Diese Fehler beim Umzug können teuer werden

/ 27.09.2021 / / 64

Umzüge kosten Geld, das ist wohl jedem klar. Umzugshelfer, Wagen mieten, alte Wohnung streichen – da kommt ganz schön was zusammen. Was viele aber nicht wissen: Es gibt noch viel größere Kostenfallen, die möglicherweise ernsthafte Folgen haben können, wenn man sich nicht ausreichend informiert. Es beginnt bei der Bürokratie, reicht über den Tag des Umzugs und endet sogar bei bösen Unfällen mit Personenschäden. Wer sich mit diesen Gefahrenherden beim Umzug nicht auskennt, der setzt eigentlich nur auf Glück und steht dann im Regen, wenn doch etwas passiert. Ein kurzer Einblick in die Kostenfallen des Umzugs kann dies aber schon verhindern!

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Unfälle beim Laden

Bei einem Umzug muss – logischerweise – viel transportiert werden. Je nach Größe des Haushalts kann da schon ganz schön was zusammenkommen. Das Problem dabei ist, dass Unfälle beim Laden nicht selten sind.

Typisch sind körperliche Schäden durch schweres Heben. Wer mit freiwilligen Helfern arbeitet, die sonst keine Umzüge fahren, der riskiert immer, dass sich jemand verletzt. Handelt es sich dabei klar um ein Eigenverschulden ist es zunächst nur ärgerlich – ist die Schuldfrage nicht geklärt, kann es sogar zu einem Rechtsstreit kommen.

Gleiches gilt auch, wenn etwas kaputtgeht. Das gute Porzellan, die Vase der Großmutter oder die teuren Möbel – in einigen Fällen greift die Versicherung nicht. Wird ein professionelles Umzugsunternehmen beauftragt (hierzu informieren), wird das Unfallrisiko nicht nur minimiert, für die Schäden muss auch auf jeden Fall das Unternehmen aufkommen.

Typische Unfälle, die man nicht kommen sieht:

  • Instabile Kartons
  • Rückenprobleme durch schweres Heben
  • Beschädigung des Hausflurs
  • Unfälle beim Ein- und Ausparken

Auch der Transport des Hausstandes ist ein Gefahrenherd. Das Beladen des Umzugswagens sollte sorgfältig erledigt werden. Herumfliegende Gegenstände können Insassen verletzen. Eine einseitige Beladung kann dafür sorgen, dass der Wagen ein ungewöhnliches Fahrverhalten zeigt. Wer nicht richtig belädt, riskiert nicht nur Unfälle, es kann auch teuer werden, wenn die Polizei den Wagen anhält.

Die alte Wohnung

Richtig ärgerlich sind Kosten, die nicht für die neue Wohnung entstehen (z.B. Möbel oder der Umzug selbst), sondern die eine Folge der alten Wohnung sind. Das passiert immer wieder und kann auf verschiedene Arten glücklicherweise verhindert werden.

Zum einen muss der Auszug rechtzeitig geplant und mit dem Vermieter kommuniziert werden. Damit ist nicht nur das Einhalten der Kündigungsfrist gemeint – es sollte auch schriftlich festgehalten werden, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden soll. Dazu gibt es vom Gesetzgeber etliche Vorgaben. Fordert der Vermieter beispielsweise eine Komplettrenovierung ist das nicht zulässig und es sollte auf entsprechende Gesetze verwiesen werden.

Durch das rechtzeitige Klären der Auszugsbedingungen kann auch verhindert werden, dass das Tapezieren oder Malern noch einmal viel Geld kostet. Hat man keine Zeit, dies selbst zu erledigen und findet auch keinen Malerservice, der dies kurzfristig übernimmt, wird der Vermieter die Wohnung selbst malern lassen – und es in Rechnung stellen.

Bürokratie

Ein letzter Punkt, den viele Menschen in der Hektik vergessen, ist die Bürokratie. Denn wer seinen Umzug nicht rechtzeitig meldet, der kann eine Flut von Bußgeldern erhalten. Ein Nachsendeauftrag ist schon mal ein guter Anfang, um da größere Probleme (z.B. nicht angekommene Rechnungen) zu verhindern.

Aber auch der Gang zum Einwohnermeldeamt sollte sofort geplant werden. Allerspätestens 14 Tage nach Einzug sollte die Meldung erfolgt sein, sonst droht ein Bußgeld (Pro Tipp: Die Vereinbarung eines Termins kann diesen Zeitraum strecken). Gleiches gilt für die Kfz-Stelle: Wer zu spät kommt, der muss zahlen. Wichtig ist auch, dem Finanzamt die neue Adresse mitzuteilen. Sonderfälle gibt es beispielsweise bei Verbindlichkeiten – Kreditgeber, das BAföG-Amt und Gerichte sollten umgehend informiert werden, sonst drohen Kosten oder sogar ein Rechtsstreit.

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Kategorien: Verbraucherschutz

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