Datendiebstahl

Ist man eigentlich gegen Datendiebstahl automatisch versichert?

/ 11.08.2017 / / 11

Während Datendiebstahl vor allem in größeren Unternehmen längst zu einem alltäglichen Risiko geworden ist, sind sich private Verbraucher der großen Gefahr oft nicht bewusst. Neben der Annahme, dass sich sowieso niemand für die eigenen Daten interessieren könnte, schwingt dabei auch die Hoffnung mit, vielleicht über eine passende Versicherung zu verfügen. Doch was ist dran an diesen Vermutungen?

Die Gefahr der Neuzeit
Tatsächlich wartet auf die Diebe häufig eine große Beute, für die sie auch auf die Daten privater Nutzer zugreifen. Während sich ihr Interesse für die letzten Urlaubsfotos in aller Regel in Grenzen hält, haben es die Täter auf andere Datenträger abgesehen. Denn nach wie vor verfügen viele Arbeitnehmer und Unternehmern über keine akkurate Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Daten. Ein Zugriff über das Internet oder sogar ein Einbruch in den Ort der Aufbewahrung können somit schnell zu erheblichen Schäden führen. Derweil verfügt nur ein Bruchteil der Verbraucher über eine entsprechende Versicherung, die allein für den Schutz der persönlichen Daten bürgt.

Der Schutz elektronischer Datenträger
Doch was ist nun zu tun, um alle Daten vor einem Zugriff zu schützen? Hier steht wieder einmal die Eigenverantwortung der Verbraucher im Mittelpunkt, die selbstständig Maßnahmen in die Wege leiten müssen, um den illegalen Zugriff zu verhindern. Eine von zahlreichen Möglichkeiten wäre ein Datensicherungsschrank, um nicht ans Internet angeschlossene Datenträger zu schützen. Dazu zählen USB-Sticks und CDs genauso wie in die Jahre gekommene Disketten. Ganz andere Maßnahmen sollten dagegen in die Wege geleitet werden, um die ans World Wide Web angeschlossenen Computer und Server abzusichern. Hier ist es zunächst die richtige Sicherheitssoftware, welche den Spielraum der Täter deutlich einschränken kann. Manche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern, die zuhause mit geschäftlichen Daten hantieren, sogar kostenlose Sicherheitssoftware, welche für den heimischen Gebrauch geeignet ist.

Eine strikte Trennung
Weiterhin ist es wichtig, die geschäftlichen und privaten Daten strikt zu trennen. Im besten Fall ist bereits ein geschäftlicher Computer vorhanden, der eigens für diesen Zweck verwendet werden sollte. So führt eine kleine Unachtsamkeit auf dem privaten Rechner nicht direkt zu einer finanziellen Katastrophe, die unter Umständen ein ganzes Unternehmen in den Abgrund stürzt. Schließlich entwickelten sich Daten in den vergangenen Jahren zu einem äußerst wertvollen und gefragten Rohstoff, auf dem inzwischen Geschäftsmodelle von großen Konzernen fußen, die Jahr für Jahr Umsätze in Milliardenhöhe verbuchen.
Die passende Versicherung

Auf der anderen Seite erkannten auch große Versicherer den Bedarf, der sich in den vergangenen Jahren entwickelte. Spezielle Policen schützen sogar vor allen möglichen Konsequenzen, die der Datenklau nach sich ziehen kann. Verbraucherschützer betonen dabei die Wichtigkeit, dass einzelne Elemente des Angebots separat ausgewählt werden können. Diese Form des Baukastenprinzips bietet die Gelegenheit, die eigene Absicherung ganz nach den persönlichen Vorstellungen zu formen und dadurch ein besseres Verhältnis zu Preis und Leistung zu erzielen. In aller Regel sind solche Policen für das berufliche Umfeld geschaffen worden, um die finanziellen Risiken besser abfedern zu können. Gleichzeitig handelt es sich jedoch um eine Problematik, die schon in wenigen Jahren noch weitere Teile der Bevölkerung betreffen könnte.

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Kategorien: Verbraucherschutz
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