T6-Update – Machen lassen oder nicht?

/ 06.02.2019 / / 2.664

Am 4. Februar hatte die IG Dieselskandal die Mitglieder der T6-Gruppe darüber informiert, dass die Feldaktion 23Z7 in den VW-Systemen hinterlegt ist und T6-Besitzer vorerst nur bei Werkstattaufenthalten über die anstehenden Maßnahmen informiert werden.

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Einen Tag später ist klar: Aus der Feldaktion wird ein Rückruf werden, weil das KBA im Kontakt mit unserer Kooperationsanwältin Nicole Bauer eine entsprechende Anfrage eindeutig bejaht hat.

Betroffen sind offensichtlich alle T6 – 150 PS und 204 PS unabhängig vom Getriebe oder der Antriebsart (Frontantrieb oder 4Motion). Nicht betroffen sind Fahrzeuge, die im Rahmen des Auslieferungsstopps im Dezember 2017 nicht ausgeliefert wurden, oder in den 6-d-Temp-Versionen nach August 2018 sowieso nicht mehr der Thematik zugeordnet werden können.

In der T6-Gemeinde rumort es. Die am häufigste gestellte Frage: „Muss ich da jetzt teilnehmen?“ Dazu RAin Bauer: „Vorerst nicht und wenn man den technischen Experten glaubt, sollte man die Teilnahme auch so weit wie möglich herauszögern, um Probleme mit AGR-Ventil und überlastetem Dieselpartikelfilter so lange es geht auszuschließen!“

Allerdings: durch die Einmischung des Kraftfahrtbundesamtes wird die Sache zur Zwangsmaßnahme. Spätestens wenn aus der Feldaktion ein Rückruf wird, können sich T6-Besitzer nicht endlos verweigern.

Viele Mitglieder der IG Dieselskandal fragen, ob mit dem Update 6d-temp als Schadstoffklasse erreicht wird. Datzu Udo Schmallenberg, Moderator der IG Dieselskandal: „Schön wär’s, aber leider nein. Das Update sorgt nur dafür, dass T6-Fahrer sich im zulässigen Rahmen der für Sie geltenden Regeln für die Schadstoffklasse 6 b bewegen.“ Inklusive Mehrverbrauch und Performance-Wandel…

Und die Folgen des Updates: Man kann von Mehrverbrauch (Diesel und Adblue) ausgehen, unter Umständen sogar mit mehr Co2, was wiederum einen Anstieg der kfz-Steuer bedeuten würde.

Auch die Motorperformance wird sich verschlechtern. Experten gehen davon aus, dass das AGR-Ventil schneller versotten wird und es auf kurz oder lang zu Problemen mit dem Partikelfilter kommt. VW kompensiert die zu erwartenden Schäden mit 100 Euro, die es nach Updateaufspielung auf die Hand gibt. Auch das vom T5 bekannte „Ruckeln“ nach Werkstattaufenthalten dürfte sich beim T6 einstellen.

Wem das zu wenig ist, der sollte eine Klage in Betracht ziehen und VW oder – da wo möglich – den Händler zur Verantwortung ziehen.

Die Kooperationsanwälte der IG Dieselskandal stehen für eine kostenlose Erstberatung gern zur Verfügung.

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 5 Kommentare
Kategorien: Abgasskandal
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5 Kommentare zu “T6-Update – Machen lassen oder nicht?”

  1. Michael Clemens🏍 sagt:

    Bei meinem Multivan T6 DSG 150 PS Bj 5/2017(ich bin seid 1998 Multivanfahrer undhabe seitdem ca. 1 000 000 km gefahren)wurde das Update vor 6000 km auch aufgespielt, und es gibt keinen messbaren Mehrverbrauch, und auch keinen Leistungsverlust, weder bei Autobahnfahrten, noch über Land oder im Stadtverkehr.Komisch was da so alles geschrieben wird. Ohne diesen Dieselmotor würde ich mir zukünftig keinen Multivan mehr kaufen.

  2. Christian Bohle sagt:

    Wie ist eure Einschätzung: Kann ich VW nun auf Schadensersatz verklagen?
    Ich habe das Problem, dass ich meinen T6 Kombi als Neuwagen von einem Wohnmobilausbauer in Schwerin gekauft habe. Wer haftet in so einem Fall? Der Ausbauer als Verkäufer oder VW als Hersteller?

    1. Redaktion sagt:

      Kommt drauf an: wenn das nicht länger als 2 Jahre her ist der Händler, ansonsten VW. Ob das Auto ausgebaut ist oder nicht macht keinen Unterschied. Eventuell muss man aber schauen, mit was für einem Zulassungstyp dein Auto aus dem Werk gekommen ist. Wenn es eine N1-Zulassung ist, dann könnte es etwas schwierig werden. Wenn Sie eine M1-Zulassung haben müsstesn Sie bei deinem VW-Händler nach dem Update 23Z7 fragen. Wenn das gemacht werden muss haben Sie die gleichen Rückgabeoptionen wie alle anderen auch. Als Mitglied der IG Dieselskandal können Sie mich dazu jederzeit anrufen.

  3. Bilwatsch sagt:

    Mein T6 204 Ps DSG 4 Motion wurde wegen der Kontrolle des Heckscheibenwischers zum Vertragshändler gebracht. Dabei wurde ohne Rücksprache mit mir (also gegen meinen Willen) das Softwareupdate 2327 aufgespielt. Ich möchte, dass meinen T6 wieder auf die vorherige Steuerungssoftware zurückgerüstet wird. Laut Vertragshändler ist das nicht möglich und ohne das Update hätte er von VW aus nicht einmal die Sicherung für den Heckscheibenwischer tauschen
    dürfen. Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung, dass ich meinen T6 wieder mit der alten Software zurück bekomme? Der Händler hatte von mir die klare schriftliche Anweisung, nur bei telefonischer Rücksprache mit mir etwas anderes als den Scheibenwischermotor verändern zu dürfen. Es ist schließlich mein Eigentum und noch kein offizieller Rückruf! Wie sah die Rechtslage in solchen Fällen beim T5?

    1. Redaktion sagt:

      Interessanter Fall – gab es so noch nicht. Lässt sich auch nicht mit dem T5 vergleichen.. Ich hab das mal anonym auf ig-dieselskandal.de eingestellt. Vielleicht gibt’s ja Kommentare dazu

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