Anleihe 2011/16 German Pellets GmbH insolvent

/ 12.02.2016 / / 253

Die Anleger der German Pellets GmbH sorgen sich nach der Insolvenzanmeldung um ihr Geld. Aktuell steht ein großes Fragezeichen über dem Anlagekapital . Ein Teil  hat die Anleihe 2011/16 gezeichnet und sich auf die in diesen Tagen anstehende Auszahlung gefreut. Daraus wird erstmal nichts. Mehrere deutsche Wirtschaftsmedien hatten im Vorfeld der Gläubigerversammlung  über Probleme bei Deutschlands größtem Pellets-Produzenten.  Zur Versammlung kam es nicht mehr: German Pellets melde Insolvenz an. Das Amtsgericht Schwerin lehnte den Antrag auf Eigeninsolvenz ab. ZuInsolvenzverwalterin wurde Bettina Schmudde von White&Case aus Hamurg bestimmt. Zwischen 2011 und 2014 sind insgesamt Anleihen im Wert von 234 Millionen Euro ausgegeben worden. weiterlesen

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Praktiker: Anleihe-Gläubiger gehen wohl leer aus

/ 24.05.2017 / / 21

Die Zeichner der Praktiker-Anleihe (WKN: A1H3JZ, ISIN: DE000A1H3JZ8) gehen mit großer Wahrscheinlichkeit leer aus. Das berichtet das Handelsblatt am 18. Oktober 2013. Die Baumarktkette Praktiker hatte die Unternehmensanleihe 2011 mit einem Zinssatz von 5,875 Prozent mit einer Laufzeit bis 2016 herausgegeben. Allerdings hatte Praktiker im Juli dieses Jahres Insolvenz angemeldet.

Opfer der Insolvenz drohen nun auch die Anleihe-Zeichner zu werden. Laut Handelsblatt können ihre Forderungen höchstwahrscheinlich noch nicht einmal im Ansatz erfüllt werden. Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden, sieht für die Anleihe-Zeichner nun nur noch einen Ausweg, um eventuell doch noch zumindest einen Teil des Geldes zu retten. Er rät, mögliche Ansprüche auf Schadensersatz rechtlich überprüfen zu lassen.

Als die Baumarktkette Praktiker in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, bekam das auch die Unternehmensanleihe zu spüren. Schon 2012 wurden die Zeichner der Anleihe aufgefordert, auf einen großen Teil der Zinsen zu verzichten. Inzwischen droht nicht nur der Zinsverzicht, sondern der Totalverlust des Geldes.

Cäsar-Preller: „Die Praktiker-Anleihe ist ein typisches Beispiel für das trügerische Geschäft mit Mittelstandsanleihen. Das Unternehmen genießt einen guten Ruf und der Zinssatz von fast 6 Prozent klingt natürlich verlockend. Allerdings ist er auch ein Zeichen dafür, dass die Anleihe mit großen Risiken behaftet sein könnte.“

Über eben dieses Risiko hätten die Zeichner der Praktiker-Anleihe im Anlagegespräch auch informiert werden müssen. Darüber hinaus sei zu prüfen, ob nicht schon der Anleihe-Prospekt fehlerhaft war. „Das sind zwei Faktoren, die den Anspruch auf Schadensersatz begründen könnten“, so Cäsar-Preller.

 

Mehr Informationen: http://www.caesar-preller.de/aktuelles/artikel/anlegerschutz/

 

Autor: Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

 

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