Elektrische Massagegeräte: Was nutzen sie wirklich

/ 16.09.2020 / / 23

Immer mehr Menschen nutzen elektrische Massagegeräte in unterschiedlichsten Ausführungen, um etwaige Verspannungen und Schmerzen selbst beseitigen zu können. Diese Gerätschaften bieten eine Menge Vorteile, schließlich lassen sie sich flexibel einsetzen, überall hin mitnehmen und fallen letztlich auch weitaus günstiger aus als eine regelmäßige Inanspruchnahme analoger Massagen. Gleichwohl sollte man bei der Verwendung und Anschaffung solcher Geräte auf einige essentielle Punkte achten. Wir zeigen, worauf es vor allem ankommt.

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Arten und Funktionsweise von elektrischen Massagegeräten

Es gibt grundsätzlich nicht »das« elektrische Massagegerät. Vielmehr gibt es hier eine ganze Bandbreite an unterschiedlichsten Gerätschaften: Nacken- und Fußmassagegeräte, Massagestühle, spezielle Massagesitzauflagen sowie kleinere Handmassagegeräte für den universellen Gebrauch. Ihr Vorteil liegt buchstäblich auf der Hand: Sie sind klein und handlich und bedürfen keinerlei manueller Anstrengung. Damit bieten sie einen schnellen und effektiven Weg, um Verspannungen aufzulösen und Schmerzen zu lindern.

Grundsätzlich versucht man mit den elektrischen Massagegeräten die Techniken nachzuahmen, die auch bei einer manuellen Massage angewendet werden: Vibrieren, Klopfen, Drücken, Rotieren und Erwärmen (Infrarot). Zudem wird zunehmend auch die Ultraschalltechnologie angewandt. Das Ziel ist dabei immer, den Bewegungsapparat, die Muskeln, das Nervensystem, die Blutzirkulation sowie die Lymphe zu stimulieren und so zu einem höheren Wohlbefinden (Entspannung, Schmerzlinderung etc.) beizutragen. Ob es um Kopfschmerzen, Nervosität, Stress, Schlafstörungen oder etwa um einen Hexenschuss, Parkinson, Osteoporose oder Krampfadern geht: elektrische Massagegeräte versprechen schnelle und vergleichsweise kostengünstige Abhilfe. Aber helfen sie wirklich?

Grundsätzlich gilt, dass elektrische Massagegeräte eine analoge Massage nicht ersetzen können. Nicht nur verfügen Masseure über ein breites Wissen um etwaige Krankheitsbilder und entsprechende Diagnose- und Behandlungsmethoden; auch können sie mit ihren geübten Finger- und Handbewegungen weitaus filigraner und zielgenauer agieren als dies mit einem Massagegerät (bislang) möglich ist. Von daher ist zunächst einmal zu bedenken, dass elektrische Massagegeräte in erster Linie keine medizinischen Geräte, sondern reine Wellnessgeräte sind.

Falsche Anwendung und minderwertige Qualität oftmals ein Problem

Des Weiteren hängt die Wirkung elektrischer Massagen stark von der konkreten Anwendung durch die Benutzer ab. Wer beispielsweise zu stark oder zu schwach drückt, kann entweder Schäden oder gar keine Effekte hervorrufen. Davon ab ist es nicht gar so einfach, die richtige Stelle auszusuchen bzw. zu finden, die zu massieren es Sinn macht. In bestimmten Fällen sollte man eine Massage besser ganz sein lassen und einen Arzt konsultieren. Das ist zum Beispiel bei Verletzungen bzw. Entzündungen der Fall oder wenn der Schmerz im Bereich der Wirbelsäule auftritt. Von daher kann als Faustregel für die Nutzung von elektrischen Massagegeräten gelten, dass sie nur dann zum Einsatz kommen sollten, wenn man nur leichte Verspannungen oder Ermüdungserscheinungen hat. Hat man es dagegen, wie gesagt, mit starken Schmerzen (zumal in sensiblen Bereichen) oder eben gar Verletzungen zu tun, so sollte man doch lieber einen Arzt konsultieren – zumindest aber einen Physiotherapeuten.

Schließlich unterscheiden sich elektrische Massagegeräte auch stark hinsichtlich ihrer Qualität. Hier gilt es besonders darauf zu achten, dass alle bewegungsintensiven Teile gut verarbeitet sind. Zudem sollten die Geräte auch genügend Kraft haben, ansonsten können mit ihnen keine signifikanten Gesundheitseffekte erzielt werden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass elektrische Massagegeräte durchaus eine positive Wirkung auf Körper und Seele haben können, es jedoch nicht per se gewährleisten. Es handelt sich bei ihnen um Wellnessanwendungen, nicht um medizinische Behandlungen. Inwieweit sie eine positive Wirkung mit sich bringen, hängt vor allem von der Art und Weise der je konkreten Nutzung sowie von der Qualität des jeweiligen Gerätes ab. Eine Beratung durch eine Fachkraft ist im Vorfeld der Anschaffung solcher Gerätschaften insofern sehr sinnvoll.

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Kategorien: Verbraucherschutz

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