Stadtler in Haft Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München II wurde AUDI-Chef Rupert Stadler am 18. Juni in Untersuchungshaft genommen.

Rupert Stadtler: Audi-Chef verhaftet

/ 18.06.2018 / / 378

AUDI-Chef verhaftet! Der Vorstandsvorsitzende von AUDI, bzw. der AUDI AG, Rupert Stadler, ist festgenommen worden. Offenbar hatte die Hausdurchsuchung genügend Verdachtsmomente aufgetan, um einen Haftbefehl für den leitenden AUDI-Manager zu rechtfertigen.

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Der Dieselskandal findet damit nach dem “Geständnis” von VW-Chef Winterkorn im September 2015 einen zweiten juristischen Höhepunkt, denn mit einer erdrückenden Beweislage gegen den führenden und verantwortlichen AUDI-Manager fällt ein Licht auf den Konzern, das unüberschaubare Schadensersatz-Ansprüche auslösen wird.

In zukünftigen Verfahren wird sich AUDI nicht mehr aus der Verantwortung reden können, falls sich die Verdachtsmomente erhärten und die Staatsanwaltschaft München II die Vorwürfe mit Beweisen oder Geständnissen im weiteren Verfahren “fest” machen kann.

AUDI dazu: “Wir bestätigen, dass Herr Stadler am heutigen Morgen festgenommen wurde. Der Haftprüfungstermin, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheidet, dauert an. Darüber hinaus können wir aufgrund der laufenden Ermittlungen keine Angaben machen. Für Herrn Stadler gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.”

In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren gegen Stadler sowie ein weiteres Mitglied des Audi-Vorstands eröffnet mit dem Vorwurf “Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung”. Konkret hat die Staatsanwaltschaft offenbar Unterlagen sichern können, nach denen Stadler bereits vor über zwei Jahren von der Existenz manipulierter Fahrzeuge zumindest wusste.

Bei früheren Razzien war bereits eine Mail aufgetaucht, die direkt an Stadler adressiert war und seine Mitwisserschaft dokumentierte.

Neu bewertet werde muss jetzt die Frage, welche Schadensersatzansprüche AUDI-Besitzer haben, wenn der AUDI Chef mindestens seit September 2015 wusste, dass AUDI manipuliert hat. Die anstehende Diskussion wirft ein völlig neues Licht auf die Betroffenheit der V6-Dieselgeneration der Schadstoffklasse 5 und eröffnet damit ein neues Kapitel im Dieselskandal.

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