Update 23Z7 für den T6 – Wann kommt die Rückrufaktion?

/ 05.02.2019 / / 10.371

Interessante Neuigkeiten für Besitzer eines VW T6. Wer in diesen Tagen die Werkstatt aufsucht wird mit der angeblichen Notwendigkeit eines Updates konfrontiert. Dieses Update trägt die Bezeichnung 23Z7. Im Rahmen der Durchführung dieser offiziellen Feldaktion kommt es zur Neu-Programmierung des Motorsteuergerät weil es – so erfuhren Mitglieder der IG Dieselskandal beim Händler – es zu höherem NOx-Ausstoß kommen kann, falls die Steuerrung nicht angepasst wird. Teilnehmende Kunden erhalten eine Entschädigung in Höhe von 100 Euro für die Umstände.

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Das Update war von allen halbwegs im Thema Stehenden erwartet worden, nachdem der T6 im Dezember 2017 von einem Auslieferungsstopp betroffen war und für die Bestandsfahrzeuge die Frage im Raum stand, ob auch sie ein unzulässiges Emissionsverhalten zeigen.

T6-Besitzer fragen sich nun, welche Spuren dieses Update im T6 EA288-Motor hinterlässt und sind vorsichtig. “Ich habe dieses Update nicht ausgeführt, weil es keine Hinweise darauf gibt, ob es wirklich notwendig ist und welche Veränderungen sich einstellen!” Einzig der Hinweis auf einen wohl steigenden AdBlue-Verbrauch ist den Werkstatt-Verantwortlichen zu entlocken.

Die Teilnahme an der Feldmaßnahme 23Z7 ist bislang noch nicht verpflichtend. Allerdings liegen der IG Dieselskandal Unterlagen des KBA vor, nachdem die Maßnahme mit der Behörde abgesprochen ist und die Details geprüft wurden.

Es ist jetzt zu erwarten, dass die betroffenen T6-Besitzer offiziell zum Werkstattbesuch aufgefordert werden, was aus der Feldmaßnahme eine Rückrufaktion machen würde.

In denen der IG Dieselskandal vorliegenden Fällen ist der 204 PS-Motor sowie der 150 PS-Motor ebenfalls mit DSG als auch ohne betroffen. Wenn man aus den Motorcharakteristik weitere Modelle ableitet, dann dürften grundsätzlich alle Modelle betroffen sein. Nach dem Auslieferungsstopp konnten Schaltgetriebe-Besteller kostenlos auf das teure DSG-Getriebe wechseln. Eine Logik dahinter erkennt man noch nicht.

Bislang angeschriebene Motorvarianten zum Update 23Z7

150 PS, Handschaltung,Vorderradantrieb
150 PS, Automatik, Vorderradantrieb
204 PS, Automatik, 4Motion
204 PS, Handschaltung, Vorderradantrieb

– jeweils Auslieferung VOR dem Auslieferungsstopp 12/2017

Ob weitere Modelle sich auch dem Update unterziehen müssen ist derzeit noch nicht klar. Juristisch öffnet das Update nun alle Tore zu erfolgreichen Rücktritten vom Kaufvertrag. Die Kooperationsanwälte der IG Dieselskandal stehen für eine kostenlose Erstberatung gern zur Verfügung.

Hier können Sie mehr über die T6-Gruppe der IG Dieselskandal erfahren.

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27 Kommentare zu “Update 23Z7 für den T6 – Wann kommt die Rückrufaktion?”

  1. ThomasD. sagt:

    Also ich habe meinen T6 am 18.04. anstandslos über den TÜV bekommen, von einem Softwareupdate war keine Rede. Zwei Wochen später kam der Brief von VW, das Update (23Z7) machen zu lassen und hierfür dann eine AdBlue Stempelkarte (8x auffüllen) zu erhalten. Das ist mir alles zu schwammig und solange das KBA mich nicht zwingt, das Update zu machen, lass ich es wohl lieber bleiben. Vielleicht kommt ja auch für mein Auto irgendwann ein Urteil, wonach mir dann ein neues Auto zusteht 🙂

  2. Hans sagt:

    Kein TÜV, weil kein Update, das ist merkwürdig.

  3. Tom sagt:

    Nach den Informationen werde ich einen Teufel tun und freiwillig kein Update machen lassen.
    Es wird wie immer nicht besser als vor dem Update werden ‚wenn ja……….würde man das bestimmt propagieren.

