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Brauche ich anwalt.de?

/ 21.01.2022 / / 3.153

Nur Mitglied zu sein in anwalt.de nutzt gar nichts und bringt auch keine Mandate, zumindest nicht spürbar. Mandate können generiert werden, wenn man das eigene Profil und die selbst veröffentlichten Texte mit großem Aufwand optimiert – dann erfüllt das Portal seinen Zweck. anwalt.de ist wie die eigene Homepage – wenn man sich nicht drum kümmert kann man’s auch lassen. Wer glaubt, mit dem Jahresbeitrag auch nur einen Mandanten zu finden ohne weiteren Aufwand, der irrt. Mandate werden nur generiert, wenn man sehr fleißig ist und auch weiß was man tut und vor allem auch weiß, mit welchem Aufwand das verbunden ist.

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Viele Anwälte stellen sich in diesen Tagen eine eher hypothetische Frage: “Brauche ich anwalt.de für mein Kanzlei-Marketing?” Hypothetisch, weil die Frage keinen Sinn macht, denn anwalt.de gehört auf jeden Fall zum Kanzleimarketing. Das ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Sinnvoller wäre die Frage: “Was passiert, wenn ich da nicht mitmache und will ich wirklich unterstützen, was da abgeht?” anwalt.de hat es in den letzten zwei Jahren geschafft, aus einer zugegebenermaßen unschlagbaren Keyword-Domain ein Netz von Top-Suchmaschinenplatzierungen zu weben, das derzeit darüber entscheidet, wer in der Region und im juristischen Fachgebiet im Blickfeld suchender Potential-Mandanten positioniert wird und wer nicht. Was man den Machern von anwalt.de im Sinne des kollektiven Rechtsschutzes einfach zugute halten muss: Diese Top-Plätze werden nicht höchstbietend verschachert. Mit der Gewinn-Optimierung haben es die Nürnberger nicht so, lieber konstant wachsen und Bedeutung erlangen. 500 Euro jährlich für einen funktionalen Account mit allen Rechten ist für die individuelle Nutzung eines solch mächtigen Akquise-Tools alles andere als unangemessen. Trotzdem: eine unbedingte Empfehlung sprechen wir nicht aus. Unser Beziehungsstatus ist “kompliziert”.

  •  weil es andere Wege zum Mandanten gibt
  • weil die Mitgliedschaft allein überhaupt nichts nutzt
  • weil anwalt.de ohne das entsprechende Lenkungs- und Nutzungs-KnowHow rausgeworfenes Budget darstellt

anwalt.de ist nur ein Teil erfolgreichen Anwaltsmarketings – wer sonst nichts macht, kann sich auch das sparen. Wer anwalt.de integrieren will, muss wissen, wie man das macht.

Gut, anwalt.de macht das perfekt und konsequent. Suche nach “Anwalt Berlin” – wer steht auf Platz 1: anwalt.de. Das überraschende dabei ist, dass anwalt.de sich dafür nicht mal anstrengen muss – und das wird so lange so bleiben, wie das aktuelle Konzept einigermaßen durchgezogen und man dort nicht gierig wird. Nachteil: Als Berliner Anwalt hat man wenig davon, die Algoritmen sorgen allenfalls für Zufallstreffer. Ein Schuh wird erst draus, wenn man mit eigenem Content für Qualität sorgt. Und hier liegt der Vorteil: Eigenes Engagement wird hier belohnt, es wird aber auch vorausgesetzt, weil so ganz von allein entwickelt sich eine anwalt.de-Präsenz nicht in die gewünschte Richtung.

Beispiel: Rechtsanwalt Loschelder schreibt einen Artikel über die Gobal Media GmbH LLCHier lesen. Der Artikel wird von x Leuten auf Platz 1 in Google gelesen. Das klappt aber auch nur, wenn der Anwalt

a. für wirklich eigenständigen und suchmaschinenoptimierten Text sorgt und
b. sicher stellt, dass der Artikel nicht andere Kanäle (Homepage. facebook, kapitalschutz.de etc.) kanibalisiert

Dabei muss man Ursache und Wirkung im Auge behalten und sich megr als rudimentär mit Suchmaschinenoptimierung auskennen.

anwalt.de ist eine hocheffektive Lead-Maschine für die, die damit umgehen können. Das kann man mögen oder nicht, aber ähnlich wie bei der Bewertung von Google oder facebook muss man anerkennen, dass man über die Markt-Bedeutung nicht herumkommt. Erfolgreiches Anwalt-Marketing ist ohne ein aktives anwalt.de-Profil nicht zu machen. Vor allem dann nicht, wenn man sich z.B. als Alleinanwalt nicht dazu hinreißen lassen will, mehr als 2000 Euro im Jahr in Marketing zu investieren.

