Neue Energielabel – Das bedeuten sie

/ 28.05.2021 / / 16

Seit dem März des Jahres 2021 gelten neue EU-Effizienzlabels hinsichtlich des Energieverbrauchs einiger Elektrogeräte. Teilweise ergeben sich aus diesen große Veränderungen. Der Vergleich des neuen und des alten Energielabels desselben Kühlschranks kann so beispielsweise zeigen, dass die Energieeffizienzklasse des Geräts laut dem neuen Label der Klasse E entspricht – früher war es die Klasse A+++. Daneben gestaltet sich auch der jährliche Verbrauchswert des Kühlschranks aufgrund neuer Messmethoden anders.

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Welche Geräte sind von den neuen Energielabels betroffen?

Das neue EU-Effizienzlabel, welches am 1. März 2021 eingeführt wurde, gilt aktuell für Monitore und Fernseher, Gefriergeräte, Kühlschränke, Waschtrockner, Waschmaschinen und Spülmaschinen.

Ab September des Jahres 2021 erhalten daneben auch Lampen die neuen EU-Labels. Für sämtliche anderen elektronischen Geräte, wie Herd-Backofen Kombinationen, Staubsauger oder Wäschetrockner, werden die neuen Kennzeichnungen wohl erst im Jahr 2024 eingeführt. Für Heizungen sind die Änderungen sogar erst im Jahr 2026 vorgesehen.

Diese Änderungen ergeben sich aus den neuen Energielabels

Bei den neueingeführten Energieeffizienzkennzeichnen existieren die Plus-Klassen, wie „A++“ oder „A+++“, nicht mehr. Die Skala der Labels reicht stattdessen von A bis G, damit die einzelnen Klassen eine höhere Aussagekraft erhalten. Zuletzt konnten nämlich beispielsweise nahezu alle Kühlschrankmodelle die Bestklassen erreichen. Somit war es kaum mehr möglich, einzuschätzen, welche Geräte tatsächlich weniger Energie verbrauchen.

Auch die Anforderungen an die Energieeffizienz steigen durch die Einführung der neuen Skala. Aktuelle Modelle werden dadurch in erheblich schlechtere Klassen zurückgestuft. Viele der Kühlschränke, die vorher mit „A+++“ gekennzeichnet wurden, erreichen so mit den neuen Energielabels lediglich noch die Klasse C, einige von ihnen schaffen es vielleicht auch in die Klasse B. Allerdings werden die Voraussetzungen für die Klassifizierung A wohl von keinem einzigen aktuellen Kühlschrankmodell erfüllt. Im Bereich der Energieeffizienz besteht so nun wieder mehr Luft nach oben, wodurch die Hersteller motiviert werden sollen, die Entwicklung von noch sparsameren Geräten voranzutreiben.

Verändert haben sich darüber hinaus auch die Messmethoden für die Energielabels. Daher fallen die Angaben hinsichtlich des jährlichen Energieverbrauchs aktueller Geräte ebenfalls anders aus. Es ist somit nicht möglich, die Kilowattstunden-Werte, die auf den neuen Labels zu finden sind, mit denen der alten Kennzeichnungen zu vergleichen. Beispielsweise wird die Zahl der Kilowattstunden bei Spülmaschinen durch die neuen Messverfahren bei sämtlichen Geräten wesentlich geringer ausfallen als vorher. Höher liegen die neuen Werte dagegen bei Kühlschränken, da die Prüfung nun auch die alltägliche Nutzung der Geräte berücksichtigt.

Neu ist auch, dass auf den Labels ein QR-Code zu finden ist, welcher nähere Informationen zu dem jeweiligen Produkt liefert. Einige Geräte weisen auf ihren Labels noch weitere neue Angaben auf. Auf den Kennzeichnungen von Spül- und Waschmaschinen kann so zum Beispiel abgelesen werden, wie lange das jeweilige Energiesparprogramm läuft, welches dem angegebenen Energieverbrauch entspricht.

Zahlreiche Verbesserungen durch neue Energielabels

Mit den neuen Kennzeichnungen gehen zahlreiche Verbesserungen einher, da eine feinere Unterscheidung zwischen den einzelnen Effizienzklassen vorgenommen wird. So kann der Energieverbrauch eines Gerätes wesentlich exakter und schneller eingeschätzt werden.

Dadurch, dass auch die Anforderungen anspruchsvoller ausfallen, finden sich ebenfalls nicht nahezu alle Modelle mehr in den Bestklassen wieder. Daneben entsprechen nun auch die Prüfverfahren eher den realistischen Nutzungsbedingungen der Geräte im Haushalt.

 

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