Creditreform Eintrag löschen

/ 03.12.2016 / / 1.069

Eine schlechte Bonitätsauskunft durch das Unternehmen Creditreform kann Gewerbetreibenden echte Schwierigkeiten bereiten, insbesondere dann, wenn die Einträge nicht der wirklichen wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens entsprechen.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv koopieriert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region.

Wenn in den Datenbanken mal etwas Falsches steht, trauen sich Betroffene – eingeschüchtert durch die negativen Folgen einer schlechten Bonitätsauskunft – oft nicht, ihre Rechte über eine bloße höfliche Bitte zur Änderung der Daten hinaus, effektiv wahrzunehmen. Auch wenn die Creditreform oder die SCHUFA als Inkassostelle auftritt, denken viele, dass es sich dabei um eine Behörde handeln könnte, bei der „Widerspruch zwecklos“ ist und es nichts bringt, die Creditreform oder die SCHUFA aufzufordern, falsche Einträge zu löschen.

Meist antwortet die Creditreform  mit einem Formschreiben, in dem sie darauf hinweist, grundsätzlich auch ohne Einwilligung des Berechtigten Speicherung von Daten berechtigt zu sein. Vereinzelt wird nach nochmaliger Prüfung der Unterlagen „leider eine falsche Zuordnung“ festgestellt, die aber umgehend gelöscht worden sei. Zu den unrichtig gespeicherten Daten äußert sich die Creditreform dabei nicht.

Unternehmen, die sich gegen ungerechtfertigte Einträge zur Wehr setzen stoßen in aller Regel auf taube Ohren. Ein aktuelles Beispiel kann Rechtsanwältin Birgit Rosenbaum vorbringen.

Die Fachanwältin: „Auf unser außergerichtliches Aufforderungschreiben, in dem der Creditreform die einzelnen unrichtigen Daten aufgelistet wurden, reagierte diese im Großen und Ganzen lediglich mit der Wiederholung dessen, was sie bereits unserem Mandanten geschrieben hatte. Die beanstandeten Daten wurden weder gelöscht, noch wurde die von unserer Kanzlei geforderte Unterlassungserklärung abgegeben.“

Auf eine Berufung zum Oberlandesgericht Köln, gab die Beklagte auf dringenden Hinweis des Senats in der mündlichen Verhandlung die außergerichtlich geforderte Unterlassungserklärung endlich ab und verpflichtete sich gegenüber unserem Mandanten, es bei Meidung einer Vertragsstrafe von 5.100,00 € zu unterlassen, bestimmte Daten zu erheben, zu speichern, zu verändern oder zu nutzen.

Nach Kenntnisstand von LHR – Kanzlei für Marken, Medien und Reputation handelt es sich bei dem  Fall um den ersten, in dem die Creditreform von einem Obergericht bezüglich falscher Daten unzweideutig in die Schranken gewiesen wurde. Rosenberg: „Der Fall zeigt einerseits , dass sich bisher offenbar keiner so recht traut, seine Rechte gegen die althergebrachte Creditreform gerichtlich durchzusetzen. Andererseits zeigt der Fall, dass man sich gegen die Speicherung falscher Daten auch gerichtlich effektiv wehren kann.“

Hier mehr zum Thema Klage gegen Creditreform erfahren

 

Share on FacebookShare on Google+
Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz Schlagwörter:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher noch keine Bewertung)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • Stephan Hansen: Genau den beschriebenen Fall kann ich so auch von mir bestätigen. Im dritten...
  • Redaktion: Hallo, der Zahlungsvorgang ist nicht abgeschlossen. Der Musterbrief wird nicht...
  • Wülfken: Geld für den Musterbrief ist bezahlt , wie bekomme ich denn nun den Musterbrief ???? Für...
  • Alfons: Da kein rechtlich gültiger Vertrag zustande gekommen ist, könnte man da nicht über eine...
  • hirad: Hallo Genau das Gleiche wie bie mir. Der Widerruf wurde nicht anerkannt. Fünf Jahre an den...