Achtung vor Bitcoin Betrug im Namen der Höhle der Löwen

/ 21.02.2019 / / 752

Findet man eine Anzeige vom „größten Deal in der Geschichte“ der Sendung „Die Höhle der Löwen“, so sollte man besonders vorsichtig sein. Hinter derartigen Werbeanzeigen befinden sich sogenannte Trading-Bots, mit denen man – so die Anbieter – „über Nacht reich wird“. Man will also potentielle Investoren anlocken und versucht mit einer – jedoch frei erfundenen – Geschichte, also „fabricated content“, auf sich aufmerksam zu machen. Ganz egal, wie verlockend das Angebot auch klingen mag – es handelt sich nur um miese Abzocke. Das Geld, das hier investiert wird, sieht man nie wieder.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Jury-Mitglieder werden als Werbegesichter missbraucht

In „Die Höhle der Löwen“, einer deutschen Casting-Show, die auf dem Privatsender VOX ausgestrahlt wird, präsentieren Kandidaten innovative Ideen, die sodann von den Jury-Mitgliedern – dazu gehören Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Frank Thelen – bewertet werden.

Zu Beginn stand Frank Thelen im Mittelpunkt: Im Internet kursierte ein Video, das den Anschein erweckte, er würde 500.000 Euro in einen Bitcoin Trading-Bot investieren – Thelen investierte natürlich nie in eine derartige Software, zudem wurde der Trading-Bot auch nie in einer „Die Höhle der Löwen“-Sendung vorgestellt. Das Jury-Mitglied äußerte sich auf seiner Facebook-Seite und verkündete, dass bereits rechtliche Schritte eingeleitet wurden.

Aber nicht nur Frank Thelen wurde für die miese Abzocke missbraucht: Carsten Maschmeyer und Judith Williams sind ebenfalls beliebte Opfer, wenn es um das Bitcoin-Trading geht. Geht man nach den betrügerischen Anzeigen, so soll Williams 250 Euro investiert haben – nach drei Minuten durfte sie sich über einen Gewinn in der Höhe von 73 Euro freuen. Maschmeyer soll hingegen in einer „Die Höhle der Löwen“-Ausgabe gesagt haben, er würde „2 Millionen Euro für 25 Prozent“ investieren – auch nicht richtig. Die Software war nie Teil einer „Die Höhle der Löwen“-Episode.

Werbeanzeigen gibt es schon seit über einem Jahr

Die Betrüger gehen durchaus professionell vor. Zum einen verwendet man den Bekanntheitsgrad von „Die Höhle der Löwen“, andererseits wird auch ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, weil prominente Gesichter für das Produkt werben, mit dem man angeblich reich werden kann.

Klickt man auf eine der betrügerischen Anzeigen, so wird man auf eine Webseite weitergeleitet, die auf den ersten Blick an ein klassisches Newsportal erinnert. Hier wird ausführlich über den „größten Deal in der Fernsehgeschichte“ berichtet – und das ausgesprochen gut. Die Betrüger haben sich richtig viel Mühe gegeben.

Berücksichtigt man den Umstand, dass es derartige Anzeigen schon seit mehr als einem Jahr gibt, so wird schnell klar, dass auch der Suchmaschine Google dahingehend die Hände gebunden sind, derartige Inserate zu blockieren – und dass man mit dem System durchaus Geld verdienen kann. Denn würden die Betrüger keine Einnahmen verzeichnen, so könnten sie nicht noch immer Werbeanzeigen schalten, die natürlich Geld kosten. Der Betrug scheint also zu funktionieren.

Wie soll man wissen, dass es sich um Betrug handelt?

Angebote, die auf diversen Webseiten gefunden werden, sollten grundsätzlich hinterfragt werden. Vor allem dann, wenn es sich um ausgesprochen unrealistische Versprechen handelt, ist es mitunter besser, wenn man die Finger davon lässt.

Den „Die Höhle der Löwen“-Betrug kann man relativ leicht erkennen: Jede einzelne Anzeige nimmt auf die Show Bezug, bei Suchmaschinen und auf Webseiten werden die Anzeigen immer als „Anzeige“ oder „Werbung“ gekennzeichnet und die URL, die direkt auf der Homepage angezeigt wird, unterscheidet sich immer von der tatsächlichen URL, die sodann in der Browserzeile aufscheint, nachdem auf die Anzeige geklickt wurde.

Wer unsicher ist, ob das eine oder andere Angebot, das im Internet gefunden wird, seriös ist, kann auch nach Erfahrungsberichten suchen.

Wie gefährlich ist der Handel mit Kryptowährungen?

Natürlich kann man mit der Kryptowährung Bitcoin Gewinne einfahren. Wer etwa auf den Kursverlauf spekuliert und richtig liegt, der kann sich sehr wohl – je nach Einsatz – über Gewinne freuen.

Das größte Risiko ist aber die fehlende Regulierung, es gibt also keine Instanz, die vor Kursverlusten schützt. Schätzt man den Markt falsch ein, ist entsprechend auch ein Totalverlust möglich.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Fritz Riemel: Mir ist dasselbe passiert. Mir wurde heute für die Nachsendung eines Päckchens...
  • Burkhard Moll: Ich fahre einen Vito, 1313 edm, Baujahr 2016 mit dem Motor OM 651 und hatte schon...
  • Mailin Dautel: Ich wusste gar nicht, dass die Anschaffung der Arbeitskleidung auf die...
  • Stefan Kallenborn: Na endlich Mal sehen wie Daimler jetzt agiert!!!
  • Michael Clemens🏍: Bei meinem Multivan T6 DSG 150 PS Bj 5/2017(ich bin seid 1998 Multivanfahrer...