Hoher Schaden durch falsche Berechnung von Zinsen und Kreditgebühren

/ 26.06.2017 / / 28

Kunden vertrauen in der Regel ihrer Bank. Allgemein gelten Banken doch als seriöse Partner. Blindes Vertrauen kann aber teuer werden. Denn bei der Berechnung von Kreditzinsen nehmen es die Geldinstitute nicht immer allzu genau. Und so kann aus vermeintlich geringen Beträgen, die im Einzelfall kaum auffallen, ein hoher finanzieller Schaden werden.
„Betroffen sind Privatleute genauso wie Unternehmer. Bei Letzteren ist der finanzielle Schaden oft sogar deutlich höher“, sagt Rechtsanwalt Markus Jansen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner der Kanzlei AJT.

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Ein flüchtiger Blick auf die Kontoauszüge, eine kurze Kontrolle ob die
Ein- und Ausgänge alle korrekt sind – mehr ist in der Regel einfach nicht drin. Die Bank wird schon wissen, was sie tut. Dabei würde sich ein genauerer Blick durchaus lohnen. Denn die Zinsen und Gebühren sind bei weitem nicht immer korrekt berechnet. Rechtsanwalt Jansen ist klar:
„Vielen Verbrauchern fehlt auf der einen Seite die Sachkenntnis, um die Vorgänge genau zu prüfen und kleinere Firmen verfügen oft schlicht und einfach nicht über die notwendigen Ressourcen, um ihrer Bank auf die Finger zu schauen.“ Doch genau dadurch kann ein Schuldenberg anwachsen.

Bei privaten Verbrauchern mag sich der Schaden oft in Grenzen halten, da Dispozinsen oder Privatkredite in einem überschaubaren Rahmen sind und ein paar falsch berechnete Cent oder Euro zunächst nicht so ins Gewicht fallen. Im Laufe der Jahre können aus den anfangs geringen Beträgen allerdings durchaus nennenswerte Summen werden. Bei Selbstständigen ist das Problem umso größer. Sie nehmen häufiger Kredite auf, um notwendige Investitionen zu tätigen oder nutzen ihren Kontokorrentkredit, um z.B.
die Löhne und Gehälter oder andere laufende Kosten zu begleichen. Die Bank lässt sich das durch Zinsen gut vergüten.

„Die Bank kann aber nicht schalten und walten, wie sie will. Sollzinsen können nicht einfach angehoben werden. Sie müssen sich an Referenzzinsen wie beispielsweise den Euribor orientieren. Fallen die Referenzzinsen, muss die Bank das auch an ihre Kunden weitergeben und kann keine Zinssätze verlangen, die einer rechtlichen Grundlage entbehren. Jeder kann sich vorstellen, dass es bei relativ hohen Kreditsummen einen gewaltigen Unterschied macht, ob der Zinssatz ein bisschen höher oder niedriger ist. Durch die zu hohen Zinsen und Zinseszins kann der Schuldenberg dann rasant anwachsen, so Rechtsanwalt Jansen.

Eine genaue Prüfung der Gebühren und Zinsberechnungen kann sich in vielen Fällen lohnen. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, gehen Kreditgutachter von einer hohen Fehlerquote um die 80 Prozent aus.
Allerdings dürfte es die Ausnahme sein, dass Banken ihre Fehler einräumen und freiwillig den Schaden ersetzen. Bankkunden, denen ihre Abrechnungen fehlerhaft vorkommen, können sich aber sachkundige Beratung einholen.

Mehr Informationen:
https://www.ajt-partner.de/bankrecht

Hoher Schaden durch falsche Berechnung von Zinsen und Kreditgebühren Kunden vertrauen in der Regel ihrer Bank. Allgemein gelten Banken doch als seriöse Partner. Blindes Vertrauen kann aber teuer werden. Denn bei der Berechnung von Kreditzinsen nehmen es die Geldinstitute nicht immer allzu genau. Und so kann aus vermeintlich geringen Beträgen, die im Einzelfall kaum auffallen, ein hoher finanzieller Schaden werden.
„Betroffen sind Privatleute genauso wie Unternehmer. Bei Letzteren ist der finanzielle Schaden oft sogar deutlich höher“, sagt Rechtsanwalt Markus Jansen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Partner der Kanzlei AJT.

Ein flüchtiger Blick auf die Kontoauszüge, eine kurze Kontrolle ob die
Ein- und Ausgänge alle korrekt sind – mehr ist in der Regel einfach nicht drin. Die Bank wird schon wissen, was sie tut. Dabei würde sich ein genauerer Blick durchaus lohnen. Denn die Zinsen und Gebühren sind bei weitem nicht immer korrekt berechnet. Rechtsanwalt Jansen ist klar:
„Vielen Verbrauchern fehlt auf der einen Seite die Sachkenntnis, um die Vorgänge genau zu prüfen und kleinere Firmen verfügen oft schlicht und einfach nicht über die notwendigen Ressourcen, um ihrer Bank auf die Finger zu schauen.“ Doch genau dadurch kann ein Schuldenberg anwachsen.

Bei privaten Verbrauchern mag sich der Schaden oft in Grenzen halten, da Dispozinsen oder Privatkredite in einem überschaubaren Rahmen sind und ein paar falsch berechnete Cent oder Euro zunächst nicht so ins Gewicht fallen. Im Laufe der Jahre können aus den anfangs geringen Beträgen allerdings durchaus nennenswerte Summen werden. Bei Selbstständigen ist das Problem umso größer. Sie nehmen häufiger Kredite auf, um notwendige Investitionen zu tätigen oder nutzen ihren Kontokorrentkredit, um z.B.
die Löhne und Gehälter oder andere laufende Kosten zu begleichen. Die Bank lässt sich das durch Zinsen gut vergüten.

„Die Bank kann aber nicht schalten und walten, wie sie will. Sollzinsen können nicht einfach angehoben werden. Sie müssen sich an Referenzzinsen wie beispielsweise den Euribor orientieren. Fallen die Referenzzinsen, muss die Bank das auch an ihre Kunden weitergeben und kann keine Zinssätze verlangen, die einer rechtlichen Grundlage entbehren. Jeder kann sich vorstellen, dass es bei relativ hohen Kreditsummen einen gewaltigen Unterschied macht, ob der Zinssatz ein bisschen höher oder niedriger ist. Durch die zu hohen Zinsen und Zinseszins kann der Schuldenberg dann rasant anwachsen, so Rechtsanwalt Jansen.

Eine genaue Prüfung der Gebühren und Zinsberechnungen kann sich in vielen Fällen lohnen. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, gehen Kreditgutachter von einer hohen Fehlerquote um die 80 Prozent aus.
Allerdings dürfte es die Ausnahme sein, dass Banken ihre Fehler einräumen und freiwillig den Schaden ersetzen. Bankkunden, denen ihre Abrechnungen fehlerhaft vorkommen, können sich aber sachkundige Beratung einholen.

Mehr Informationen:
https://www.ajt-partner.de/bankrecht

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