Opel / Segula – Druck auf Opel-Ingenieure

/ 21.05.2019 / / 34

Im November 2018 haben Opel und Segula eine technische Partnerschaft vereinbart. Teil der Abmachung ist, dass Teile des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim von Segula Technologies übernommen werden. Die Opel-Mitarbeiter sind von einem Wechsel zu Segula wenig begeistert. Hunderte Opel-Ingenieure haben eine Abfindung, Altersteilzeit oder den Vorruhestand einem Wechsel vorgezogen.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Für Opel reicht das allerdings noch nicht. Rund 900 Mitarbeiter des Opel-Entwicklungszentrums ITEZ in Rüsselsheim sollen noch gehen. Letzte Fristen für einen freiwilligen Wechsel zu Segula oder einem freiwilligen Ausscheiden aus der Opel Automobile GmbH laufen am 21. Mai aus.

In einem Schreiben fordert Opel die Mitarbeiter auf, sich für eine Variante zu entscheiden. Ansonsten müssten die Mitarbeiter damit rechnen, dass sie im Rahmen der Stufe 3 der zwischen Opel und Segula im März 2019 geschlossenen strategischen Partnerschaft für einen Wechsel ausgewählt und dann vom beabsichtigten Betriebsübergang zu Segula betroffen sein können.

Das wiederum würde die rechtliche Position der Arbeitnehmer schwächen. Wer dann noch dem Betriebsübergang widerspricht, verliert nach einer betriebsbedingten Kündigung den Anspruch auf Abfindung nach Sozialplan, heißt es weiter in dem Schreiben.

„Die Mitarbeiter werden hier massiv unter Druck gesetzt, damit sie Opel auf die eine oder andere Weise verlassen. Wer nicht freiwillig geht, soll eben gezwungen werden. Wer sich dagegen wehrt, riskiert auch noch den Verlust der Abfindung. So eine Behandlung haben verdiente und qualifizierte Mitarbeiter nicht verdient“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden.

Freiwillig haben sich bislang nur wenige Fachkräfte für einen Wechsel zu Segula entschlossen. Wohl auch, weil sie schlechtere Konditionen befürchten. Rechtsanwalt Cäsar-Preller: „Für die Opel-Mitarbeiter steht viel auf dem Spiel. Daher sollten sie ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.“

Die Wiesbadener Kanzlei Cäsar-Preller ist tief in der Region verwurzelt und steht den betroffenen Arbeitnehmer als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Autor:
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Arbeit & Job Schlagwörter: /
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Stephan Huber: Schön, dass es an dieser Stelle weiter geht. Herr Prof. Dr. Pischinger ist auch...
  • Redaktion: Nein, leider nicht. Dieses Instrumentarium gibt es in Deutschland nicht, und ich denke...
  • Michael B.: Meine Erfahrung mit Unternehmen der United Internet sind bei den kostenfreien...
  • Michael B.: Schon der erste Satz in diesem Artikel unter dem Bild ist sachlich falsch: „Ein...
  • Thorben: Die Kanzlei Hörnlein und Feyler ist eine ganz gefährliche Institution. Im Gegensatz zur...