mindmatics


Aktualisierung 24. November 2011:

Das Thema mindmatics wird immer öfter angefragt. Es gibt auch immer wieder neue Tipps, wie man sich verhalten soll, wie man kündigen kann. Verbraucherschutz.tv rät allen Opfern, zu allererst mal auf den offiziellen mindmatics-Seiten die bestehenden Abos zu kündigen. Damit ist der Schaden zumindest schon mal eingegrenzt. In den Kommentaren zu diesem Thread steht ausführlich, was man noch so alles machen kann, aber das Beenden der Abos und das anschließende Sperren von Drittanbietern beim Handy-Anbieter ist auf jeden Fall das Wichtigste. Schützen kann man sich, indem man Drittanbieter grundsätzlich sperren lässt. Das schützt auch Ihre Kinder!

Was ist Mindmatics?

Mindmatics ist eine Firma, die mit Adressen Geld verdient und außerdem mit dem Dienst “mopay” Gewinnspielunternehmen wie planet49 die Möglichkeit gibt, ihre Dienste abrechenbar zu machen. Mindmatics sorgt mit mopay dafür, dass z.B. planet49 nach einem abgeschlossenen Abo an das Geld des Teilnehmers kommt. Handyanbieter ziehen das Geld über die Handyrechnung für mopay ein – Mindmatics verdient mit und gibt einen Teil des Geldes z.B. an planet49 weiter. Da es oft um kleinste Beträge gibt, merken viele Opfer erst nach sehr langer Zeit, dass sie für nichts Geld bezahlen.

Mindmatics – Ist das Abzocke?

Kommt drauf an, wie man Abzocke definiert. Die meisten Besucher dieses Threads fühlen sich abgezockt.

Hier Mindmatics kündigen
Hier Infos zur Kündigung bei planet49 (z.B. winmytv.de)

Hier der Anfang dieser Diskussion und der erste Beitrag:

Das schlägt dem Fass den Boden aus: Grad ruft mich mein Vater an – über 80 Jahre alt – hat auf der T-Mobile-Rechnung mehrere Abbuchungen der Firma Mindmatics aus München gefunden. Mehrfach für die Inanspruchnahme von Premium-SMS-Diensten. Er hat keine Ahnung, um was es geht, kennt die Firma nicht, sagt “Ich hab nichts bestellt!”. Ich sag: “Papa, da musst du dir einen Anwalt nehmen!” Er: “Ach für die 4 Euro lohnt das doch nicht!”

Werben auf verbraucherschutz.tv

Worum geht es? Die Firma bietet z.B. online-Gewinnspiele an, bei denen es um iphones, Reisen, Flachbildschirme und Auto geht. Dafür wird im Internet geworben auf so genannten “Landing-Pages” bei denen der Teilnahmebeitrag für mein Empfinden etwas versteckt präsentiert wird. Wer bei diesen Gewinnspielen mitmachen möchte, der muss sich online registrieren lassen. Bei der Registrierung muss eine Handynummer angegeben werden – an diese Nr. wird eine Bestätigungs-SMS geschickt. Wird diese SMS bestätigt, dann ist der User Teilnehmer eines SMS-Abos. Die Kosten dafür – geringe Beträge unterhalb von 10 Euro – werden dann als so genannte Premium-SMS-Dienste über die Handyrechnung des Teilnehmers abgerechnet.

Heißt: z.B. T-Mobile bucht die Gebühren im Auftrag von Mindmatic ab. Wer sich dagegen wehrt und die Abbuchungen zurück gehen lässt, dem sperrt der Anbieter das Handy. Allerdings: Die Kündigung des Dienstes geht recht einfach und wird in den AGB des Anbieters erklärt. Problem ist aber, dass die meisten, die in diese Abofalle getappt sind, dies über Monate nicht merken, weil sie ihre Handyrechnung nicht kontrollieren. Ich halte das Prinzip Mindmatics nicht für Abzocke, es ist alles rechtens, da es den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Es ist meiner Meinung nach aber ein Dienst, der nur funktioniert, weil ein großer Teil der Nutzer gar nicht weiß, dass er ein solches Vertragsverhältnis eingegangen ist und er kaum eine Möglichkeit hat, sein Geld ohne erheblichen Aufwand zurück zu bekommen. Übrigens: Hauptgeschäftsbereich von Mindmatic ist übrigens e-Mail-Marketing und hier der Handel mit Adressen.



verbraucherschutz.tv empfiehlt die Rechtsanwälte Schulze und Greif für kompetenten Rechtsrat rund um Internetabzocke, insbesondere für 1und1-, Deutsche Zentral Inkasso-, outlets- und top-of-software-Geschädigte. Bitte berücksichtigen Sie, dass eine Rechtsberatung und –vertretung mit Kosten verbunden ist.
Hier unverbindlich Kontakt aufnehmen - oder Telefon: 0 371 433 111 0 oder Mail: info@schulze-greif.de und zu Anlegerschutz-Themen wie Solar Millennium AG Dr. Ralf Stoll

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