Worauf kommt es an bei einer Datenrettung?

/ 04.02.2022 / / 16

Nicht nur im geschäftlichen Umfeld spielt das Thema Datenrettung eine große Rolle. Auch im privaten Umfeld können wichtige Daten verloren gehen. Ob es sich um eine defekte Festplatte, einen Hackerangriff oder völlig andere Ursachen handelt, ist für den privaten Anwender dabei zunächst zweitrangig. Die oberste Priorität liegt auf der Rettung und Wiederherstellung der Dateien. Wie kann es zu einem Datenverlust kommen?

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Ein Datenverlust im geschäftlichen oder privaten Umfeld kann vielfältige Ursachen haben:

Technische Ursachen

Ein technischer Defekt gehört zu den häufigsten Ursachen, die eine Datenrettung im privaten Umfeld notwendig machen. Das kann eine alte Festplatte sein, die einfach nach einer gewissen Lebensdauer den Dienst verweigert. Auch der Defekt anderer Komponenten innerhalb eines Computers oder Laptops kann dazu führen, dass auf Daten nicht mehr zugegriffen werden kann.

Mutwilliger Angriff von außen

Angriffe durch Hacker können jeden treffen. Wenn selbst eine Großmacht wie die USA nicht jeden gezielten Hackerangriff vereiteln können, welche Chance hat da eine Privatperson? Zumindest keine deutlich kleinere! Diese Antwort mag überraschen, hängt allerdings auch mit der Tatsache zusammen, dass sich selten Hacker gezielt gegen einzelne Personen richten und diese so massiv angreifen. Ein guter und vor allem aktueller Virenschutz hat einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Sicherheit Ihrer Daten!

Durch den Anwender verursachte Fehler

Neben dem technischen Defekt und dem Hackerangriff tragen in vielen Fällen auch Bedienungsfehler Schuld am Verlust sensibler Daten. Fehlende Sicherungskopien, vergessene Passwörter oder das versehentliche Löschen gehören zu den häufigsten Ursachen.
Die Gefahr, die von unsicheren oder einfachen Passwörtern wie “Hallo”, “12345” oder “00000” ausgeht, kann man ebenso als Anwenderfehler sehen. Auch wenn ein Hacker den Schaden anrichtet, trägt der Anwender in diesen Fällen zumindest eine Teilschuld aufgrund seines leichtsinnigen Verhaltens. Achten Sie auch darauf, wo Sie Ihr Passwort eingeben! Sogenannte Phishing-Seiten sehen meist täuschend echt aus!

Welche Kriterien spielen eine Rolle bei der Wahl des Datenretters?

Unabhängig von der Ursache des Datenverlusts gibt es einige Kriterien für eine seröse Datenrettung:

  • Erstellung eines transparenten Kostenvoranschlags oder Angebots
  • Langjährige, belegbare Erfahrung des Unternehmens in der Datenrettung
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) auf Grundlage von deutschem Recht und ein Firmensitz in Deutschland
  • Das Unternehmen verfügt über eine Haftpflichtversicherung
  • Vor Auftragserteilung wird eine umfassende, telefonische Beratung durchgeführt

Darüber hinaus gibt es noch speziellere Punkte, die jedoch nicht in allen Fällen ausschlaggebend sein müssen.
Neben den Qualitätsstandards muss auch das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen sein. Gerade im privaten Bereich ist die Höhe der Kosten häufig das wichtigste Entscheidungskriterium.

Worauf muss man achten, wenn man ein Unternehmen mit der Rettung und
Wiederherstellung der eigenen Daten beauftragt?

Wenn Sie ein Unternehmen mit der Rettung oder Wiederherstellung Ihrer privaten Daten beauftragen möchten, sollten Sie sich im Voraus detailliert telefonisch beraten lassen. Erfahrene Datenretter können sich häufig auf Grundlage Ihrer Beschreibung des Problems bereits ein erstes Bild vom Umfang des Schadens machen. So kann bereits eine erste Kostenschätzung abgegeben werden. Für ein verlässliches Angebot muss die defekte oder verschlüsselte Festplatte vom Unternehmen vor Ort untersucht werden.
Achten Sie zudem auf die genauen Vertragsklauseln! Die Berechnung hoher Preise trotz ausbleibender Leistung ist in der Regel unseriös. In besonderen Fällen kann auch ein seriöses Unternehmen eine Aufwandspauschale für die versuchte und erfolglose Datenrettung in Rechnung stellen. Das ist jedoch nur bei schweren Schäden am System der Fall. Der Regelfall ist eine Koppelung des Rechnungsbetrags an den Prozentsatz der geretteten Daten.

Wie erkennt man schwarze Schafe unter den Unternehmen?

Datenretter ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Daher gibt es auch einige Anbieter, die in diesem Bereich lediglich das schnelle Geld wittern. Sie wollen Profit schlagen aus der Not des Kunden und arbeiten häufig mit Strategien, die kein seriöses Unternehmen anwenden würde. Dazu zählen unter anderem:

  • Sie setzen den Kunden unter Druck, wollen eine schnelle Entscheidung erzwingen.
  • Sie erstellen kein schriftliches, detailliertes Angebot, sondern arbeiten häufig mit Festpreisen.
  • Sie werben häufig mit sehr günstigen Preisen, die nicht an den Erfolg der Datenrettung gekoppelt sind
  • Sie führen am Telefon kein Beratungsgespräch, sondern ein Verkaufsgespräch. Häufig erreichen Sie als Kunde lediglich ein Callcenter.
  • Sie berücksichtigen den Datenschutz nicht oder nicht ausreichend.

Was kostet eine seriöse Datenrettung?

Der genaue Preis einer Datenrettung ist immer vom Schaden und vom Umfang der notwendigen Arbeiten abhängig. Mechanische Schäden an einer Festplatte müssen beispielsweise in einem Reinraum durchgeführt werden. Dadurch entstehen natürlich höhere Kosten als bei einem Softwareproblem, dass ohne spezielle Maßnahmen von einem Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz gelöst werden kann.

Bevor Sie sich von einem günstigen Preis blenden lassen, hinterfragen Sie das Angebot. Holen Sie mehrere Angebote ein. Weder sehr günstige noch sehr teure Angebot machen einen seriösen Eindruck.

Ein Stundensatz von 60 EUR bis 120 EUR liegt auf jeden Fall in einem nachvollziehbaren Rahmen.

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Kategorien: Verbraucherschutz

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