VW Passat TDI Abgasskandal

VW Passat TDI Abgasskandal

/ 01.04.2018 / / 63

VW Passat TDI Abgasskandal: Der moderne Passat hat sein aktuelles Gesicht seit 2010. Der VW Passat B7 (Typ 3C) ist ein beliebtes Mittelklassefahrzeug von Volkswagen. Er wurde 2. Oktober 2010 auf dem Pariser Autosalon als Nachfolger des B6 präsentiert wurde. In den Varianten Kombi und Limousine hat sich der Passat einen festen Platz in der VW Modellpalette erkämpft. Im Abgasskandal spielt der Passat eine wichtige Rolle, da er als Verkaufsschlager neben dem Golf einen großen Teil der betroffenen Fahrzeuge ausmacht. Der im Passat ab 2007 regelmäßig verbaute Diesel-Motor EA189 produziert im Realbetrieb deutlich mehr Stickstoffdioxid, als die Grenzwerte der EU dies zulassen.

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Dieser Motor und damit der VW Passat TDI ab Baujahr 2007 ist definitiv auf der höchsten Stufe vom Abgasskandal betroffen. VW-Chef Winterkorn hatte im September 2015 öffentlich bestätigt hatte, dass bei allen 2,6 Millionen PKW, die in Deutschland mit einem bis dahin aktuellen Reihenvierzylinder-Diesel Motor von VW ausgestattet wurden, eine Software verbaut ist, die eine gesetzlich vorgeschriebene Abgasuntersuchung manipuliert. Bei der anschließend ausgerufenen Rückrufaktion handelt sich um eine Zwangsmaßnahme des Kraftfahrtbundesamtes. Betroffen sind alle Ausstattungsvarianten: Trendline, Comfortline, Highline, R-Line, Exclusive und Business Edition. Folgende Motorr-Kennbuchstaben sind relevant: CAYC, CFFB, CBAB, CLLA, CFGB und CFGC .

Fahrverbote für den VW Passat TDI

Sollte es in Düsseldorf, Köln, Hamburg, München, Frankfurt oder anderen deutschen Städten zu Fahrverboten kommen, wenn Stickstoffdioxid-Konzentrationen die Grenzwerte überschreiten, dann muss der VW Passat TDI auf jeden Fall draußen bleiben, solange die Rückrufaktion nicht durchgeführt wurde, denn mit einer nicht der Zulassungsgenehmigung entsprechenden und funktionierenden Motorsteuerung ist eine Zufahrt in betroffene Gebiete ausgeschlossen. Autos ohne eine aufwändige und funktionierende Abgasverarbeitung – z.B. mit Adblue-Einspritzung – werden voll von jeglicher Art von Fahrverboten getroffen. Eine Nachrüstung des EA189 auf 6-er-Niveau soll zwischen 2500 und 3500 Euro kosten, wenn VW die notwendige Technik zur Verfügung stellt. Wer das bezahlt steht noch in den Sternen.

Rechtliche Möglichkeiten

Als direkt vom Abgasskandal betroffen haben Passat-Besitzer, die ihre Betroffenheit über die VW-FIN-Abfrage feststellen können, gute Chancen, das Auto zurückgeben zu können – bei voller Erstattung des Kaufpreises. Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten in aller Regel und an den meisten deutschen Landgerichten wird schon in erster Instanz regelmäßig verbraucherfreundlich entschieden. Je nach Verfahrensstrategie muss bei der Rückgabe eine VW Passat TDI nicht mal eine Entschädigung für die gefahrenen Kilometer gezahlt werden. Aufgrund der recht eindeutigen Rechtslage empfehlen die Anwälte der IG Dieselskandal, die Möglichkeiten zur Rückgabe zu nutzen. Volkswagen vergleicht sich in aller Regel in der zweiten Instanz – daher gibt es keine OLG Urteile, die pro Volkswagenkonzern ausgegangen sind. VW Passat TDI gehen regelmäßig zurück zum Hersteller – unabhängig von Alter und Kilometerleistung.

Ansprüche verjähren zum 31. Dezember 2018

Wer seinen VW Passat TDI mit EA189-Motor zurückgeben möchte, muss zeitnah entsprechende Schritte einleiten, denn die Verjährung tritt drei Jahre zum Jahresende nach dem Winterkorn-Geständnis ein – also am 31. Dezember 2018. Wer jetzt auf die von der neuen Bundesregierung angekündigte Sammelklage gegen VW wartet, lässt diesen Termin unter Umständen verstreichen und verpasst alle Chancen auf eine Rückgabe. Geklagt wird übrigens gegen den Volkswagenkonzern – denn Gewährleistungsansprüche gegen den Volkswagen-Vertragshändler sind verjährt.

Sollen Updates durchgeführt werden?

Die wichtigste Frage für Passat-Besitzer ist: Soll ich das aktuelle Update durchführen lassen? Viele Betroffene befürchen Leistungsverluste, veränderte Verbrauchsdaten, verkürzte Lebensdauer von Bauteilen sowie dramatisch sinkende Wertverluste. Allerdings ist das Update als Zwangsmaßnahme des KBA wichtig und notwendig für Wiederzulassungen oder TüV-Vorführungen. Dilemma: Entweder wird das Update irgendwann gemacht oder man klagt auf Rückgabe. Ansonsten könnten Zwangsabmeldungen drohen.

Widerruf der Finanzierung

Wer seinen VW Passat TDI über die Volkswagenbank finanziert hat, sollte diesen Vertrag auf Basis fehlerhafter Widerrufbelehrungen auflösen und eine eine Rückabwicklung erreichen können. Gern prüfen wir Ihre Vertragsunterlagen kostenlos.

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