Opel-Dieselskandal

Cascada, Zafira und Insignia vom Opel-Dieselskandal betroffen

/ 15.07.2018 / / 492

Bislang war der Abgsskanal eine klar abbegrenzte Sache der Big Five – doch neben VW, Audi, Porsche, BMW und Mercedes hat nun auch Opel einen Schwarzen Peter im Spiel: Das Unternehmen muss sich vor dem Flensburger Kraftfahrtbundesamt erklären. Das KBA vermutet, dass auch die Rüsselsheimer Manipulationen am Abgassystem ihrer Diesel-Modelle vorgenommen haben, um sich in Sachen NoX zumindest offiziell im Rahmen der Grenzwerte bewegen zu können.

Dr. Gerrit Hartung

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Dr. Gerrit W. Hartung ist Fachanwalt für Strafrecht. Zudem ist er als Anwalt auf den VW-Abgasskandal spezialisiert.

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Am Ende einer amtlichen Anhörung könnte in verpflichtender Rückruf stehen – betroffen davon wären die aktuellen Modelle Cascada, Insignia und Zafira – jeweils in der Schadstoffklasse 6.

10.000 Diesel-Opel in Deutschland unter Manipulationsverdacht

Von den entsprechenden Modellen wurden 60.000 Stück produziert, 10.000 davon sind in Deutschland zugelassen.

Die unter Verdacht geratenen Fahrzeuge sollen laut BILD-Zeitung die Grenzwerte für Stickoxide im Alltagsbetrieb um mehr als das Zehnfache überschreiten. Opel hat nun 14 Tage Zeit für eine Stellungnahme. Fällt diese nicht zur Zufriedenheit der dem Bundesverkehrsminister unterstellen Behörde aus, dann wird es wohl nicht nur einen weiteren verpflichtenden Rückruf, sondern unter Umständen auch weitreichendere Zwangsmaßnahmen geben. Opel muss zwingend die erforderlichen Grenzwerte erreichen und alle ausgelieferten Autos updaten oder mit Hardware nachrüsten.

Gelingt das nicht, dann verlieren diese Autos die Zulassungsgenehmigung.

Für Rechtsanwalt Dr. Gerrit Hartung kommt die Ausweitung um eine weitere Marke nicht überraschend. “Überraschend ist nur, dass es angesichts der offensichtlich so geravierenden Überschreitungen erst jetzt öffentlich wird!”

Am Verfahren ändert das nicht: Opel-Händler werden die Autos zurücknehmen müssen im Rahmen ihrer gesetzlichen Gewährleistungspflichten. Ist die Gewährleistung abgelaufen wird die Opel AG selbst zum Anspruchsgegner.

Kostenlose Erstberatung

Dr. Gerrit Hartung bietet auch betroffenen Opelbesitzern eine kostenlose Erstberatung kombiniert mit einer Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung an. Auch die Möglichkeit einer Prozesskostenfinanzierung kann angefragt werden. Die Erstberatung kann auch unter der bundesweit kostenlosen Servicenummer 0800 000 1959 in Anspruch genommen werden.

Die mit der Kanzlei kooperierende “IG Dieselskandal” hat auch für Opel eine Gruppe eröffnet. Wer Interesse an regelmäßigen Informationen hat, kann sich HIER anmelden.

Ein früher Verdacht

VW hatte im September 2015 den andauernden Abgasskandal der deutschen Automobilindustrie eröffnet. Die Deutsche Umwelthilfe hatte gemeinsam mit dem Spiegel und dem ARD-Magazins Monitor im Mai 2016 erklärt, dass im aktuellen Modell Zafira mit Dieselmotor möglicherweise illegale Abschalteinrichtungen verbaut sind und dass die die Abgasnachbehandlung im Straßenbetrieb abschaltet wird.

Opel räumte damals ein, dass die Abgasnachbehandlung nur in einem bestimmten Temperaurfester einwandfrei funktioniere, wies jedoch die Verwendung einer Abschalteinrichtung zurück. Allerdings konnten komplexe Rahmenbedingungen wie etwa Fahrgeschwindigkeit, Umgebungsluftdruck und Höhenverhältnisse als Parameter für die Abschaltung der Anlage nachgewiesen werden. Opel wurde aufgefordert, diese Einschränkungen abzuschalten, was dem Unternehmen nur teilweise gelang. Weitere Untersuchungen führten nun zur Androhung eines Zwangsrückrufes.

Welche Opel sind betroffen

Es geht um die 1,6 und 2,0 Liter Varianten von Zafira, Cascada und Insignis, die unter den Bezeichnungen CDI, ecoFlex oder ecoTEC oder CDTI bis Ende 2016 für die Schadstoffklasse 6 produziert und mit SRC-Systemen ausgerüstet wurden.

Rückruf bereits im April ausgesprochen

Bereits im April 2018 veröffentlichte das Kraftfahrtbundesamt eine Rückrufaktion für Cascada und Zafira der Baujahre 2012 bis 2016 unter der Referenznummer 2067. Eine gleichlautende Rückrufaktion gibt es für den Insignia unter der Kennzeichnung 6058. Ob es sich bei den neuerlichen Androhungen um weitere zusätzliche Rückrufe handelt ist derzeit nicht bekannt.

Was ist jetzt zu tun?

Aktuell gilt es, weitere Informationen zu sammeln – spätestens in 14 Tagen sollte feststehen, ob es eine Rückrufaktion gibt oder ob Opel die Chance gewährt wird, die Manipulationen unter eigener Regie auszubügeln.

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