Abgasskandal – Mercedes Rückruf quer durch die Modellpalette

/ 20.08.2018 / / 147

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, muss Mercedes europaweit rund 700.000 Fahrzeuge wegen Abgasmanipulationen zurückrufen. Rund 280.000 Fahrzeuge davon sind in Deutschland zugelassen. Dem Bericht zu Folge hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf Ende Juli angeordnet. Betroffen vom Mercedes Rückruf sind Fahrzeuge quer durch die Modellpalette.

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Dem „Spiegel“ liegt nach eigenen Angaben die Rückruf-Liste des KBA vor. Demnach müssen folgende Mercedes-Modelle in die Werkstatt beordert werden, um ein Software-Update aufzuspielen:

– Mercedes GLS 3,0 Liter Diesel (OM 642)
– Mercedes GLE 3,0 Liter Diesel (OM 642)
– C-Klasse Plug.in-Hybrid 2,2 Liter Diesel (OM 651)
– ML 3,0 Liter Diesel (OM 642)
– G-Klasse 3,0-Liter-Diesel (OM 642)
– CLS 3,0-LiterDiesel (OM 642)
– S-Klasse 3,0-LiterDiesel (OM 642)
– S-Klasse Hybrid 2,2 Liter Diesel (OM 651)
– GLC 2,2 Liter Diesel (OM 651)
– E-Klasse 3,0-Liter-Diesel (OM 642)
– GLE 3,0-Liter-Diesel (OM 642)
– Sprinter 2,2-Liter Diesel (OM 651)
– V-Klasse 2,2-Liter-Diesel (OM 651)
– Vito 1,6-Liter Diesel (OM 622)

Mercedes bestreitet, dass es sich um eine unzulässige Abschalteinrichtung handelt und kündigt Widerspruch an. Der Autobauer will aber ein Software-Update vorlegen.

Mit dem Mercedes Rückruf kommt auf die betroffenen Kunden nun ein Software-Update mit ungewissen Folgen für den Motor zu. Erfahrungen aus dem VW-Abgasskandal zeigen, dass geschädigte Käufer Möglichkeiten haben, Schadensersatz zu verlangen oder die Rückabwicklung des Kaufvertrags zu erreichen. Eine weitere Option ist der Widerruf der Autofinanzierung. Bei einer Autofinanzierung liegt häufig ein sog. verbundenes Geschäft vor. Daher wird durch den erfolgreichen Widerruf sowohl der Kreditvertrag als auch der Kaufvertrag rükabgewickelt.

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3 Kommentare zu “Abgasskandal – Mercedes Rückruf quer durch die Modellpalette”

  1. Ingrid Fischer sagt:

    Hallo, ich habe Anfang 2018 einen C 220 CDI, BJ 2005, gekauft.
    Betrifft mich dieses ganze Abgasthema überhaupt oder geht es dabei nur um die neueren Modelle?

    1. Redaktion sagt:

      Halo Frau Fischer, es geht grundsätzlich um Autos mit SCR-Katalysator. Also wenn Sie kein AdBlue tanken müssen, dann interessiert Sie das alles nicht.

      1. Ingrid Fischer sagt:

        Vielen Dank, das war sehr hilfreich.

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