Tracking im Netz – Das muss man wissen

/ 13.05.2020 / / 60

Es gibt einige Dienste im Internet, welche durch die Nutzung von technischen Tricks Seitenaufrufe der Nutzer verfolgen und speichern. Dazu gehören beispielsweise auch die Dienste der großen Suchmaschine Google, die heute nahezu jeder Internetuser nutzt. Dieses Vorgehen, bei denen Nutzerdaten und Bewegungen im Netz erhoben und ausgewertet werden, wird auch als Tracking bezeichnet. Um einen Tracking Schutz zu gewährleisten, gibt es allerdings einige Möglichkeiten.

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Viele Menschen möchten nämlich nicht, dass ihre Daten erhoben und gespeichert werden. Wenn keine Schutzmaßnahmen gegen das Tracking im Internet ergriffen werden, können dubiose Dienste beispielsweise umfangreiche Personenprofile über die Nutzer anlegen und diese missbrauchen.

Die Rolle der Cookies

Damit die Dienste ihre stetige Verfolgung und eindeutige Identifizierung durchführen können, vergeben sie spezielle Nummern an die Nutzer. Diese werden auf dem Computer im Hintergrund als sogenannter Cookie gespeichert. Bei allen folgenden Abrufen werden diese Cookies an die Dienste erneut übertragen. Selbst, wenn die Internetzugänge oder die IP-Adressen der betreffenden Nutzer wechseln, findet diese Übertragung weiterhin statt. So können die Dienste immer umfangreichere Profile anlegen.

Es wird dadurch möglich, dass alle Abrufe von Internetseiten oder Suchanfragen über mehrere Jahre noch derselben Nummer zugeschrieben werden können. Durch Log-Ins, die in diesem Zeitraum erfolgen, die Nutzung bestimmter IP-Adressen, bestimmter Verhaltensmuster oder Suchanfragen, können die Nummern so immer wieder mit dem gleichen betreffenden Nutzer verbunden werden. Die Cookies spielen beim Tracking also eine tragende Rolle.

Schutz vor Tracking im Internet

Es gibt einige Maßnahmen, die Nutzer ergreifen können, um das Tracking im Netz zu verhindern.

Beispielsweise sollte bei jeder Schließung des Browsers die Löschung aller Cookies durchgeführt werden. Erlaubt werden sollten Cookies nur auf den Internetseiten, die aktuell aktiv sind. Ebenfalls sollten die sogenannten Flash-Cookies nicht außer Acht gelassen werden. Diese funktionieren ähnlich wie die herkömmlichen Cookies und sind auf vielen Internetpräsenzen unauffällig eingebettet. JavaScripts sammeln ebenfalls Nutzerdaten im Internet – daher sollten die bekannten Tracking-Dienste, wie zum Beispiel Google Analytics, geblockt werden. 

Das Löschen der Cookies funktioniert relativ einfach. Dazu müssen in den Einstellungen des entsprechenden Browsers die Datenschutz-Konfigurationen aufgerufen werden. In der Regel finden Nutzer dort die Option, Cookies von Drittanbietern grundsätzlich nicht zu akzeptieren. Bei dem Browser Firefox lässt sich zum Beispiel auch die Option auswählen, dass die Cookies nur so lange gespeichert werden, bis der Browser wieder geschlossen wird.

Um die sogenannten Super-Cookies oder Flash-Cookies zu löschen, werden spezielle Plug-Ins benötigt.

Seitenübergreifende Tracking-Dienste

Die site-übergreifenden Dienste, wie zum Beispiel Facebook-Buttons, Google Analytics und Google-Ads sind ein wenig problematischer. Diese werden nämlich nicht von dem Webseitenbetreiber selbst geladen, sondern von den Unternehmen, die dadurch Informationen über den Seitenbesuch des Nutzers erhalten. Doch auch hierfür sind spezielle Programme erhältlich, die beispielsweise eine Warnung einblenden, wenn diese Dienste auf einer Seite aktiv sind.

Leider hinterlässt dennoch jeder Browser einen sehr individuellen Fingerabdruck im World Wide Web. Um diesen bei der Reise durch das Internet zu verwischen und nicht nachverfolgbar zu machen, bedarf es eines speziellen Torbrowsers, der seine Spuren im Internet aktiv verfälscht und so ein Tracking durch Dritte nicht mehr möglich macht.

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Kategorien: Verbraucherschutz

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