Tipps für werdende Eltern Eltern haben nach der Geburt jede Menge zu tun. Wenn sie die wichtigsten Dinge vor der Geburt erledigen und für Ordnung sorgen, gelingt der Start wesentlich problemloser. Bild: Unsplash.com ©Kelly Sikkema CC0 1.0

5 Tipps für werdende Eltern

/ 24.10.2017 / / 40

Eltern werden bedeutet nicht nur Freude am Kind, sondern auch jede Menge Formalitäten, Behördengänge und die richtige Ausstattung für das Baby und das Kinderzimmer finden. Es gibt aber viele Dinge, die werdende Eltern bereits vor der Geburt erledigen können. So haben sie dann, wenn das Baby da ist, Zeit für alle anderen Sachen und vor allem für die Versorgung des kleinen Erdenbürgers. Aber welche Dinge können werdende Eltern bereits vor der Geburt erledigen? Wir haben hier die wichtigsten Dinge zusammengestellt, über die sich die Leute im Vorfeld genau informieren, Sachen erledigen und Anträge stellen können.

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Wichtig: Nach der Geburt haben werdende Eltern jede Menge zu tun. Daher ist es wichtig, schon im Vorfeld Sachen zu erledigen, die sie schon erledigen können. So haben Eltern den Kopf für alle anderen wichtigen Faktoren frei.

Tipp 1: Erstlingsausstattung organisieren

Eltern sollten sich schon im Vorfeld einen gewissen Grundstock an Stramplern, kleinen Mützchen und weiteren wichtigen Utensilien wie Windeln und Fläschchen zulegen. Es ist gar nicht so einfach, genau die passende Größe zu finden. Gerade Sachen in kleinen Größen wie Größe 50 gibt es nicht in Hülle und Fülle. Kommen die frischgebackenen Muttis mit dem Kleinen aus dem Krankenhaus nach Hause, haben sie anfangs andere Probleme, als gleich auf Shoppingtour zu gehen. Da niemand genau weiß, wie groß das Kleine letztendlich wird, ist es ratsam, Babysache in den wichtigsten Babygrößen zu organisieren und von den Größen 50 und 56 zur Verfügung zu haben. Zu den wichtigen Babysachen zählen unter anderem:

  • Strampler
  • Höschen
  • Hemdchen

Auch Mützchen, Jacken und Pullis sind wichtig und sollten vorhanden sein, um Köpfchen und Körper des Babys vor Kälte und Wind zu schützen. Gerade in den kühlen und kalten Jahreszeiten ist es wichtig, das Kind entsprechend warm zu kleiden. Tipp: Vielleicht gibt es in dem Verwandten- und Bekanntenkreis Leute, die noch über kleine Babysachen verfügen. Dort könnten sich werdende Eltern möglicherweise das ein oder andere Teil ausleihen.

Tipp 2: Krankenversicherungsschutz für Baby abklären

Das Baby kann normalerweise beitragsfrei über die gesetzliche Krankenkasse des Vaters oder der Mutter mitversichert werden. Falls jedoch ein Elternteil privat und der andere Elternteil gesetzlich versichert ist, gibt es einige Besonderheiten. Unter Umständen ist aufgrund des Verdienstes des privatversicherten Elternteils nicht möglich, das Baby über die gesetzliche Krankenversicherung des anderen Elternteils kostenfrei mitzuversichern. Es müsste demzufolge entweder separat über die gesetzliche oder über die private Krankenversicherung versichert werden. Bereits vor der Geburt können werdende Eltern abklären, über welche Krankenversicherung und wie das Neugeborene versichert wird. Bei privaten Krankenversicherungen ist es auf jeden Fall immer sinnvoll, das Kleingedruckte genauer durchzulesen. Das gilt sowohl bei Versicherungen für Erwachsene als auch für die Kinder.

Tipp 3: Mutterschaftsgeld beantragen

Jede Mutter erhält von dem Frauenarzt oder der Hebamme eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin. Ab der 33. KW wird eine solche Bescheinigung ausgestellt. Abhängig Beschäftigte und Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse haben in der Regel Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Pro Tag gibt es 13 Euro Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse für sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Die Differenz, die zum Nettogehalt entsteht, zahlt der Arbeitgeber. Falls das Baby zu den Frühchen zählt oder unter 2.500 Gramm wiegt, gibt es sogar für einen längeren Zeitraum Mutterschaftsgeld. Falls eine Frau bei der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert ist, erhält sie nur dann Mutterschaftsgeld, wenn sie auch Anspruch auf Krankentagegeld hat. Für Privatversicherte und für Frauen mit einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro. Hausfrauen hingegen haben keinerlei Anspruch.

Tipp 4: Antrag für Elterngeld ausdrucken

Läuft das Mutterschaftsgeld aus, können Eltern Elterngeld beantragen. Der Antrag auf Elterngeld ist leider erst nach der Geburt des Kindes möglich. Sinnvoll ist es aber, dass sich Eltern schon im Vorfeld den entsprechenden Antrag von der Elterngeldstelle organisieren oder aus dem Internet herunterladen und ausdrucken. Alle wichtigen und bekannten Daten können Eltern schon vor der Geburt eintragen, brauchen sich im Nachhinein mit den Formalitäten nicht mehr behängen und können relativ zügig den Antrag absenden. Mit dem Antrag müssen einige Unterlagen eingereicht werden. Hierzu gehören:

  • Geburtsurkunde des Babys
  • Personalausweiskopien der Eltern
  • Bescheid über Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse
  • Nachweise über Einkommen für den Bemessungszeitraum
  • Bescheinigung über gewährte Elternzeit vom Arbeitgeber

Neben den Unterlagen können unter Umständen noch weitere Unterlagen angefordert werden. Eventuell möchte die Elterngeldstelle auch noch einen Nachweis über den Arbeitgeberzuschuss während der Mutterschutzfrist. Wer Krankentagegeld aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung erhalten hat, muss normalerweise einen Nachweis über den Krankentagegeld-Bezug bringen. Bescheide über Einkommensersatzleistungen wie Kinderzuschlag und Arbeitslosengeld I werden auch von den Behörden angefordert. Auf Elterngeld.de gibt es einen guten Überblick über alle Belange rund um das Elterngeld, Informationen und Tipps für die Zeit vor und nach der Geburt.

Tipp 5: Belege ordnen und wichtigen Dinge erledigen

Wer bereits ein Baby bekommen hat, der weiß, wie anstrengend gerade die erste Zeit ist. Es ist ratsam, im Vorfeld so viele Formalitäten und weitere Dinge zu erledigen, um nach der Geburt Ruhe vor diesen Dingen zu haben und sich auf das wesentliche konzentrieren zu können. Viele Eltern sortieren im Vorfeld alle wichtigen Unterlagen wie Versicherungen, Einkommensnachweise, Bescheide und Co., um im Ernstfall alles griffbereit zu haben. Gerade dann, wenn noch bestimmte Unterlagen von der Elterngeldstelle angefordert werden, ist die gewisse Ordnung besonders förderlich. Natürlich können werdende Eltern nicht immer an alles denken. Doch wenn sie zumindest die wichtigsten Unterlagen bereitliegen haben, ist es doch eine erhebliche Erleichterung. So kann der Start in den Alltag mit dem Baby gut und möglichst stressfrei gelingen. Möchten Eltern Kindergeld beantragen, benötigen sie ebenfalls wichtige Unterlagen. Auch der Antrag auf Kindergeld kann erst nach der Geburt erfolgen.

Bild: Unsplash.com ©Kelly Sikkema CC0 1.0

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