgendetwas zusätzlich anbieten will.  Hackerschutz ist für 99 Euro ist nicht zu gewährleisten. Jeder, der schon mal eine Homepage gebaut hat weiß, dass nicht der server die Schwachstelle ist, sondern die userseitige Installation

Grundsätzlich sind Provider schon aus reinem Selbstschutz verpflichtet, ihre Stuben zumindest besenrein zu halten. Als Kunde kann und muss man verlangen können, dass das geistige Eigentum geschützt ist. Dies gegen Aufpreis anzubieten hat zumindest ein „Geschmäckle“. Die von Strato angebotenen Dienstleistungen werden z.B. bei all-inkl automatisch und ohne Aufpreis durchgeführt, bzw. in die Gesamtkosten einkalkuliert. Strato hingegen dürfte für Abonnenten des Sicherheitspaketes nicht viel mehr machen als vorher und auch nicht weniger, als für die Verweigerer. Einzig neu: Man hat eine weitere Einnahmequelle gefunden.

Jetzt will ich Strato mal das Mühen um Sicherheit nicht madig machen. Nicht schön finde ich, dass man sich eine Selbstverständlichkeit zusätzlich bezahlen lässt oder für die Sanierung eines Sicherheitssystems Fremdfinanzierung durch Kunden in Anspruch nimmt.

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Kategorien: Verbraucherschutz
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