Mercedes: Freiwillige Rückrufaktion für die Schadstoffklasse 5

/ 19.03.2019 / / 1.457

Oben links steht die Adresse des Kraftfahrtbundesamtes und der behördliche Aktionscode der Rückrufaktion, die als “Freiwillige Kundendienstmaßnahme” der Daimler AG daherkommt und die Diesel-Modelle der Schadstoffklasse 5 zurück in die Werkstatt ruft.

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Im Schreiben legt Mercedes Wert darauf, das die Kundendienstmaßnahme mit dem KBA abgestimmt ist, vermeidet aber Ausführungen darüber, ob sich hinter dem Aktionscode NFD 6100005-5075-19 eine Zwangsmaßnahme oder ein freiwilliges Update versteckt.

So muss die Bescheinigung der Teilnahme demnächst als Teil der Fahrzeugpapiere mitgeführt werden – kein Wort dazu, was mit der Betriebsgenehmigung geschieht, falls das Update nicht ausgeführt wird. Laut Mercedes hat das Update keinen Einfluss auf gar nichts. Selbst über den Grund dieser Maßnahme schweigt man sich aus.

Szenekenner wissen, dass es sich bei dem Update um eine Neujustierung des Thermischen Fensters handelt, das Mercedes unter dem Deckmantel des Bauteileschutzes vor Überhitzung sehr breit auslegt. Mit der Definition eines Temperaturbandes von 7 bis 35 Grad bleibt die Abgasnachbehandlung zu großen Teilen deaktiviert.

Nach dem Update dürfte das gesamte Abgassystem wesentlich höherer Beanspruchung ausgesetzt sein – angefangen beim AGR-Ventil über den AGR-Kühler bis hin zum Dieselpartikelfilter. Ob diese Bauteile der Mehrbelastung durch die Neujustierung des Thermischen Fensters und der wesentlich aktiveren Taktung der Abgasrückführung standhalten ist völlig unklar.

Immerhin: Mercedes erweitert die Gewährleistung um 24 Monate und verspricht für Schäden einzutreten, die durch das Update ausgelöst werden.

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 2 Kommentare
Kategorien: Abgasskandal

2 Kommentare zu “Mercedes: Freiwillige Rückrufaktion für die Schadstoffklasse 5”

  1. Bernhard Woltersdorf sagt:

    Das Gleiche in der gleichen Art und Weise wurde auch bein meinem Mercedes GLC 250D Coupe, Erstzulassung Februar 2017 Euro 6 im November 2018 durchgeführt.
    Ich mußte 5 Zettel unterschreiben… was drinnen stand, weiß ich leider nicht mehr…!
    Der Werkstattmeister sagte noch, ein Schreiben des KBA wird folgen; aber bis heute nicht angekommen. Weiter sagte er, dass keine negativen Folgen eintreten. Aber nun: der Adblue-Verbrauch ist um das doppelte gestiegen…

    1. Redaktion sagt:

      Hallo Bernhard, es ist nicht auszuschlie0ßen, dass du das Schreiben nur bekommen hättest, wenn die den Rückruf verweigert hättest. Offensichtlich will man dirn das gute Argument des Zwangsrückrufes nicht in die Hand geben – reine Vermutung. Mehr erfahren auf http://www.ig-dieselskandal.de

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