Fürs Alter vorsorgen: Immobilie kaufen

/ 30.07.2020 / / 59

Wenn sie das Rentenalter erreicht haben, bleibt vielen Menschen zum Leben nur noch wenig Geld – selbst dann, wenn diese eine Immobilie ihr Eigen nennen. Grundsätzlich stellt die eigene Immobilie für den Großteil der Deutschen noch immer die sicherste Altersvorsorge dar. Schließlich können Rentner in dieser für den Rest ihres Lebens mietfrei wohnen.

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Es gibt dabei allerdings das Problem, dass zusätzliche Liquidität durch eine Immobilie nicht geschaffen wird. Daher stellen sich viele Rentner die Frage, ob es sinnvoller ist, ihre Immobilie zu verkaufen, besonders, wenn keine möglichen Erben vorhanden sind.

Mittlerweile hat sich eine eigene Finanzbranche etabliert, welche die Wohnungen und Häuser älterer Menschen kauft und damit wirbt, die Immobilien in eine lebenslange Rente zu verwandeln.

Hier kommt es besonders darauf an, einen seriösen Anbieter zu finden. Unabhängige Online-Portale wie bspw. Renteplusimmobilie.de leisten hierbei Aufklärungsarbeit und bieten Verrentungschecks und Anbietervergleiche

 

Doch was gibt es bei dieser Entscheidung außerdem zu beachten?

Die Grundlagen des Modells

Spezielle Dienstleister machen den Rentnern das Angebot, ihre Bestandsimmobilie an einen Investor zu veräußern. Für den Verkauf erhalten die Senioren entweder eine einmalige Zahlung oder eine lebenslange, zusätzliche Rente.

Zwar sind sie nicht mehr im Besitz der Immobile, allerdings wird vertraglich festgehalten, dass sie diese weiterhin bewohnen dürfen, ohne Miete zahlen zu müssen.

Lohnt sich das Modell?

Viele Kritiker bewerten das Modell als Wette auf den baldigen Tod eines Menschen. Schließlich muss der neue Immobilienbesitzer dafür Sorge tragen, dass die Rente für den Rest des Lebens des ehemaligen Besitzers ausreicht.

Wenn die Lebenserwartung der Senioren höher ausfällt, als durch den Investor kalkuliert, muss dieser mehr zahlen. Aus diesem Grund werden in die Kalkulation einige Abschläge eingebaut. Beispielsweise reduziert sich der monatliche Rentenbetrag, wenn mit einer längeren Lebensdauer gerechnet wird – schließlich ist der Zeitraum, auf den die Gesamtsumme verteilt wird, dann länger.

Wenn – nach der Übertragung der Immobilie – der Verkäufer noch sehr lange lebt, ist das Geschäft für ihn durchaus lohnenswert, denn er profitiert noch viele Jahre von dem mietfreien Wohnen. Kommt es allerdings kurz nach dem Vertragsabschluss zum Ableben, ist das Geschäft für den Käufer sehr lukrativ, denn nun kann er über die Immobilie frei verfügen und sie mit einem hohen Gewinn wieder veräußern.

Die Nachteile des Modells

Das Modell mag sich zwar im ersten Augenblick sehr attraktiv anhören, allerdings dürfen auch seine Tücken nicht außer Acht gelassen werden.

Für den Verkäufer der Immobilie lohnt sich das Geschäft nur, wenn er noch lange nach dem Verkauf lebt. Es gibt eine Vielzahl an Anbietern, worunter auch einige schwarze Schafe sind – es ist somit nicht leicht, die Seriosität des jeweiligen Angebots einzuschätzen.

Die individuelle Berechnung sollte daher in jedem Fall immer detailliert überprüft werden. Dazu zählt vor allem, ob der Immobilienwert objektiv geschätzt wurde, die individuellen Vorzüge der Immobilie berücksichtigt und welche Sterbetafeln für die Berechnung zu Rate gezogen wurden. Die beste Empfehlung ist es, den Vertrag mitsamt allen Klauseln von einem versierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Welche Alternativen gibt es?

Ist zwar eine eigene Immobilie vorhanden, dabei allerdings zu wenige liquide Mittel, sollte erst einmal geprüft werden, ob bei den Ausgaben Einsparungen vorgenommen werden könnten. Vielleicht ist es auch möglich, die Einkünfte, zum Beispiel durch eine Untervermietung, zu erhöhen.

Auch kann bei der Bank erfragt werden, ob die Aufnahme eines Grundschulddarlehens möglich ist. Natürlich ist es ebenfalls stets möglich, die Immobilie in Eigenregie zu veräußern. Die Verrentung macht für diejenigen Sinn, die unbedingt in ihrer bestehenden Immobilie weiterhin leben möchten.

 

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Kategorien: Verbraucherschutz

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