  4. Heiner sagt:

    Nach Rücksprache mit einem Anwalt, habe ich mich für das Update entschieden. Nach Abschluss der Anschlussgarantie (Neuwagen), meinte der Anwalt das die Gewährleistungsansprüche höchstwahrscheinlich nicht mehr durchgesetzt werden können. Die Möglichkeit der Klage besteht aber trotzdem, falls es sich um eine illegale Abschalteinrichtung handeln sollte.
    Bin nach dem Update nun 1200 km gefahren. Gefühlsmäßig verbraucht nun der T6 fast 10 Liter auf 100km. Vorher 7-8l bei gleicher Fahrweise. Genau prüfen kann ich das erst wenn ich wieder zuhause bin und meine Dokumentationen des alten Verbrauchs einsehen kann. Zum Ad-Blue Verbrauch kann ich derzeit noch nichts sagen.
    Falls der Verbrauch sich tatsächlich so enorm verändert hat, ziehe in Betracht das Fahrzeug zurückzugeben und eine Klage einzureichen.

  5. Gabriele Link sagt:

    Unser VW T6 hat wegen des noch nicht durchgeführten Softwareupdates bei der HU “erhebliche Mängel” bestätigt bekommen. Wir müssen es jetzt wohl durchführen lassen, wenn wir irgendwann TÜV bekommen wollen. Das Schreiben zum Update kam erst gestern, obwohl der TÜV bereits im April 2019 fällig war.

  6. Tahar Bouaziz sagt:

    Ich habe heute auch ein Schreiben von VW zwecks Update 23Z7 für meinen T6 bekommen. Gibt es schon Erfahrung mit der neuen SW?

    1. Redaktion sagt:

      Zumindest steigt der Adblue-Verbrauch drastisch an

  7. Christoph sagt:

    Ich fahre einen T6 Multivan 110 KW 4 Motion mit Schaltgetriebe. Habe heute ein Schreiben bekommen von VW zwecks Update 23Z7.

  8. Sirch Franz sagt:

    Ich habe heute ein Schreiben von VW erhalten mit der Überschrift Update Motorsteuergerät. Rückrufaktion 23Z7
    Weiter wird angeführt, dass es sich um eine Feldmaßnahme handelt bezüglich einer Konformitätsabweichung und nicht aufgrund einer unzulässigen Abschalteinrichtung.
    Nun frage ich mich, ob ich das Update wirklich aufspielen lassen muß. Ich bin mit dem T6 Multivan EZ 03/2017 so wie er fährt sehr zufrieden und will eigentlich keine Änderung der Motorsteuerung. Was kann mir passieren, wenn ich der Aufforderung nicht folge leiste?

    1. Redaktion sagt:

      Irgendwann kommt ein zwangsrückruf.

      Bis dahin müssen Sie nichts unternehmen

      Lg usch

  9. Heiko sagt:

    Hallo, fahre den T6 Multivan mit 204 PS (EZ 08/2016, Schalter). Habe heute das Schreiben von VW bezgl. der Rückrufaktion 23Z7 erhalten. Ist es ratsam, der Aufforderung zu folgen? Das Fahrzeug habe ich im Mai 2017 von Privat gekauft. Habe ich irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten, das Fahrzeug zurückzugeben und eine Entschädigung zu erhalten?

  10. Roland sagt:

    Ich war letzte Woche zum ersten Ölservice nach dem Kauf im Juni 2017 beim Händler. Der Update wurde durchgeführt. Vorher sollte ich einen Zettel unterschreiben, dass ich die 100 Euro Ausgleichszahlung für höheren Ad Blue Verbrauch erhalten habe. Erklärt wurde mir, dass diese Zahlung durch den Konzern per Überweisung erfolgen wird. Ich habe dann unterschrieben mit dem schriftlichen Hinweis, dass die 100 Euro nicht ausgehändigt wurden und noch zu überweisen sind. Am Tag nach der Aktion rief der Händler bei mir an und sagte, dass die 100 Euro Ausgleichsaktion “ausgelaufen” wäre und stattdessen 8 maliges Tanken von Ad Blue bei VW-Partnern angeboten wird.
    Nun die Frage: Ist dies rechtens?
    8 maliges Tanken, selbst bei fast leerem Tank, sind gerade Mal 8 * 12 Liter * 0,5 Euro = 48 Euro gegenüber 100 Euro zuvor.

  11. Hanns sagt:

    …fahre 150 PS DSG California und bin etwas skeptisch, wenn das VW Werk freiwillig 100 €uro spendiert. Was passiert mit Verbrauch von Diesel und AdBlue?
    Was passiert mit der Leistung des Fahrzeugs? Wer weiss etwas darüber?
    Warum informiert einen weder das Werk, diee Werkstatt oder eine Bundeseinrichtung genau darüber …

    1. Redaktion sagt:

      Hallo Hanns: Das Update wird dafür sorgen, dass dein Abgassystem richtig ans Arbeiten kommt. Da dein AGR-Ventil, der AGR-Kühler und der Dieselpartikelfilter das so nicht gewohnt sind dürfte es schneller zu Ausfällen des Systems oder einzelner Komponenten kommen. Der Sprit- und Adblue-Verbrauch muss sich ändern, die Leistung und die Performance auch – zwangsläufig. Allerdings sieht das KBA die vorgenommenen Manipulationen nicht als verbotene Abschaltvorrichtung – wer weiß warum und was da gerade läuft… Mehr erfahren auf http://www.ig-dieselskandal.de

  12. Michael Liese sagt:

    Kann das Verweigern des Up Dates Einfluss auf die Fahrzeuggarantie haben?

