Urheberrecht: YouTube und Gema haben sich geeinigt

/ 23.11.2016 / / 75

Sieben Jahre lang haben sie sich gegenseitig den schwarzen Peter zugeschoben, und die User waren die Dummen. Damit ist nun Schluss! YouTube und die Rechteverwertungsgesellschaft Gema haben überraschend ihren Disput beigelegt. Nutzer aus Deutschland können endlich auch die Videos anschauen, die ihnen bisher vorenthalten waren.

Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Hier einen Rechtsanwalt zu diesem Thema finden

Verbraucherschutz.tv kooperiert deutschlandweit mit vielen kompetenten Rechtsanwälten auch aus Ihrer Region. Sie sind Anwalt und möchten hier veröffentlichen? Bitte Mail an usch@talking-text.de

YouTube zahlt – wie viel, ist nicht bekannt

Im Kern ging die jahrelange Auseinandersetzung darum, dass die Google-Tochter YouTube und die Gema unterschiedliche Auffassungen über die Vergütung für Musikvideos hatten, die bei YouTube zu sehen sind. Als Folge waren viele Clips für deutsche YouTube-User gesperrt. Grundsätzlich war YouTube der Ansicht, dass nur derjenige zu zahlen hat, der ein Video hochgeladen hat – die Google-Tochter würde lediglich als Plattform fungieren. Die Gema hingegen war der Meinung, dass YouTube zahlen muss, weil es mit den hochgeladenen Inhalten Gewinne erzielt. YouTube wird nach der Einigung Abgaben an die Gema zahlen, sogar rückwirkend bis 2009. Über die Höhe der Vergütung schweigen sich YouTube und Gema aber aus.

Die Einigung hat zur Folge, dass nun in Deutschland die Videos aller rund 70.000 Gema-Mitglieder bei YouTube zu sehen sind. Vorher waren laut einer Untersuchung etwa 60 Prozent der 1.000 beliebtesten YouTube-Beiträge für deutsche Nutzer gesperrt gewesen. Dazu zählten Clips von so illustren Namen wie U2, Abba, Pink Floyd und Justin Bieber.

Urheberrecht bleibt unberührt

Wichtig für YouTube-User: Die Einigung zwischen Gema und YouTube ändert nichts am geltenden Recht. Nutzer dürfen nach wie vor keine Werke hochladen, die das Urheberrecht anderer in irgendeiner Form verletzen.

Doch das Urheberrecht hat noch weitere Dimensionen, es betrifft natürlich nicht nur private User. Insbesondere Musiker, Filmemacher und andere Kreative müssen urheberrechtliche Fragen frühzeitig klären und sich gegebenenfalls von einem spezialisierten Anwalt beraten lassen. So kommt es zum Beispiel recht häufig vor, dass die Mitlieder einer Band sich im Nachhinein über die Vergütung streiten. Ist eindeutig geklärt und vertraglich fixiert, wer welchen Anteil an einem Musikstück hat, lässt sich so ein Streit schnell beenden. Die Anwälte von heldt-zuelch.de in Hamburg haben sich auf Fragen des Urheberrechts spezialisiert. Bei ihnen erhalten Musiker, die einen Anwalt für Urheberrecht in Hamburg suchen, ebenso fachlichen Rat wie Filmemacher und andere Kreative.

Alternative Text
Kommentare / Anzahl der Kommentare: bisher keine
Kategorien: Verbraucherschutz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Udo Schmallenberg



Aktuelle Kommentare

  • karl philippi: 10 000 € haben wir angelegt. Scheinbar futsch! Ich habe nach Liechtenstein zur...
  • Anne Schweigmann: Hallo ich habe im Oktober 2020 Unterschrieben und nach 3 Tagen gekündigt und...
  • Udo Schmallenberg: Der EuGH hat da heute Fakten geschaffen und das Thermische Fenster für...
  • Bernhard C. Witolla: Ich klage ebenfalls gegen Daimler wegen des Thermofensters. Meine Klage...
  • Udo Schmallenberg: Bitte Mail an e.birkmann@bruellmann.de schicken wegen einer kostenlosen...

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt in unseren Newsletter ein und bleiben somit immer auf dem Laufendem

Kategorien

Für Anwälte

Interessierte Kooperationsanwälte senden ein Mail an info@verbraucherschutz.tv

Tel.: 0800 000 1961