Wer mit solchen Budgets oder weniger arbeiten muss, darf anwalt.de nicht ignorieren, denn es ist die einzige Chance. Es gibt keine vergleichbare Vertriebsschiene für Erfolg versprechendes Anwaltmarketing in diesem Budget-Segment. Vergessen Sie alles anderes. schmallenberg.txt macht Anwaltsmarketing seit 20 Jahren und ist mit anwalt.de gewachsen. Udo Schmallenberg: “Für uns ist eine Betreuung unserer Kunden ohne anwalt.de-Integration derzeit nicht denkbar, wir warnen aber eindringlich davor, die schöpferische Kraft des Portals zu überschätzen. Anwalt.de reagiert wie die eigene Homepage: Man muss sie pflegen, sonst kann man es sich sparen!” Und: anwalt.de wird immer Mainstream bleiben und Mainstream-Themen bedienen.

Ein guter Rechtstipp auf anwalt.de kostet als Text bei entsprechenden Dienstleistern wie  schmallenberg.txt 50 Euro, die Jahresmitgliedschaft anwalt.de rund 500 Euro. Schafft der Artikel die 1000 Leser-Marke pro Artikel , dann springt da ein Mandant heraus, den man a. sonst niemals kennengelernt hätte und der b. die Kosten deckt. Ohne den Text: kein Mandant, hohe Kosten, kein Umsatz!

Bewertungen bei anwalt.de

Bewertungen bei anwalt.de sind nur einigermaßen repräsentativ, wenn der Profilbetreiber Bewertungen auch zulässt. Die Tatsache, dass zu einem Profil keine Bewertungen sichtbar sind, ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass es keine Bewertungen gibt. Viel wahrscheinlicher ist, dass Bewertungen deaktiviert wurden, um negative Bewertungen nicht anzeigen zu lassen

Alternativen: Bei Google Adwords kostet eine Anfrage im Rechtsdienstleistungsbereich immer um die 80 bis 100 Euro, 5 Anfragen manchen einen Mandanten. Nachteil: Das Geld ist nicht nachhaltig investiert, für jeden neuen Mandanten muss die gleiche Summe in die Hand genommen werden.

Alternativen zu anwalt.de

Alternativen gibt es nach Meinung von schmallenberg.txt nicht für Kanzleien, die Budgets von unter 5000 Euro verwalten möchten und trotzdem das Geld nicht aus dem Fenster werfen möchten. Aber ohne professionelle Begleitung wird sich das alles nicht lohnen

Haben Sie Fragen zu anwalt.de, zu funktionierenden Adwords-Kampagnen oder zu den Themen “Virales Onlinemarketing” oder “Guerilla-Marketing”?

schmallenberg.txt steht Ihnen gern zur Verfügung. Lesen Sie weitere wichtige Anregungen zur Zukunft des Anwalts und zu Legal Tech für Rechtsanwälte oder Tel.:0800 000 1961.

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Kommentare / Anzahl der Kommentare: 3 Kommentare
Kategorien: Marketing für Rechtsanwälte / Verbraucherschutz

3 Kommentare zu “Brauche ich anwalt.de?”

  1. Frank sagt:

    Ich sehe “anwalt.de” sehr kritisch, negative Bewertungen werden hier regelmäßig entfernt, wie man leicht an den fast nur positiven Einträgen sieht. Eine Weg dazu sind die Bewertungskriterien, die nur personenbezogene Bewertungen zulassen, obwohl eine Vielzahl der hier geführten Anwälte in Kanzleien arbeiten. Wird der jeweilige Fall durch einen Fachanwalt der Kanzlei mehr schlecht als recht abgewickelt, hat man somit keine Möglichkeit, eine negative Bewertung zu hinterlassen. Auch Anliegen, die erst gar nicht übernommen (aber abgerechnet) werden, kann man nicht bewerten.

    1. Da haben Sie recht – allerdings löscht anwalt.de keine Bewertung, wenn der Bewerter das nicht will – dann haben Anwälte nur die Möglichkeit, das Bewertungssystem komplett abzuschalten. Vorsichtig sollte man bei großen Kanzleien sein, die das Bewertungssystem nicht nutzen. Die anderen Bewertungsportale sind noch unglücklicher aufgestelllt.

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