    1. Redaktion sagt:

      Hui, schwierige Frage. Wenn, dann müsste Ihnen das irgendwie mitgeteilt werden. Rein kopfmäßig würde ich sagen “nein”. Die meisten betroffenen Fahrzeuge sind ja aus der Gewährleistung raus.

  13. Rechtsanwältin Nicole Bauer sagt:

    Die Unterschrift sollte nicht geleistet werden. Aktuell ist die Verweigerung des Updates noch unproblematisch, da ich in dem Update ohnehin keine ordnungsgemäße Nacherfüllung iSd. der Sachmängelgewährleistung sehe. Die nach dem Update auftretenden Probleme u.a. im Fahrverhalten, Kraftstoffverbrauch etc. sind erschreckend, da bekomme ich täglich neue Informationen von Betroffenen. Anders wird es, wenn das KBA einen entsprechenden Rückruf anordnet. Dann kann die Zulassungsbehörde durchaus die Betriebsuntersagung des Fahrzeuges anordnen. Eine Prüfung des Einzelfalls ist jedoch immer sinnvoll und auch geboten.

  14. Der Rückruf des T6 kommt und zwar zeitnah! Laut telefonischer Auskunft des KBA mir gegenüber liegt das erste Anschreiben an alle Betroffenen im Entwurf bereits vor, jedoch hat man sich noch nicht auf ein konkretes Versendungsdatum geeinigt.

    1. Redaktion sagt:

      Danke Frau Bauer, könnten Sie uns auch noch Bescheid geben, ob die Unterschrift unter einer Updateverweigerung irgendwelche Konsequenzen nach sich trägt?

  15. Michael Liese sagt:

    Hallo Zusammen, ich möchte das Software Up Date verweigern. In dem Zuge soll ich in der Werkstatt unterschreiben, daß ich das Up Date ablehne. Aktuell kenne ich den zu unterschreibenden Text noch nicht. Unterschrift leisten oder nicht?

    1. Redaktion sagt:

      Hallo herr Liese, Sie können zu gar nichts gezwungen werden… Was soll denn so eine Unterschrift bedeuten? Einen Gewährleistungsverzicht? Ich würde weder was unterschreiben noch das Update machen lassen. Was wollen die denn machen, Ihnen die Auslieferung des Autos verweigern? Schicken Sie mir den Text mal an info@ig-dieselskandal.de – ich diskutiere das dann mal in der Gruppe….

  16. Michael Liese sagt:

    Für mich stellt sich die Frage, ob das Up Date freiwillig oder Pflicht ist? Erlischt bei Ablehnung des Up Dates die Betriebserlaubnis?

    1. Redaktion sagt:

      Das ist noch keine Pflicht, wird es aber werden. Erst wenn ein Zwangsrückruf des KBA verweigert wird drohen weitere Konsequenzen.

  17. Hampe sagt:

    letzte Woche war mein t6 beach (110kw, Schaltgetriebe, Vorderradantrieb) zur Inspektion in der Werkstatt und hat dort das zuvor bei der Anmeldung angekündigte Update erhalten. Das Update werde bei allen T6 im Rahmen der regulären Inspektionen durchgeführt. Begründung: zu hohe Stickoxid-Werte. Dazu die Bemerkung dass der AdBlue-Verbrauch geringfügig steigen könne und ich daher eine Entschädigung von 150 Franken erhalte (bzw. die Inspektionskosten um diesen Betrag geringer ausfallen). Seither noch wenig gefahren. Mal schauen.
    Auf der Rechnung wird das Update an sich nicht aufgeführt, aber die Vergütung erscheint unter der Bemerkung “AdBlue Vergütung der Rückrufaktion 23Z7”.

  18. Thomas Poos sagt:

    Besitzer eines 204 ps Vw t 6 mit automatikgetriebe , Erstzulassung 1.1.2016
    Also mit im boot

  19. Krug sagt:

    Nach Aussage meines Händlers bezieht sich die Maßnahme 23z7 lediglich umd eine Überarbeitung des Verhaltens der (unsäglich lauten) Katalystatorenreinigung. Diese scheidet offensichtlich im Betrieb zuviele Schadstoffe ab. Ein Zusammenhang mit einem generellen Problem der Abgasthematik wird ausdrücklich ausgeschlossen. Das KBA äußert sich nach Anfrage nicht, ob mein Fzg (Tdi 4-motion, 204PS, Automatik) betroffen ist. So sieht es aus, der Käufer bleibt im Regen stehen.

  20. J.L. sagt:

    Hallo,

    ich habe einen California mit 150 Ps und Schaltgetriebe und bin ebenfalls von der Maßnahme 23Z7 betroffen (lt. erWin-Datenbank).

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