John Lemon in Hamburg – Yoko Ono verlangt Unterlassung

/ 27.11.2017 / / 193

Man mag dem Hamburger Barbetreiber ruhig unterstellen, dass die Namensannäherung bewusst gewählt wurde. Bei der Eröffnung der Kneipen Yoko Mono und John Lemon in Hamburg hatten die Betreiber allerdings die Rechnung ohne Lennons streitbare Witwe Yoko Ono gemacht, die gegen das Yoko Mono bereits eine Unterlassungsverfügung beim Landgericht Hamburg (LG Hamburg, Beschluss v. 12.7.2017, Az. 318 O 195/17) erwirkt hat und nun auch gegen das John Lemon vorgeht.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

Rechtsanwalt Arno Lampmann, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei LHR – Kanzlei für Marken, Medien, Reputation: „Man kann die Freude des Betreibers über das pfiffige Namenskonzept nachvollziehen, unterm juristischen Strich handelt es sich aber um die Verletzung des Persönlichkeitsrechts, das Lennons Witwe posthum für den berühmten Beatle durchsetzt.“ Die dritte Kneipe – eventuell für extravagante Cocktails – hätte wahrscheinlich den Namen „Mango Stirr“ getragen. Durch diese Namenswahl werden Verbindungen zu den berühmten Originalen hergestellt und damit die Popularität der Beatles – und deren Witwen und Ehefrauen – für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg missbraucht.

Zum Problem könnte allenfalls werden, dass sich Yoko Ono 17 Jahre lang nicht an dem Bar-Namen gestört hatte. „Was allerdings allenfalls mögliche Schadensersatzansprüche und nicht die Verpflichtung, die Nutzung des Namens zu unterlassen, betreffen würde.”, so Lampmann. Dennoch: Personen, die Ihren Namen in ursprünglicher oder bewusst verfälschter Form in der Nutzung durch andere verhindern wollen, sollten zeitnah Rechte anmelden und Unterlassung verlangen – Je früher je besser.

Die Kosten für solch ein Verfahren trägt übrigens der Rechtsverletzter. Das Geld für das Verfahren will der Hamburger Bar-Besitzer durch eine Crowdfunding-Aktion aufbringen. Laut Bildzeitung will er mit Unterstützung seiner Gäste Yoko Ono zur Klage zwingen. Offenbar nach dem Motto: Wenn schon Werbung auf fremde Kosten, dann auch richtig.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • karl philippi: 10 000 € haben wir angelegt. Scheinbar futsch! Ich habe nach Liechtenstein zur...
  • Anne Schweigmann: Hallo ich habe im Oktober 2020 Unterschrieben und nach 3 Tagen gekündigt und...
  • Udo Schmallenberg: Der EuGH hat da heute Fakten geschaffen und das Thermische Fenster für...
  • Bernhard C. Witolla: Ich klage ebenfalls gegen Daimler wegen des Thermofensters. Meine Klage...
  • Udo Schmallenberg: Bitte Mail an e.birkmann@bruellmann.de schicken wegen einer kostenlosen...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961