Forderungen im Insolvenzverfahren der PIM Gold anmelden

/ 19.12.2019 / / 59

Auch wenn Weihnachten vor der Tür steht, müssen Anleger der insolventen PIM Gold GmbH noch in diesem Jahr handeln und ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Nachdem das Amtsgericht Offenbach das Insolvenzverfahren über den Goldhändler am 1. Dezember 2019 offiziell eröffnet hat (Az. 8 IN 402/19), wurde den Anlegern eine Frist zur Anmeldung der Forderungen bis zum 31.12.2019 gesetzt.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Die Frist ist zwar kurz, dennoch sollten die Anleger sie nicht ungenutzt verstreichen lassen. Im Insolvenzverfahren können nur angemeldete Forderungen berücksichtigt werden. Wer seine Forderungen nicht beim Insolvenzverwalter anmeldet, geht leer aus.

„Grundsätzlich können die Anleger ihre Forderungen selbst anmelden. Da sich die Frage des Eigentums an dem Gold und der damit verbundenen Aussonderungsrechte als schwierig gestaltet, unterstützen wir die Anleger gerne bei der Forderungsanmeldung, damit nicht noch mehr Geld für die Investoren verloren geht“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, aus Stuttgart.

Derweil gibt es für die Anleger weitere schlechte Nachrichten. Der Schaden könnte noch höher ausfallen als bisher angenommen. War die Staatsanwaltschaft Darmstadt zunächst noch davon ausgegangen, dass etwa 1,9 Tonnen Gold mit einem Wert von ca. 82 Millionen Euro fehlen,  geht der Insolvenzverwalter inzwischen davon aus, dass Gold im Wert von rund 138 Millionen Euro verschwunden ist oder nie existiert hat, berichtete das „Handelsblatt“. Das bedeutet, dass ca. 90 Prozent des investierten Geldes verloren sein könnten. Zudem gebe es Hinweise, dass mit den Anlegergeldern möglicherweise Gold angekauft und dann in die Türkei transferiert worden sei. Ob es dort noch aufzutreiben ist, ist fraglich.

Die offenbar chaotische Buchführung der PIM Gold GmbH  ist für den Insolvenzverwalter nur schwer zu durchschauen, so dass der Verbleib des Goldes und das Ausmaß des Schadens immer noch nicht ganz nachzuvollziehen ist. Wie das „Handelsblatt“ weiter berichtet, sei der Insolvenzverwalter inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass das Geschäftsmodell der PIM Gold auf Dauer nicht rentabel sein konnte. Die staatsanwaltlichen Entwicklungen dauern an.

„Auch wenn die Insolvenzquote für die Anleger vermutlich nicht allzu hoch ausfallen wird, sollten die Forderungen jetzt unbedingt angemeldet werden, um den Schaden zu begrenzen. In einem zweiten Schritt können zudem Schadensersatzansprüche gegen Unternehmensverantwortliche und Vermittler geprüft werden“, so Rechtsanwalt Seifert. So hätten die Vermittler beispielsweise über die Risiken der Geldanlage aufklären und die Plausibilität des Geschäftsmodells prüfen müssen.

Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten an. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/index.php/faelle/pim-gold-gmbh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Udo Schmallenberg: Liebe Leute, ihr könnt euch das Spammen hier echt sparen – eure...
  • Udo Schmallenberg: Hallo, das kann ich hier leider nicht beantworten. Das kann eigentlich nur ein...
  • Wolfgang Rutschow: Wenn in der obersten Geschoßdecke eines Bürohauses eine Aussparung von 4 x 4 m...
  • Peter Buschman: Meine Frau ist seit einiger Zeit oft nicht zu Hause und die Erklärungen scheinen...
  • Udo Schmallenberg: Hallo, das hat auch nichts mit Adblue zu tun – es geht um die Vorstufe,...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961