Verbraucherschutz im Internet – Hilfe bei Abzocke, Abmahnung & Abgasskandal

Negativer SCHUFA-Eintrag – und nun?

Sobald die SCHUFA erwähnt wird, gehen viele von einem wenig verantwortungsvollen finanziellen Verhalten aus. In der Realität kann ein negativer Eintrag jedoch schneller erfolgen, als einem selbst lieb ist. Es müssen nur Schicksalsschläge oder die pure Vergesslichkeit ins Leben eintreten und schon ist es geschehen. Die Rechnung wurde vergessen, der Fall geht wahlweise ans Mahngericht oder ans Inkassobüro und – in einem Fall schneller als im anderen – der Eintrag entsteht. Vielleicht kam die Rechnung während eines längeren Urlaubs oder vielleicht lag das Kind im Krankenhaus. Manchmal zahlt der Arbeitgeber nicht pünktlich – es gibt tatsächlich viele Gründe. Aber was bedeutet es, wenn ein negativer Eintrag in der eigenen SCHUFA-Auskunft entsteht? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Mit einem negativen SCHUFA-Eintrag ist es erheblich schwerer, eine echte Kreditkarte zu bekommen.

Welche Folgen kann ein negativer SCHUFA-Eintrag haben?

Negative Einträge senken den sogenannten Score ab. Dieser Score ist ein Punktwert, der idealerweise bei 100 liegt und bezeichnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person seinen finanziellen Pflichten nachkommt. Ein Top-Score heißt also, dass dieser Bürger mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit sämtliche Pflichten erfüllt. Diesen Score haben jedoch die wenigsten Menschen, da die SCHUFA andere Faktoren mit in die Berechnung einbezieht. Ein negativer Eintrag allein kann sich somit verschieden auswirken, unter anderem auch auf reguläre Verbraucherverträge. Wer einen Telefon- und Internetanschluss haben möchte, findet mittlerweile attraktive Angebote, die bewusst auf eine Überprüfung der SCHUFA-Daten verzichten. Das hier zählt mit hinein:

Wann ein Score wirklich als schlecht gilt, ist tatsächlich unternehmensabhängig. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, das Negativmerkmale den Score deutlich absenken. Und das kann Folgen haben:

Generell sind die Folgen aber fall- und geschäftspartnerabhängig. Strom-, Mobilfunk- oder auch Versicherungsunternehmen handelt teils sehr unterschiedlich, zudem gibt es oft weiterhin die Möglichkeit, mündlich die Angelegenheit zu klären.

Was kann man tun?

Zuerst ist es sinnvoll, eine Selbstauskunft bei der SCHUFA zu beantragen. Sie ist kostenfrei möglich und wird per Post versendet. Diese Selbstauskunft ist wichtig, da:

Ansonsten gibt es heute diverse Angebote, die ohne eine Bonitätsprüfung fungieren oder aber, dieser keine große Beachtung schenken:

Was zeichnet schufafreie Angebote aus?

Schufafrei bedeutet oft, dass der Bonitätsprüfung keine Beachtung geschenkt wird. Eine Anfrage geht vielfach dennoch raus, da dies ein automatisierter Vorgang ist. Daneben gilt:


Gerade in finanziell schwierigen Zeiten können negative SCHUIFA-Einträge Probleme machen – Umschuldungen und günstigere Ver4träge sind dann oft schwer.

Fazit – kein Weltuntergang

Sofern die allgemeinen finanziellen Bedingungen stimmen, ist ein negativer Eintrag in der Schufa kein allzu großes Problem, da es durchaus Wege gibt, ganz normal am Leben teilzunehmen. Wer jedoch sowieso in finanziellen Nöten ist, für den erschwert sich die Situation weiter. So lassen sich bestimmte Arten von Verträgen nur unter stark erschwerten Bedingungen abschließen. Es gibt mittlerweile jedoch durchaus Alternativen in den benannten Bereichen.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ stevepb (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ derneuemann (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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