Abgasmanipulation bei Porsche-Benzinern – Verdacht erhärtet sich

/ 01.10.2020 / / 43

Ende August wurde der Verdacht bekannt, dass es möglicherweise auch Abgasmanipulationen bei Porsche-Benzinern gab. Dieser Verdacht hat sich nun offenbar erhärtet.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Wie das Wirtschaftsmagazin Business Insider berichtet, wurden in den Prüffahrzeugen größere Zahnräder im Getriebe verwendet als in der Serienproduktion. Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung: Durch die größeren Zahnräder verliert der Motor zwar ein wenig an Spritzigkeit dafür sinkt im Gegenzug der Kraftstoffverbrauch und der Kohlendioxid-Ausstoß wird reduziert. Dies haben dem Bericht zu Folge Mitarbeiter bei den internen Porsche-Untersuchungen angegeben.

Zulässig ist diese „Trickserei“ nicht. Prüffahrzeuge müssen mit den Fahrzeugen der Serienproduktion übereinstimmen. „Das legt den Verdacht nah, dass bei den betroffenen Porsche-Fahrzeugen die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß anders nicht eingehalten werden konnten“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Porsche hat die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, räumt aber ein, dass es die Manipulationen in Einzelfällen gegeben haben könnte. Derzeit wird nach alten Prüffahrzeugen gesucht, um den Verdacht zu entkräften oder zu bestätigen. Nach derzeitigem Stand könnten Fahrzeuge der Baujahre 2008 bis 2016 betroffen sein. Die aktuelle Produktion sei definitiv nicht betroffen, versicherte Porsche.

Den Verdacht der Abgasmanipulationen bei Benzinern hatte Porsche bereits im Juni dem Kraftfahrt-Bundesamt, den US-amerikanischen Umweltbehörden und der Staatsanwaltschaft Stuttgart mitgeteilt. Nach Medienberichten sollen Veränderungen erst vorgenommen worden sein, nachdem das KBA die Zulassung erteilt hatte. Betroffen sollen u.a. der Porsche 911 und der Porsche Panamera der Baujahre 2008 bis 2013 gewesen sein.

„Bestätigt sich der Verdacht, hätten die Fahrzeuge die Typengenehmigung nicht erhalten dürfen und Behörden und Verbraucher wurden getäuscht“, so Rechtsanwalt Seifert. Der Abgasskandal bei Porsche würde sich nicht mehr auf die Diesel-Modelle des Cayenne oder Macan beschränken, sondern auch Benziner erfassen. „Betroffene Porsche-Fahrer haben die Möglichkeit, Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Bei den Diesel-Modellen haben die Gerichte betroffenen Porsche-Käufern bereits Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zugesprochen“, so Rechtsanwalt Seifert.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte ist Kooperationspartner der IG Dieselskandal und bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Udo Schmallenberg: Brieffreundschaften mit AUDI funmktionieren leider nicht. Da nutzen nur Klagen...
  • Michael: Moin Bernd Q7 aus 04-2017 . Mein Anwalt tut sich momentan schwer . Seine Meinung ist,...
  • Lissi: Habe bei Google einfach besagte Nummer eingegeben (35314369001) und siehe da … Wenn...
  • Birgitt: Also auch mir ist es nun passiert. Ich habe für drei Jahre diesen unkündbaren Vertrag...
  • Udo Schmallenberg: Klagen auf Unterlassung, strafbewehrt mit 100.000 Euro – wenn...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961