Lebensversicherungen in der Krise

/ 16.06.2017 / / 12

Dass Lebensversicherungen häufig nicht mehr die ursprünglich prognostizierten Überschussbeteiligungen erwirtschaften, ist kein Geheimnis und dürfte jedem Versicherungsnehmer bereits angesichts der jährlichen Standmitteilungen vor Augen geführt worden sein. Hier mehr zum Thema “ Lebensversicherungen in der Krise „>

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv koopieriert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region.

Die seit Jahren bestehende Niedrigzinsphase hatte der Gesetzgeber bereits im Jahr 2014 zum Anlass genommen, den Versicherungsgesellschaften „unter die Arme zu greifen“. Denn aufgrund der niedrigen Zinsen sind die Lebensversicherungen nicht mehr in der Lage, die garantierten vertraglichen Leistungen dauerhaft zu erbringen. Das im Jahr 2014 erlassene Lebensversicherungsreformgesetz bezweckt daher, die Leistungen der Versicherungsnehmer dauerhaft abzusichern. Diese Intention mag sicher gut gemeint sein und im Sinne der Versichertengemeinschaft sinnvoll, geht aber zu Lasten des einzelnen Versicherungsnehmers, der jetzt unter dem Strich mit einer geringeren Beteiligung an den Bewertungsreserven rechnen muss.

So sieht das Lebensversicherungsreformgesetz vor, dass die Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven aus den vom Versicherungsunternehmen gehaltenen festverzinslichen Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäften nur insoweit noch beteiligt werden, als sie einen etwaigen Sicherungsbedarf aus den Versicherungsverträgen mit Zinsgarantie überschreiten. Der Sicherungsbedarf aus den Versicherungsverträgen mit Zinsgarantie ergibt sich aus der Summe der Sicherungsbedarfe der Versicherungsverträge, deren maßgeblicher Rechnungszins über dem maßgeblichen Euro-Zinsswapsatz zum Zeitpunkt der Ermittlung der Bewertungsreserven (Bezugszins) liegt. Im Ergebnis bekommen die Versicherungsnehmer daher nur Bewertungsreserven, die diesen Sicherungsbedarf übersteigen. Diese Beschränkung bezieht sich allerdings nur auf festverzinsliche Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäfte, nicht auf die Bewertungsreserven aus Immobilien und Aktien.

Die Neuregelung bezüglich der Beteiligung an den Bewertungsreserven betrifft alle bestehenden Lebensversicherungsverträge.

Bewertungsreserven aus Kapitalanlagen entstehen, wenn der Marktwert (Zeitwert) der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind (Buchwert).

Mehr zum Thema Lebensversicherungen auf www.hahn-rechtsanwaelte.de erfahren

Share on FacebookShare on Google+
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Redaktion: Ohne Anwalt gar nix…Es gibt aktuell verschiedene Strategien, wobei die Frage, ob...
  • Verzweifelt: Mein Berater C. Schiefer ist zu diesem Thema nicht zu sprechen derzeit. Ich hatte...
  • Looser: ich habe solche Werbeanrufe auch bekommen, das war teils ziemlich überzeugend. Ich bin...
  • Mary Hess: Ich habe 35 Jahre lang als Fachübersetzerin gearbeitet, sowohl als angestellte...
  • Redaktion: Hallo, alles richtig, bis auf eins: Die Drittanbietersperre hilft hier nicht....

Schnellkontakt