Neuer Manipulationsverdacht: KBA nimmt Opel Astra und andere Diesel unter die Lupe

/ 26.11.2018 / / 210

Neuer Ärger für Opel: Wie der Hessische Rundfunk berichtete, nimmt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weitere Diesel-Modelle des Autobauers wegen des Verdachts der Abgasmanipulationen unter die Lupe. Besonders bitter: Auch der Verkaufsschlager Opel Astra soll zu den Fahrzeugen gehören, bei denen das KBA die Abgasreinigung auf mögliche unzulässige Abschalteinrichtungen untersucht. Bei den Untersuchungen der Flensburger Behörde soll es um Diesel-Motoren mit der Abgasnorm Euro 6 gehen.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Von Opel gibt es bisher noch keine Stellungnahme zu den Untersuchungen. „Sollte sich herausstellen, dass die Abgaswerte manipuliert wurden, ist der Dieselskandal endgültig bei Opel angekommen und es könnten viel mehr Fahrzeuge davon betroffen sein als bisher vermutet wurde“, sagt Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung.

Zuletzt war Opel ohnehin schon im Abgasskandal stärker in die Schlagzeilen gerückt, weil das KBA einen Rückruf für Diesel-Fahrzeuge der Modelle Insignia, Zafira und Cascada angeordnet hatte. Grund für den Rückruf ist, dass die Behörde eine unzulässige Abschalteinrichtung entdeckt hatte, die zu einem erhöhten Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide führen kann. Opel hält die Einrichtungen allerdings für legal und hat sich gegen den Rückruf gewehrt. Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein hatte allerdings einen Eilantrag gegen den Rückruf abgelehnt. Nach Ansicht des Gerichts lägen schwerwiegende Anhaltspunkte dafür vor, dass die Auffassung des Kraftfahrt-Bundesamtes, dass die Abschalteinrichtungen unzulässig sind, zutreffend ist.

Zudem stellt sich bei Opel inzwischen die Frage der Verantwortung. Der Autobauer wurde im Sommer 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommen und sieht daher den ehemaligen Eigentümer General Motors in der Haftung.

„Stellt sich heraus, dass Opel tatsächlich illegale Abschalteinrichtungen verwendet hat, können geschädigte Opel-Käufer ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen. Der VW-Abgasskandal hat bereits gezeigt, dass gute Chancen bestehen, solche Ansprüche auch durchzusetzen“, so Rechtsanwalt Dr. Hartung, Kooperationsanwalt der IG Dieselskandal.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Abgasskandal Schlagwörter: / /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Udo Schmallenberg: Liebe Leute, ihr könnt euch das Spammen hier echt sparen – eure...
  • Udo Schmallenberg: Hallo, das kann ich hier leider nicht beantworten. Das kann eigentlich nur ein...
  • Wolfgang Rutschow: Wenn in der obersten Geschoßdecke eines Bürohauses eine Aussparung von 4 x 4 m...
  • Peter Buschman: Meine Frau ist seit einiger Zeit oft nicht zu Hause und die Erklärungen scheinen...
  • Udo Schmallenberg: Hallo, das hat auch nichts mit Adblue zu tun – es geht um die Vorstufe,...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961